Braune und abgegraste Weiden, die schon lange kein Futter mehr für Kühe bieten, Bäume, die sich verfärben und ihr Laub abwerfen: Die wochenlange Dürre hat auch in Bergisch Gladbach Spuren hinterlassen. Sie zeigen sich bei der Ernte, auf Wiesen und in den Wäldern. Die Auswirkungen bekommen nicht nur die Bauern zu spüren.

Hitze und anhaltende Trockenheit der vergangenen Wochen haben Spuren auf dem Hof von Andreas Fröhlingsdorf hinterlassen. „Die Weiden sind schon lange blank gefressen, wir müssen unsere Rinder seit Wochen zufüttern“, sagt der Landwirt. Er führt den Familienbetrieb in Herkenrath seit 2021 in vierter Generation. 

„Wir Landwirte sind dem Wetter ausgeliefert. Alles hängt letztlich davon ab,“ erklärt Fröhlingsdorf. Auf seinem Bauernhof in Herkenrath hält er rund 70 Rinder und 20 Schweine. Schwerpunkt ist der Verkauf des Fleisches aus eigener Aufzucht und Schlachtung.

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Kühe finden auf den vertrockneten Weiden kaum etwas zu Fressen, Foto: Thomas Merkenich

Totalausfall beim eigenen Futter

Die Rinder grasen von April bis November auf den hofeigenen Weiden. Doch diese Weiden bieten den Tieren in diesem Jahr schon lange kein Futter mehr. Die eigenen Vorräte, die eigentlich für den Winter vorgesehen sind, reichen nicht mehr aus.

„Der zweite Schnitt ist komplett ausgefallen“, sagt Fröhlingsdorf. Als Schnitt bezeichnen Landwirte das Mähen von Wiesen und Feldern, um daraus Heu und Grünfutter herzustellen. 

 „Wir müssen Futter dazu kaufen. Und das zu deutlich höheren Preisen“, berichtet der Herkenrather. Auch das hänge mit der Dürre zusammen: Durch die gesunkenen Pegelstände hätten sich die Transportkosten erhöht. Ausfälle bei der Getreideernte ließen die Preise für das Schweinefutter steigen. Die Schweine werden auf dem Herkenrather Hof vor allem mit Weizen und Gerste gefüttert. „Wir haben nur Grasland und bauen selbst kein Getreide an“, sagt der studierte Agrarwissenschaftler. 

Schwache Getreideernte

Laut Rheinischem Landwirtschafts-Verband (RLV) liegt die Getreideernte im Rheinland etwa 14 Prozent unter dem Vorjahresniveau.

In Bergisch Gladbach gibt es 45 landwirtschaftliche Betriebe, die eine landwirtschaftliche Fläche von insgesamt 1584 Hektar bewirtschaften. (Die Zahlen von IT.NRW stammen aus dem Jahr 2023, neuere Daten liegen bislang nicht vor). 

Die Folgen der Dürre dürften sie alle spüren. „Die Lage für die Landwirte ist angespannt“, fasst es Peter Lautz zusammen. Er ist Vorsitzender der Kreisbauernschaft Rhein-Berg und Inhaber der Reitanlage Hebborner Hof. „Doch es gibt Regionen in Deutschland, die es noch weitaus schlechter getroffen hat.“

Von Betrieben in der Region, die wegen Futtermangels ihre Tierbestände reduzieren müssen, hat Lautz bisher nicht gehört. „Ich glaube auch nicht, dass das in größerem Stil passieren wird.“ 

Foto: Thomas Merkenich

Hohe Kosten setzen den Bauern zu

Der Regen der vergangenen Tage mache sich auf den braunen Wiesen zwar teils durch nachwachsendes Gras schon wieder bemerkbar. Dem Mais, der Lautz zufolge „sehr gelitten“ hat, werden die jetzt gefallenen Niederschläge vermutlich nicht mehr helfen. Die Ernte dürfte mager ausfallen. 

Die Dürre ist aus Lautz‘ Sicht aber nicht das einzige Problem der Landwirte: „Hohe Kosten für Diesel, Energie und Dünger sowie weiter steigende Löhne trifft die Branche härter.“ Die höheren Preise, die die Menschen beim Einkaufen spüren, spiegele sich nicht in den Erlösen der Landwirte wider. 

Agrarsubventionen sieht der Vorsitzende der Kreisbauernschaft nur als letztes Mittel: „Wir setzen auf klimaresistente Züchtungen von Gräsern, die tiefer wurzeln und nicht so schnell kaputt gehen.“

Auch spezielle Gefahrenversicherungen für Landwirte, die Trockenheit mit einschließen, könnten helfen. Außerdem sollten Landwirte die Möglichkeit haben, höhere Risikorücklagen zu bilden für Jahre, in denen die Ernte mager ausfällt.

Foto: Thomas Merkenich

Folgen für die Wälder

Die Folgen der wochenlangen Trockenheit sind auch in den bergischen Wäldern deutlich zu sehen: Das Laub vieler Bäume verfärbt sich bereits oder fällt ab. „Das ist eine Stressreaktion der Bäume“, erklärt Rainer Deppe, Kreisvorsitzender der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW) für die Region Rhein-Berg/ Leverkusen. Die wochenlange Trockenheit wirke sich „erheblich“ auf die Wälder aus. „Schlimmer als die Hitze ist für die Bäume der fehlende Regen“, so Deppe. 

Zwar sei noch nicht mit einem massenhaften Absterben wie bei den Fichten nach dem Rekordsommer 2018 zu rechnen. Die im Bergischen weit verbreiteten Buchen reagierten zeitlich verzögert. „Aber wir sehen bereits viele absterbende Buchen mit sehr lichten Baumkronen, die ihre Blätter verlieren und nicht mehr oder nur teilweise austreiben. Schädlinge wie Pilzerkrankungen setzten den Buchen zusätzlich zu. 

Regen ist entscheidend

Zugleich sei zu beobachten, dass Buchen aktuell viele Bucheckern tragen – als Fortpflanzungs- und Überlebensstrategie: „Wir hoffen, dass sie fruchtbar sind und neue Bäume bilden“, sagt Deppe. Es werde sich in den nächsten Jahren zeigen, wie sich der Buchenbestand entwickelt. Das hänge auch von den künftigen Regenmengen ab. 

„Jeder zusätzliche Tag Regen, abgesehen von Starkregen, vermindert zwar die Belastung für die Bäume, kann aber nicht alle Schäden abwenden“, erklärt Deppe. Auch die akute Waldbrandgefahr reduziere sich durch mehr Niederschlag. „Noch ist sie nicht gebannt.“ Nach wie vor sei viel trockenes Material – Holz, abgestorbenes Gras und Farn – im Wald und an den Wegesrändern.

„Waldbrände sind die größte Gefahr für unsere Wälder“, mahnt Deppe. Neben achtlos weggeworfenen Zigaretten gehe von geparkten Autos im Wald oder am Waldrand das höchste Risiko aus. 

Wichtig ist aus Sicht der SDW bei Wäldern auf eine Mischung von heimischen Baumarten und solchen aus anderen klimatischen Regionen zu setzen, die widerstandsfähig und an trockene und heiße Phasen gewöhnt sind, etwa die Esskastanie oder die Roteiche. 

ist seit 2024 Redakteurin des Bürgerportals. Zuvor hatte die Journalistin und Germanistin 15 Jahre lang für den Kölner Stadt-Anzeiger gearbeitet. Sie ist unter anderem für die Themen Bildung, Schule, Kita und Familien zuständig und per Mail erreichbar: k.stolzenbach@in-gl.de

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  1. Es ist ein Reizthema, und die Möglichkeit besteht, dass sofort schriftlich hier “herein geprügelt” wird, wenn sich jemand traut dazu einen Kommentar abzusetzen. Will es jetzt trotzdem wagen, weil mir zwei Infos zu Ohren kamen, die wenigstens in die Diskussion einfliessen könnte. Ganz ohne, dass ich sie bewerten muss. Gehöre nämlich, ohne jegliche Aggressionen, zu den Beobachtern dieser Phänomene und tue ohnehin seit Jahrzehnten mein Bestes um alle Ressourcen zu schonen. Soooo, ohne Vorerklärung scheint es ja nicht zu gehen, weil es sonst gleich wieder bestimmte “Spitznamen” hagelt.

    – Es wurde eine gewachsene Lärche unter einem Gletscher (Muratsch) gefunden, welche den Hinweis darauf geben soll, dass es mal kälter und dann wieder wärmer war. Also, dass der Gletscher manchmal schrumpfte, dann wieder zunahm.

    – Es gibt Hinweise darauf, dass es ab 2030 wieder kühler, mit mehr Niederschlägen, werden könnte. Das könnte insbesondere relevant sein, wenn jetzt bereits Millionen in Raumklimageräte gesteckt werden sollten..
    Diese Infos hier ganz unvoreingenommen und ohne, dass ich am Pro-CO2- oder Gegen-CO2-Business mit verdiene.

    Oh, liebe Faktenchecker und Berufsrichtungsweiser, bitte seid freundlich und wohlmeinend mit mir…..

    1. @Nico, wo haben Sie die Info “Es gibt Hinweise darauf, dass es ab 2030 wieder kühler, mit mehr Niederschlägen, werden könnte” her? Ich würde mich sehr freuen wenn es so wäre, da mir der diesjährige Sommer schlichtweg zu heiß war.

      1. Musste jetzt selbst noch nachschauen:

        – 8375 BC. Spektakulärer Fund am Morteratsch-Gletscher – vor 10.000 Jahren: Nadelwald und 2°C wärmer als heute..
        https://inhortas.de/fund-am-morteratsch-gletscher/
        – Beim Morteratschgletscher wurde eine über 10’000 Jahre alte Lärche gefunden. Der Baum ermöglicht spannende Einblicke.
        https://www.srf.ch/news/panorama/aus-dem-gletschereis-wie-uraltes-holz-geschichten-erzaehlt

        – Die Astrophysikerin Prof. Valentina Zharkova von der Northumbria University In Necastle, UK, prognostiziert schon länger ein Modernes Solares Minimum für den Zeitraum 2020 bis 2053. Bei Schneefall und Schneelage funktionieren die Solarpaneele überhaupt nicht mehr und vereiste Rotoren von Windturbinen ebenso nicht.
        https://solargsm.com/wp-content/uploads/2025/05/zharkova1_egu25_gsm_2may25.pptx
        – In den nächsten fünf Wintern wird es zu einigen dramatischen Veränderungen kommen. Aus diesem Grund hat Professor David Dilley von Global Weather Oscillations eine „Klimawarnung für 2030” herausgegeben. Professor David Dilley ist Meteorologe, Klimatologe, Paläoklimatologe und ehemaliger Meteorologe beim National Weather Service der US-Behörde NOAA. Eine größere Zahl von Studien der Astrophysiker kommt zum Schluss, dass Änderungen der Aktivität der Sonne sowie der Sonne-Erde-Entfernungen spätestens ab dem Jahr 2030 zu einer deutlichen Abkühlung bis hin zu einer kleinen Eiszeit führen werden.

        Wie erwähnt sind das Hinweise welche ich fand, und die ich einfach las. Sie sind also nicht von mir, und ich kann und will sie weder bewerten, noch widerlegen, noch beweisen.

      2. So spektakulär war der Fund nun nicht, auch wenn der Gärtner, der die verlinkte Website betreibt, das so empfindet. Aber er ist sicher für die Forschung bedeutend und hilfreich. Der Baum dient als sogenannter „Klimaproxy“, also als Gegenstand, der Auskunft darüber geben kann, was man nicht direkt messen konnte. Davon gibt es zahlreiche und die Erforscher der Klimageschichte stützen sich darauf. Der Befund ist durchaus glaubwürdig, auch wenn er lediglich für die örtlichen Verhältnisse am Gletscher aussagekräftig ist – nicht global und nicht europaweit.

        Grundsätzlich befinden wir uns derzeit (und schon seit einer ganzen Weile) in einem Eiszeitalter. Gemeint ist damit ein erdgeschichtlicher Abschnitt, in dem mindestens ein Pol von Eis bedeckt ist. Innerhalb solcher Eiszeitalter wechseln sich Warm- und Kaltzeiten ab (teils glaziale Kaltzeiten, also das, was man volkstümlich als Eiszeit bezeichnet). Wir befinden uns derzeit in einem Interglazial, also einer Warmzeit, dem Holozän – innerhalb dessen es auch wieder Schwankungen gibt.

        Das Problem, das wir zur Zeit haben, besteht darin, dass die Temperaturen nach allen wissenschaftlichen Berechnungen um ein Maß ansteigen, das dem am Ende eines Eiszeitalters entspricht, also stärker schwankt als zwischen Warm- und Kaltzeiten – allerdings nicht wie dann innerhalb einer Zeitspanne von ca. 10.000 Jahren, sondern innerhalb von 100 Jahren. Und im Unterschied etwa zur von Karl Napf angeführten mittelalterlichen Warmzeit findet die Erwärmung global statt und nicht regional stark unterschiedlich.

        Was Frau Zharkova hinsichtlich der Sonnenaktivität prognostiziert, wird gute Gründe haben, soweit es ihr Fachgebiet (Astrophysik) betrifft. Hinsichtlich der Folgen für das Erdklima mag ich ihr allerdings nicht ganz zu folgen. Die Sonnenaktivität hatte ihr letztes Maximum in den Jahren 1957/58 (die aktivste Zeit seit fast 2000 Jahren). Die damaligen Temperaturen bewegten sich aber durchaus im Bereich der Jahrzehnte davor und danach. Heute liegt die Aktivität deutlich darunter, die globalen Temperaturen sind aber ein gutes Stück höher.

        Was Herr Dilley prognostiziert, kann ich nicht bewerten. Die meisten von uns werden es aber mit einiger Wahrscheinlichkeit erleben und können dann sagen, ob er richtig lag oder nicht.

      3. Anbei die Aussage meines Faktencheckers:

        Mein kompaktes Faktencheck-Urteil wäre daher: Morteratsch-Lärche: wahr.

        Früher kleinerer Morteratschgletscher: wahr. Lokal für Baumwuchs günstigeres Klima: wahr.

        „2 °C wärmer als heute“ ohne regionale/zeitliche Bezugsgröße: irreführend.

        Zharkovas Prognose existiert: wahr.

        Grand Solar Minimum 2020–2053 als gesicherte Vorhersage: nein.

        Kleine Eiszeit ab ~2030: nach heutigem Wissensstand sehr unwahrscheinlich und nicht durch den wissenschaftlichen Konsens gestützt.

        PV und Wind fallen bei Schnee/Eis generell aus: falsch bzw. stark übertrieben.

      4. Was den Schnee betrifft: Ich kann bestätigen, dass die Solarpaneele keinen Strom mehr liefern, wenn sie mit Schnee bedeckt sind, und während des Schneefalls ist die darauf fallende Lichtmenge arg begrenzt. Etwas anderes ist ja auch nicht zu erwarten, Physik bleibt Physik. Allerdings bedeutet eine Klimaabkühlung auch nicht, dass es ständig schneit – einen ordentlichen Ertrag gibt es auch bei kaltem Wetter, solange der Einfallwinkel des Sonnenlichts stimmt, und selbst aus Streulicht (bewölkter Himmel) machen die Zellen Strom.

    2. @Nico, was darf man sich denn unter einer “gewachsenen” Lärche vorstellen?

      Nehmen wir doch lieber den jedermann bekannten Ötzi (nicht aus Holz). Der hat meines Wissens, nachdem er zu Tode kam, ca. 5300 Jahre im Gletschereis verbracht, bis man den Körper gefunden hat. Und der war auch noch sehr gut erhalten.

      Ich bin zwar auch nicht vorgebildet in der Beziehung, aber ist das nicht ein Hinweis darauf, dass es in den 5300 Jahren die er dort lag, keine nennenswerten Hitzewellen gegeben haben kann?

  2. Ich kann das Wort Klimakrise nicht mehr hören. Das Klima ändert sich seit Bestehen der Erde, mal schneller und mal langsamer. Der Einfluss des Menschen ist dabei, wenn überhaupt, sehr begrenzt. Niemand hat mir bisher die Ursache erklärt, warum es zur Römerzeit oder im Mittelalter wärmer war als jetzt. Irgend eine Ursache wird es wohl gewesen sein, aber wohl kaum der „menschengemachte Klimawandel“.
    Diese Ursache ist dann aber heute nicht mehr verantwortlich für den Klimawandel sondern nur das böse böse CO2, vor dem Deutschland nicht mal 2% ausstößt??? Ohne CO2 wächst nichts mehr und wie müssten alle verhungern!
    Hätten wir die 1 Billion für Klimaschutz in Maßnahmen für Hitzeschutz invertiert, könnten wir in diesem Jahr wesentlich entspannter mit der Hitze umgehen. Für das Geld hätte man vermutlich alle Krankenhäuser, Altenheime und Schulen klimatisieren können. Wir müssen uns dem geänderten Klima anpassen aber das Klima anzupassen zu wollen ist völlig idiotisch und füllt nur die Taschen von sehr wenigen. Übrigens hat es trockene Sommer mit sehr niedrigen Pegelständen auch schon immer gegeben, da muss man nur in der Geschichte zurückblicken. Das gleiche gilt für Hochwasser an den Flüssen. Da muss man sich ab Rhein und Mosel nur alte Hochwassermarken anschauen.
    Heute sind die Auswirkungen nur gravierender, weil man ja unbedingt in Flussnähe Häuser bauen wollte.
    In diesem Sinne, genießt die letzten warmen Tage denn der Sommer geht langsam zu Ende. Und ob es tatsächlich Hitzetote gegeben hat kann man nur feststellen, wenn man sich die Sterbezahlen für das ganze Jahr anschaut. Gestorben wird immer, bei großer Hitze vielleicht ein paar Tage früher als sonst. Aber es sterben immer noch deutlich mehr Leute den erwiesenen Kältetod als den nicht erwiesenen Hitzetod.

    1. 98 % der seriösen Wissenschaftler sprechen von dem von Menschen verursachten Klimawandel, selbsr Herr Merz gibt es nun zu. Jetzt sollten alle vernünftigen Personen versuchen, das zu begrenzen, auch wenn es teuer ist. Das sind wir unseren Enkeln schuldig. Auch wenn in 200 Jahren ein anderes Klima herschen würde ;-)

      1. Wir können uns in Deutschland bis zur Selbstaufgabe mit Klimaschutzmaßnahmen kasteien, es wird am Klima genau Nullkommanix ändern. Das Geld sollte man in Anpassungsmaßnahmen stecken.

      2. “Das Geld sollte man in Anpassungsmaßnahmen stecken”

        Herr Napf, das wird doch auch gemacht.

        Damit die nachfolgenden Generationen auch noch genug zu Essen haben, werden bereits sehr lange Milliardenbeträge in die Erforschung von Ersatznahrung, z.B. auf pflanzlicher Basis (zumindest möglich, solange man Pflanzen noch ans Wachsen bekommt) oder “Insektenprotein, Mikroalgen und der sogenannten Präzisionsfermentation (Nutzung von Mikroorganismen zur Herstellung von Milch- und Fleischproteinen im Labor)”.

        Und Trinkwasser wird man dann hoffentlich zur genüge über Meerwasser-Entsalzungsanlagen bekommen können, weil die gibt es ja schon.

        Das wird alles gemacht, damit Leute, die so denken wie Sie und partout nicht gegensteuern oder auf NICHTS verzichten wollen, ohne Einschränkungen so weitermachen können wie bisher.

      3. @anno nüm: Klimaanlagen in allen Altenheimen, Krankenhäusern und Schulen sowie anderen öffentlichen Gebäuden in Kombination mit Solaranlagen auf den Dächern, Innenstädte begrünen und Versiegelungen beseitigen, Schottergärten verbieten, keine weitere Verdichtung der Innenstädte ( Hinterlandbebauung), kein Abholzen von Wäldern für weitere Windräder, Aufforstung von Kalamitätsflächen mit hitzebeständigen Baumarten. Und wer kann : Solar aufs Dach und Klimaanlage installieren. Im Sommer gibt es genug Solarstrom zum kostenneutralen Betreiben der Klimaanlagen. Im Gegensatz dazu kann man eine Wärmepumpe zum Heizen im Winter nicht ausreichend mit Solarstrom betreiben, da es 3-4 Monate zu dunkel ist.

      4. Meinen sie mit „allen vernünftigen Menschen“ nur die Deutschen oder auch USA, China, Indien usw. Was hat uns denn die Billion gebracht, die wir dafür schon ausgegeben haben? Die Industrie geht den Bach runter oder verlässt das Land, die ganze Welt lacht über die Absicht 5 Jahre früher „klimaneutral“zu werden und um wieviel Grad genau ist es jetzt kälter geworden wo wir doch so eifrig CO2 gespart haben? Wenn man ein totes Pferd reitet sollte man absteigen…

      5. Ja, Herr Napf, wenn sich Ahnungslosigkeit, Hang zur Schwurbelei und Lust am Trollen treffen, dann kommt so etwas wie bei Ihnen heraus. Versuchen Sie es doch mal mit Denken, statt immer nur denselben alten, tausendfach widerlegten Filterblasenquatsch abzuspulen.

      6. @Herr Napf, die von Ihnen genannten Anpassungsmaßnahmen sind in meinen Augen Klimaschutzmaßnahmen.
        Unter Anpassungsmaßnahmen verstehe ich: Schulferien über die Sommermonate, Arbeiten in den frühen Morgen- und späten Abendstunden, kein Sport am Tag, Duschen nicht mehr jeden Tag und dann auch nur ganz kurz, …

    2. Ihr Vergleich mit der mittelalterlichen Warmzeit hinkt: https://de.wikipedia.org/wiki/Mittelalterliche_Klimaanomalie#Kontroverse_um_den_Vergleich_mit_der_gegenw%C3%A4rtigen_Erw%C3%A4rmung
      Und dass Ihnen bisher niemand die Ursache dafür erklärt hat, ist nun wirklich absolut irrelevant. Fragen Sie einfach die richtigen Leute, dann bekommen Sie eine Antwort.

      Dass es auch früher heiße und trockene Sommer gab, ist unbestritten. Das waren allerdings markante Ausnahmen. Die meteorologischen Aufzeichnungen zeigen, dass die Jahre 2011 bis 2025 die 16 heißesten seit Menschengedenken waren (und 2026 scheint das forzusetzen). Ausnahmen werden zur Regel – das ist es, was heutige Dürren von früheren unterscheidet. Wenn Sie mehr dazu wissen wollen, erfahren Sie es u.a. hier: https://www.agrarheute.com/land-leben/duerre-deutschland-frueher-gab-schon-heisse-sommer-heute-anders-642172

      Dass die derzeitigen Klimaveränderungen auf menschlichen Einfluss zurückgehen, ist wissenschaftlicher Konsens. Ich weiß nicht, aus welcher Quelle Sie valideres Wissen zu beziehen glauben, als es Klimatologie und Meteorologie bereitstellen können, aber Sie stellen sich mit Ihrer Behauptung gegen die gesamte einschlägige Forschung.

      1. Zitat
        “Ich weiß nicht, aus welcher Quelle Sie valideres Wissen zu beziehen glauben, als es Klimatologie und Meteorologie bereitstellen können, ”

        Geheimes Wissen der blauen Partei. Weil es halt geheim ist, darf und kann er leider nix konkretes dazu sagen.
        Wenn die Oberchefs der Partei das so sagen, dann ist es so……..
        Das hat man hinzunehmen und fertig

    3. Ich lese solche Kommentare, die vor Unwissen nur so strotzen, nicht mehr.

      Aber beim überfliegen hatte ich direkt eine Reihe beim Klima-Bullshit-Bingo voll.

    4. Sehr geerter Herr Napf, ich befürchte Sie meinen das wirklich ernst, was Sie hier von sich geben. Wenn man es zweimal liest kommt einem darüber hinaus der Gedanke, dass Sie entweder auswendig lernen, was ein gelernter Malermeister und Vorsitzender einer selbsternannten Alternative, die keinen einzigen wirklichen Lösungsvorschlag für die drängenden Fragen unserer Zeit parat hat, von sich gibt. Oder sind Sie vielleicht doch der Büchsenspanner für dessen Sommerinterview gewesen? Man hat jedenfalls ein latentes Déjà vu.

      Na, ist ja auch egal. Die vorgebrachten Thesen und Argumente werden dadurch weder richtig noch sinnvoll.

      1. Ich brauche keinen Malermeister wie sie mir unterstellen wollen, aber wenn man ihren Namen liest weiß man schon dass sie gerne Leute in die rechte Ecke stellen und mit anderen Meinungen ein Problem haben. War bei Corona ähnlich und im Nachhinein hatten viele Recht, die als Coronaleugner, Schwurbler oder Blinddarm bezeichnet wurden. Auch wenn die Wissenschaft zu 98% anderer Meinung ist, sollte man zuerst danach fragen wer die Gutachten bezahlt hat. Die Wissenschaft war sich um 1900 auch einig darin, dass Frauen minderbegabt sind und dass im 3. Reich die Rassenkunde absolut richtig ist. Für Geld kriegen sie von denen alles was sie sich wünschen.
        Die Wissenschaft war sich auch einig, dass die Coronaimpfung absolut nebenwirkungsfrei ist. Dämmert da was?

      2. Eine Verschwörungstheorie nach der anderen abgehakt – alle Achtung!

        „im Nachhinein hatten viele Recht, die als Coronaleugner, Schwurbler oder Blinddarm bezeichnet wurden“ – Falschbehauptung.

        „sollte man zuerst danach fragen wer die Gutachten bezahlt hat“ – Immunisierungsstrategie gegen Fakten.

        „Die Wissenschaft war sich auch einig, dass die Coronaimpfung absolut nebenwirkungsfrei ist.“ – Falschbehauptung.

      3. “Die Wissenschaft war sich um 1900 auch einig darin, dass Frauen minderbegabt sind”
        Da war ja damals, und sogar noch lange danach, auch was dran!
        Früher ist Frauen schließlich der Zugang zu Bildung, mit wenigen Ausnahmen, verwehrt worden. Die wurden sozusagen (scheinbar) Dumm gehalten.
        Lange wurde von Frauen erwartet, dass sie, wenn sie keine Prügel bekommen wollten, die häuslichen Schwerstarbeiten wie Wasser usw. schleppen, Wäsche waschen, schrubben, putzen, (ein)kochen usw. erledigen, sich von ihren Männern nach belieben “gebrauchen” lassen müssen und zwischendrinn am laufenden Band Kinder zu kriegen haben.
        Dazu passt, dass Ihre, insbesondere von “Zoten” reißenden Männern dominierte Lieblingspartei, die Schulpflicht (insb. für Mädchen?) und vieles mehr abschaffen will.

      4. Sehr geehrter Herr Napf, der Nickname ist mit bedacht gewählt und Zeichen meiner Haltung, dass ich für eine demokratische, offene und vielfältige Gesellschaft stehe. Das bedeutet aber NICHT, dass ich irgendjemanden in eine rechte Ecke stelle, der/die nicht meiner Ansicht ist oder meine Wertvorstellungen teilt. Mir missfallen aber Ihre indirekte Unterstellungen, dass ich Andersenkende mit den von Ihnen gewählten Pseudonymen überziehen würde. Unterlassen Sie das einfach!

        Äußern Sie Ihre Meinung im Forum. Dafür ist es da. Solange Sie niemanden beleidigen oder diskreditieren, wird die Redaktion das auch so “abdrucken”.

        Seien Sie sich aber eines gewiss. Wenn falsche Behauptungen, Halbwissen ohne Fakten oder Unsinn hier geschrieben wird, dann nehme ich mir raus darauf zu antworten. In welche Ecke Sie sich selbst dadurch stellen, obliegt ganz alleine Ihnen. Dafür braucht es niemanden sonst.

  3. Die Landwirtschaft ist also dem „Wetter“, das sie selber mit verursacht ausgeliefert.
    Ernsthaft: Die CO2-Emissionen der Produktion tierischer Lebensmittel ist einer der größten Treiber der Klimakrise. Wir werden nicht umhin kommen uns mit pflanzenbasierter Ernährung auseinanderzusetzen, etwas das übrigens jeder Einzelne unabhängig von politischen Entscheidungen beitragen kann.
    Es wäre klug, damit endlich anzufangen anstatt die Augen zu verschließen und sich Umweltbedingungen herbeizuwünschen, die wir schlicht nicht mehr haben.

    1. Ich möchte noch eines ergänzen: ich kenne Herrn Fröhlingsdorf nicht und möchte keinesfalls seine individuelle Notlage kleinreden oder den Anschein erwecken, er habe sie persönlich zu verantworten. Mir ging es um den Gesamtzusammenhang. Aufgabe der Politik wäre es nun, nicht Schuldige zu suchen oder Parteibücher vorzuschieben, sondern Lösungen zu finden und Landwirte, die gewillt sind, an der Transformation mitzuwirken, zu unterstützen.

  4. Des einen Leid ist des anderen Freud.

    Wer jetzt noch den Klimawandel leugnet hat den Schuss noch nicht gehört.
    Freunde von uns, die nach Norwegen ausgewandert sind, ( Hat irgenwie auch mit AFD zu tun ;-( ) bauen dort inzwischen erfolgreich Erdbeeren und Gemüse an.

    Zuerst wurden sie von den Einheimischen mit heftigem Schopf kütteln betrachtet. Inzwischen durchaus sehr ernst genommen.
    Es gibt wohl erstmalig den Tauschhandel frische Erdbeeren vom eigenen Feld gegen Elchfleisch vom Jäger.
    Das löst aber nicht das Problem.

    Durch langfristige Wetterlagen kann es durchaus nächstes Jahr wieder zu wochenlangen Regenfällen und Überschwemmungen kommen.
    Ich möchte nicht in der Haut der Bauern stecken.
    War es dieses Jahr die Dürre,so kann es im nächsten Jahr die Sintflut sein, die die Ernte wortwörtlich verhagelt.

    Uns soll es egal sein, solange das Obst und Gemüse weiter aus dem Supermarkt kommt besteht ja kein Handlungsbedarf.
    Oder habe ich da jetzt einen Denkfehler……..?

  5. Liebe Landwirte: Gegen die Streichung der Dieselsubventionen zu demonstrieren, war eine Möglichkeit. Es scheint da aber etwas zu geben, dass eure Existenz noch mehr bedroht. Wo bleiben jetzt Eure Demos? Wie lange haltet ihr die Ernteausfälle noch durch? Es gibt ja keine Prognose, die die Sommer wieder kühler werden lässt.

    1. Hallo Max Heinrich, gegen was sollen die Landwirte demonstrieren? Gegen Hitze und Sommer? Viele der Landwirte sind überzeugte “CDUler”, andere sind überzeugte “Grüne”. Die CDU ist nicht gerade dafür bekannt etwas für den Klimaschutz zu tun. Die Grünen dagegen bekämpfen so manches Vorhaben für den Klimaschutz. Insofern müssten die Landwirte erstmal eine Gemeinsamkeit finden, gegen was die Demonstration sich richtet.
      Und letztendlich sind Landwirte auch nur “Unternehmer”, die mit den Widrigkeiten von Wind und Wetter umgehen müssen. So wie viele andere Unternehmer (Baubranche) auch.

      1. Nun, sie könnten sich klarmachen, dass die Klimakrise kein „Wetter“ ist, und unabhängig vom Parteibuch zuschlägt. Und das die Grünen den Klimaschutz neuerdings bekämpfen, ist mir neu. Bitte belegen Sie das doch einmal. Zuletzt wurde den Grünen doch noch von Frau Bosbach vorgeworfen, dass zuviel Klimaschutz der Wirtschaft schade. Jetzt erleben wir, wie sehr die Klimakrise der Wirtschaft schadet. Es ist also genau umgekehrt. In einem Punkt haben Sie allerdings recht: Die CDU tut wenig dagegen. Und die Temperaturen werden weiter steigen. Das hört ja nicht einfach wieder auf.

      2. Anno Nüm
        Investoren-“Wildwuchs” bei Windkraftanlagen will man ja auch nicht haben.
        Die müssen ja auch entlang geplanter Stromtrassen aufgebaut werden und nicht dort, wo man zufällig ein Stück Land hat.

        Der “Netzausbau” zu den Investoren-Windrädern, für den wir alle Zahlen, der kostet ja schließlich auch viel Geld.

        Ob die “Verhinderung” in diesem Falle richtig oder falsch ist/war, wissen Sie das?