Nach acht Monaten Bauzeit ist die Sanierung und Neugestaltung des Deutschen Platzes / Hindenburgplatz in Bensberg abgeschlossen und für die Öffentlichkeit zugänglich. Am Freitag lädt die Stadt zur feierlichen Eröffnung ein. Bei einer Bürgerbaum-Aktion werden 50 Bäume verschenkt. Unser Fotograf war vorab vor Ort.
Wir veröffentlichen eine Mitteilung der Stadt Bergisch Gladbach.
Fotos: Thomas Merkenich
Bereits seit dem 5. Oktober ist die Grünanlage rund um den Deutschen Platz und den Hindenburgplatz wieder für die Öffentlichkeit zugänglich. Am Freitag, 16. Oktober 2026, um 14 Uhr wird sie gemeinsam mit Bürgermeister Marcel Kreutz offiziell eröffnet.
Alle Bürgerinnen und Bürger sind herzlich eingeladen, die neugestaltete Parkanlage kennenzulernen und die Eröffnung mitzufeiern. Besonders angesprochen sind hier auch Familien und Kinder, die in der neuen Parkanlage ein neues und inklusiv gestaltetes Spielangebot finden.
Diese drei Bilder stammen aus der Umbauphase, Anfang September. Fotos: Thomas Merkenich
Bürgerbaum-Aktion im Anschluss an die Eröffnung
Im Anschluss an die Eröffnung startet um 14.30 Uhr erneut die Bürgerbaum-Aktion. Wie bereits in den Jahren 2022 und 2024 verschenkt StadtGrün 50 Bürgerbäume, finanziert aus Mitteln der Baumschutzsatzung. Die Bäume können an Eigentümerinnen und Eigentümer von Grundstücken in Bergisch Gladbach ausgegeben werden und sollen im Geltungsbereich der Baumschutzsatzung gepflanzt werden.
Die Ausgabe erfolgt, solange der Vorrat reicht. Das Ende der Veranstaltung ist gegen 15.30 Uhr vorgesehen. Mitarbeitende der Abteilung StadtGrün stehen während der Veranstaltung für Fragen rund um die neugestaltete Anlage zur Verfügung.
Neugestaltung stärkt Aufenthaltsqualität
Die Umgestaltung des Deutschen Platzes erfolgte im Rahmen des Integrierten Handlungskonzeptes (InHK) Bensberg. Unter dem Leitgedanken „Wechselvolle Geschichte trifft auf Gegenwart“ wurde die bestehende Struktur der Parkanlage behutsam weiterentwickelt.
Ziel war es, den zentral gelegenen Grünraum aufzuwerten, seine Aufenthaltsqualität zu erhöhen und ihn als lebendigen Ort in der Bensberger Innenstadt zu stärken.
Ein Schwerpunkt der Neugestaltung liegt auf der Platzfläche am Ehrenmal. Sie soll künftig als Stadtplatz und zentraler Treffpunkt dienen.
Auch der Spielplatz wurde großzügig ausgebaut. Die aufeinander abgestimmten Spielgeräte fügen sich in das vorhandene Gelände ein und ermöglichen teils auch barrierefreie Spielangebote auf mehreren Ebenen.
Die Grundfläche des Deutschen Platzes wurde leicht angepasst und wird nun von zwei geradlinigen Wegeachsen eingefasst. Zugänge zum Platz und zum oberen Teil der Grünanlage wurden klarer und einladender gestaltet.
Helles Betonsteinpflaster, wassergebundene Flächen und ausgewählt stadtklimaverträgliche Baumarten mit lichten Kronen sorgen für eine offenere Raumwirkung bei gleichzeitiger Beschattung der Platzfläche.
Auch die Vegetationsflächen wurden umfassend überarbeitet. Überalterte und stark zugewachsene Bereiche wurden zurückgenommen und mit einer vielfältigen Auswahl an Stauden und Gehölzen neu bepflanzt.
Weniger Bäume sollen Deutschen Platz in der Klimakrise stärken
Nicht in diesem Jahr, aber in 2025 werden auf dem Deutschen Platz in Bensberg 16 Spitzahorne gefällt und durch sieben neue Bäume einer verwandten, alten französischen Sorte ersetzt. Das bestätigt die Stadtverwaltung auf Nachfrage. Damit werde auch ein Beitrag zur Förderung klimaresistenter und standortgerechter Vegetation geleistet.
Ergänzend wurden weitere Bereiche der Anlage saniert und aufgewertet. Dazu gehören unter anderem die Instandsetzung der Allee und neue Landschaftsliegen auf der östlichen Rasenfläche.
Die Stadt Bergisch Gladbach freut sich auf zahlreiche Besucherinnen und Besucher und lädt alle Interessierten herzlich ein, den neugestalteten Deutschen Platz und die Parkanlage vor Ort zu entdecken.














Sehr gut investiertes Geld, das war vorher so ein düsteres “Loch”, in dem man depressiv werden konnte.
Jetzt kommt wenigstens Licht in die Anlage (und auf das Denkmal).
Leider kann man ja die Bäume um den Platz nicht gleich grösser zaubern, da wird man sich Leider noch ein paar Jahre gedulden müssen, bis die ihre volle Grösse erreicht haben.
Naja, die jüngeren Bergisch Gladbacher werden es uns im Nachhinein vielleicht positiv anrechnen, das man hier für sie mitgedacht hat.
Die Bäume wachsen zwar, aber es wurden nur an Nord- und Westseite welche gepflanzt.
Um die Mittagszeit liegt der Platz also in der prallen Sonne; die großen Stein-/Betonblöcke heizen sich maximal auf. Herr Schulze hat mit seiner Kritik daher (leider) nicht ganz unrecht: Es wird zwar viel über ‘Hitzeschutz’ geredet – aber bei konkreten Projekten spielt das Thema keine Rolle.
(Das ändert nichts daran, dass ich die Neugestaltung unterm Strich sehr positiv finde.)
Hr. Kleinert, dass man (wer ist Herr Schulze?) unter diesen Neuanpflanzungen noch keinen großartigen Schatten findet, glaube ich gerne. Aber der ausgewachsene Spitzahorn erreicht eine Kronenbreite von 10 bis 20 Metern, und da werden Sie dann mit Sicherheit, und gerade um die Mittagszeit, ein schattiges Plätzchen drunter finden können, egal wo Sie den hinpflanzen.
Das braucht halt alles seine Zeit.
Der Spielplatz scheint gut gelungen zu sein. Zumindest war er heute sehr gut besucht und genutzt. Es wäre super, wenn das immer so wäre und bliebe!
Der Deutsche Platz hat sich dagegen aus meiner Sicht grundlegend verschlechtert.
In seinem ganz grundsätzlichen Charakter.
Aus dem ehemals gemütlichen Plätzchen, dessen Bäume z.B. Schutz vor Sonne und auch bei schlechtem Wetter boten und dessen Bänke bequemes Sitzen erlaubten, ist ein steriler Ort geworden, an dem man ganz offensichtlich nicht lange verweilen soll.
„Sonne und freier Himmel (im Sommer = Hitze) und Beton pur“ erscheinen als das wesentliche Gestaltungsprinzip. Alle Bemühungen aus der Bürgerschaft, dies zu verhindern oder abzuschwächen, liefen bei Stadtverwaltung und Rat bekanntlich ins Leere.
Und (Der Geschichtsverein möge mir diesen Gedanken nachsehen): Die Dominanz des mehr oder weniger hässlichen Denkmals macht den Aufenthalt wirklich nicht gerade angenehmer.
Ich finde diese Entwicklung richtig, richtig schade.
Hurra, die Stadt feiert sich selbst..für etliche Millionen die Umgestaltung des Dt.Platzes..wenn es nicht so traurig wäre, vorher ,ein heimliger Platz mit altem Baumbestand..mit einem Denkmal..mit vorsichtigen Renovierungen,die ein Bruchteil gekostet hätten, wäre es auch gut gewesen!!
Diese teilweise sehr monströsen Kletterteile,nicht ungefährlich für Kleinkinder, die allerdings in Bensberg rar sind, wirken nicht einladend! Ausserdem, sieht dieses arme Denkmal jetzt wie ein Fabrikschornstein aus! Hübsch schwarz, fertig für einen Friedhof! Boah..und man feiert sich noch selbst! Diese ewige nervige Baustelle für Anwohner in der Nähe..Lärm,etc.,ach,nicht so wichtig..! Weiter so…
De gustibus non est disputandum.
Platz und Spielplatz wurden bisher nicht angenommen. Das lag sicher auch daran, dass Bäume und Hecken sie gut versteckt haben – fehlende Einsehbarkeit ist gerade bei Spielplätzen ein Problem.
Manche Details hätte man besser machen können (zusätzliche Laternen, weniger Steinblöcke). Grundsätzlich ist die Umgestaltung aber ein großer Gewinn und führt hoffentlich dazu, dass die Bensberger:innen ihren Park mehr wertschätzen und nutzen!
Die bisherigen Bäume waren sehr schlecht gepflanzt. Sie hatten nicht ausreichend Platz für die Wurzeln und wuchsen schon seit Jahrzehnten nicht mehr. Fast 50 Jahre alt, und immer noch winzigklein – Jede:r konnte sehen, dass es diesen Ahörnern nicht gut ging.
Endlich mal ein ansprechender neuer Spielplatz, super gut, mehr davon!!
Die Komissköppe auf der Säule haben weder mit Bensberg noch mit heutigem guten Geschmack zu tun. Es sind Hinweise auf einen Krieg, der zwar nie vergessen werden sollte, aber neben einem Kinderspielplatz nichts zu suchen haben. Den kindern sollte in der Schule vermittelt werden, dass es solchen Krieg nie mehr geben sollte und dass die Kriege, die überall auf der Welt stattfinden, in 1. Linie dem Machtbegehren Einzelner entspringen, wogegen unbedingt zu protestieren ist.
Hätte nicht gedacht, dass wir mal einer Meinung sind. Chapeau!
So kann man es sehen. Man könnte allerdings auch sagen, dass das hässliche Ding an etwas extrem Hässliches erinnert, dass die Form also perfekt zur Funktion passt. Ein Denkmal kann auch „denk mal!“ sagen, indem es Anstoß erregt.
Positiv: Der Spielplatz ist wirklich gelungen und wird hoffentlich gut angenommen. Der Tiger ist süüüüüß!
Negativ: Der Kriegsklotz ist so hässlich und martialisch wie eh und je. Wie wär’s mit einem freundlichen, quietschbunten Anstrich?
In grün-rot-rot? ihr Eindruck kommt eher durch ihre belasteten Gedanken zu diesem Denkmal. Ansonsten hat es keinen negativen Einfluss auf die Umgebung.
Viel bedauerlicher finde ich jedoch, dass auf dem Spielplatz die Beleuchtung vergessen wurde.
Hier hätte man den Eltern in der dunklen Jahreszeit etwas Gutes tun können. Chance wie so oft verpasst.
So müssen wir auf den hässlichen in der Schloßstraße ausweichen.
Auch hier gilt: Ich hatte es schon erwartet: Irgendwer wird was zu meckern finden!
Richtig ist (vermutlich), dass eine Beleuchtung des Spielplatzes sinnvoll gewesen wäre. Jedoch stelle ich mir die Frage, was Kinder (und ihre Eltern) bei Dunkelheit auf einem Spielplatz zu suchen haben. “wie so oft verpasst” ist eine unnötige Bemerkung!
Ob der Spielplatz in der Schlossstraße “häßlich” ist oder nicht, empfindet wohl jeder anders. Auch dieser Zusatz ist überflüssig gewesen!
Kritik ist also nicht mehr erwünscht? Wie sollen dann Verbesserungen bei zukünftigen Projekten kommen?
Zur Beleuchtung:
Sollen wir unsere Kinder im Winter ab 16:00 Uhr zu Hause einschließen?
Es gibt Mütter und Väter, die in der Woche einer geregelten Arbeit nachgehen und danach gerne noch mit den Kindern rausgehen.
Da wäre dort doch ein guter Aufenthaltsort gewesen, wenn es zumindest bis 18 oder 19 Uhr eine Beleuchtung geben würde.
Oh, hab ich etwa einen blau-braunen Schlumpf getriggert?
Das Denkmal ist hässlich, düster und martialisch. Was keineswegs heißt, dass es “weg” soll: Vielmehr sollte es in einen neuen Kontext eingebettet werden. Oder halt quietschbunt angemalt.
Wenn dort eine Laterne fehlt, sollte sie ergänzt werden. Dasselbe gilt für die dunkle Ecke auf der Treppe zur Gladbacher Straße. Und ob ‘hässlich’ oder nicht, Fakt ist, dass der Spielplatz auf der Schloßstraße für Kinder >2 Jahre leider ungeeignet ist.
Ich hatte es schon erwartet: Irgendwer wird was zu meckern finden!
Es wird an die Toten eines sinnlosen Krieges erinnert. Was ist daran nicht richtig? Dass das Denkmal Ihnen nicht gefällt, ist Ihre persönliche Meinung – nach meiner Meinung gehört es zu Bensberg.
Mich erstaunt übrigens, dass Sie in dem Zusammenhang die (m.E. überflüssige) Diskussion zum Namen “Hindenburgplatz” nicht wieder aufgenommen haben.
Hallo Bensberger, ich glaube Sie missverstehen mich – was an der Kürze meines ersten Posts liegen könnte. Ich habe keineswegs etwas gegen die Erinnerung an Kriegstote, im Gegenteil. Aber das Denkmal wirkt (auf mich) wie eine düster-romantische Überhöhung des “Heldentods”. Verklärung und Militarismus statt Trauer; die Realität des brutalen Gemetzels auf den Schlachtfeldern wird ausgeblendet.
Ist das heute noch zeitgemäß? Wollen wir so an die Toten erinnern (deren Familien sicher z.T. noch in Bensberg leben)? In Hamburg wurde dem “Kriegsklotz” am Bahnhof Dammtor nachträglich ein Friedensdenkmal zur Seite gestellt. Ich halte das für den richtigen Weg, um das Gedenken lebendig zu halten und gleichzeitig mit historischem Abstand neu einzuordnen.
Auch der anachronistische ‘Hindenburgplatz’ verdient m.E. eine deutlichere Einordnung. Umbenennen würde ich dabei eher den Deutschen Platz – ohnehin ein selten dämlicher Name, schließlich ist jeder Platz hierzulande ‘deutsch’. Findet sich nicht ein:e positive:r Namenspatron:in dafür?