Das Bergische Museum in Bensberg. Foto: Thomas Merkenich

Der Ausschuss für Bildung, Kultur und Sport hat sich ausführlich über die Arbeit kultureller Institutionen wie die Musikschule und das THEAS-Theater informiert. Das Bergische Museum präsentierte ein umfangreiches Konzept für die Sanierung und Modernisierung. Weitere Themen waren der Umgang mit der Wiederbesetzungssperre, der neue Sportplatz am Stadion und die neue Halle in Gronau.

Wir fassen die wichtigsten Debatten und Entscheidungen in einem Ad-hoc-Protokoll zusammen.

Das Bergische Museum soll für 5,46 Millionen Euro gründlich saniert, erweitert und modernisiert werden. Der Ausschuss für Bildung, Kultur und Sport (ABKS) beschloss nach einer umfangreichen Präsentation einstimmig, in die nächste Planungsphase einzusteigen. Die Finanzierung soll v.a. über Förderungen laufen, der Anteil der Stadt ist auf 2,75 Millionen Euro gedeckelt.

Für die Konzeption standen bislang 231.000 Euro zur Verfügung, ebenfalls stark gefördert, die Stadt musste nur einen Eigenanteil von 16.500 Euro übernehmen. Daher zeigten sich alle Fraktionen im Ausschuss zuversichtlich, dass auch die Gesamtfinanzierung ohne übermäßige Belastung des städtischen Haushalts gelingt. Zur Sicherheit ist in den Beschluss eine doppelte Kostenbremse eingebaut.

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Es sollen nicht nur die alten Gebäude des Museums gründlich saniert werden, es sollen auch zusätzliche Bauten hinzukommen; der Eingangsbereich soll ein kleines öffentliches Café erhalten. Zudem soll die gesamte Ausstellung inhaltlich und pädagogisch modernisiert werden. Damit, so die Gutachter, könnten die Besucherzahlen von derzeit 10.000 pro Jahr auf bis zu 17.500 (und damit auch die Einnahmen) erhöht werden.

Die Wiederbesetzungsperre der Stadt sei eine Gestaltungssache, die Verwaltung werde versuchen, damit „zu hantieren und jonglieren“, um wichtige Stellen nicht lange unbesetzt zu lassen, sagte der Beigeordnete Stephan Dekker. Das gelte z.B. für einzelne Lehrkräfte der Musikschule. Elternschaft und Förderverein hatten gewarnt, dass die Sparmaßnahmen beim Personal fatale Folgen für die Orchester haben könnten.

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Eine Sorge, die Musik-Schulleiter:innen Agnes Pohl Gratkowski und Andres Hempel im Ausschuss bestätigten. Um so etwas zu vermeiden, werde die Verwaltung versuchen, die Fristen bis zur Wiederbesetzung „bei Stellen, die uns wichtig sind“, zu verkürzen, sagte Dekker zu.

Das THEAS Theater und Theaterschule kämpft mit rückläufigen Einnahmen bei Förderungen, Spenden und Sponsoring, berichtete der Förderverein-Vorsitzende Christoph Overbeck. Unter der Leitung der neuen Intendantin Kornelia Eng-Huniar sind dennoch viele neue Projekte geplant. Nach der Premiere einer Aufführung mit Audiodeskription soll es u.a. einen Zauber-Slam, und eine Poetry Open Stage geben. Zudem will das THEAS an anderen Orten auftreten, zum Beispiel in Seniorenheimen.

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Nachrichten für die Sportwelt

Die neue Dreifachsporthalle auf dem Tankstellengelände in Gronau soll eine Tribüne erhalten, beschloss der ABKS einstimmig. Diese Halle soll als Ausweichquartier dienen, wenn die großen Sporthallen der Stadt wie die an der Steinbreche saniert werden müssen. Für die zum Teil in hohen Ligen spielenden Vereinen sei eine solche Halle mit einer Tribüne für 300 bis 600 Zuschauer:innen absolut notwendig, erklärte Dettlef Rockenberg, Vorsitzender des Stadtsportbunds.

Die Probleme mit dem Dach Eissporthalle der Eishalle sind provisorisch behoben worden; dafür wurden die Leimbinder abgestützt. Die Halle könne sofort wieder geöffnet und genutzt werden, sobald von der Bauordnung die Genehmigung erteilt wurde. Der Verein hoffteauf Mitte Oktober, teilte die Stadtverwaltung mit. Damit stünde sie auch für den Schulsport nach den Ferien zur Verfügung.

Klar sei aber auch, dass die Halle mittelfristig gründlich saniert werden müsse. Dafür bemühe sich der Eissportverein bereits um Fördermittel, sagte Dekker. Dazu arbeite die Stadt mit dem Verein zusammen.

Der Bau des neuen Sportplatzes an der Paffrather Straße wird von der städtischen Infrastruktur- und Projektgesellschaft vorangetrieben. Die Erkundungen und Planungen beginnen, der Baubeginn sei jetzt für 2028 geplant, berichtete die Stadtverwaltung.

Hinweis der Redaktion: In einer ersten Fassung des Beitrags waren die Angaben zur Instandsetzung und Wiedereröffnung der Eishalle nicht ganz zutreffend, wir haben den Absatz korrigiert.

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Journalist, Volkswirt und Gründer des Bürgerportals. Mail: gwatzlawek@in-gl.de.

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  1. Weiß die Stadt, wie stark das Bergische Museum in der Bevölkerung verankert ist, weiß man, ob es als Anziehungspunkt gelten kann, ist die Höhe der “Sanierung” gerechtfertigt anlässlich vieler Löcher in der Stadtkasse und vieler maroder Straßen? Ich meine nicht, denn es ist unser Geld, das da ausgegeben wird!

    1. Die Ertüchtigung der Halle auf dem Zanders-Gelände durch die Stadt für die wenigen Karnevalsveranstaltungen ist für sie natürlich vollkommen okay. Ich meine nicht, den es ist unser Geld, das dort ausgegeben wird. Und verankert ist der Karneval bei mir auch nicht.