Die neuen Bäume auf dem Deutschen Platz weisen bereits Hitzeschäden auf. Foto: Thomas Merkenich

In der Schlossstraße und auf dem Deutschen Platz in Bensberg hat die Stadt Bäume gepflanzt, die besser mit dem Klimawandel klarkommen sollen. Doch auch diese klimaresilienten Stadtbäume weisen nach Einschätzung von BUND, RBN und Klimafreunde bereits Hitzeschäden auf. Dazu konfrontieren sie die Stadt mit einer Reihe von Fragen.

Wir veröffentlichen einen gemeinsamen Beitrag des BUND, des (Rheinisch-)Bergischen Geschichtsvereins und der Klimafreunde Rhein-Berg

Am 16. Oktober 2026 wurde der Deutsche Platz feierlich eingeweiht. Die offensichtlich hitzegeschädigten Laubbäume am Deutschen Platz, der Fußgängerzone Bergisch Gladbach und des Zanders-Parkplatzes & der Schlossstraße veranlasst die Naturschutzvereine Bergischer Naturschutzverein (RBN), BUND-Gruppe Rhein-Berg und Klimafreunde Rhein-Berg zur Kritik und zu Fragen an die Stadt und den Fachbereich 8.

Leider ist ein Großteil (7 von 11) der neu gepflanzten klimaresilienten Laubbäume auf dem Deutschen Platz bereits bei der Eröffnung massiv geschädigt, so dass wir die Überlebenswahrscheinlichkeit für sehr gering halten.

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Die alten Laubbäume wurden mit dem Argument gefällt, die neuen seien klimaresilienter. Die neuen Bäume nahmen aber leider im Hitzesommer 2026 starke Schäden. Durch die Hitzeperiode von Ende Juni bis Mitte August sind innerhalb dieser kurzen Zeit die Blätter der Bäume auf dem Deutschen Platz vertrocknet, die Bäume haben wegen der außergewöhnlichen Sommerhitze Notmaßnahmen getroffen.

Dazu kommt, dass die sogenannte Friedenseiche erneut gepflanzt werden musste, da die Vorgängerin nach kurzer Zeit abgestorben ist. Bei der Friedenseiche handelt es sich um den der 12. Baum am Deutschen Platz. Es war eine Stiel- oder Traubeneiche bestellt worden, geliefert wurde jedoch eine amerikanische Roteiche. Es fand also keine Wareneingangskontrolle statt oder es wurde bei der Wareneingangskontrolle diese Eichenart akzeptiert.

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Der rundum erneuerte Deutsche Platz wird feierlich eröffnet

Nach acht Monaten Bauzeit ist die Sanierung und Neugestaltung des Deutschen Platzes / Hindenburgplatz in Bensberg abgeschlossen und für die Öffentlichkeit zugänglich. Am Freitag lädt die Stadt zur feierlichen Eröffnung ein. Bei einer Bürgerbaum-Aktion werden 50 Bäume verschenkt. Unser Fotograf war vorab vor Ort.

Vier der neu gepflanzten Laubbäume am Emilienbrunnen weisen ähnlich starke Schäden auf.

Geschädigt sind die klimaresilienten Laubbäume in der Gladbacher Fußgängerzone, obwohl dort ein spezielles Bewässerungssystem (Humberg) installiert ist. An diesem Ort zeigen einige der Laubbäume starke mehrjährige Stammschäden auf. Im Rahmen der Hochentastung sind die Äste nicht auf Astring geschnitten worden, sondern es wurden unsachgemäß Aststummel stehen gelassen, die der Baum nicht überwallen kann. Zudem hat die Aufastung zu spät stattgefunden, d.h. die Astdurchmesser waren schon zu groß, Wunden bleiben als Eingangsstellen für Schädlinge.

Auch die klimaresilienten Baumhasel am Parkplatz Zanders sind geschädigt.

Die traditionelle Pflege der Linden in der Schlossstraße zu Kopflinden hat bisher noch nicht wieder stattgefunden.

Die Fragen an die Stadtverwaltung

Bäume haben nicht nur einen Verkehrswert, sondern sind vorgesehen u.a. als Lieferant für Schatten, Kühle, Feuchtigkeit und eine insgesamt angenehme Atmosphäre, was von Bestandsbäumen per se erfüllt wird. Eine Stelle mehrmals mit einem Baum zu bestücken, bedeutet einen hohen und unnötigen finanziellen und personellen Aufwand.

Um solche unerfreulichen Ereignisse künftig zu vermeiden, stellen wir folgende Fragen an die Stadtverwaltung:

  • Hat eine regelmäßige Bewässerung der Laubbäume durch die Stadt oder den Gewährleister/Dienstleister in der Hitzeperiode im Sommer stattgefunden?
  • Wie lange gilt die Gewährleistung?
  • Wie findet die Kontrolle des gewährleistenden Unternehmens durch die Stadtverwaltung statt?
  • Wann finden Ersatzpflanzungen statt, bzw. welche vertragliche Vereinbarung wurde getroffen, um die Unternehmen in Regress zu nehmen?
  • Wie möchte die Stadtverwaltung die Konzepte der Schwammstadt und der Hitzeschutzzonen umsetzen, wenn die Laubbäume innerhalb weniger Jahre ersetzt werden müssen, da die Pflege durch die Stadt oder den Gewährleister ein langjähriges Überleben der Laubbäume nicht sichergestellt werden kann?

Die „Klimafreunde Rhein-Berg“, 2019 als Bürgerinitiative ins Leben gerufen, sind seit 2021 ein gemeinnütziger Verein. Gemäß dem Grundsatz „Global denken – lokal handeln“ wollen die Mitglieder vor Ort möglichst viele Menschen für das drängende Thema Klimaschutz sensibilisieren und fürs...

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  1. Warum pflanzt man denn keine Feigen? Brauchen wenig Wasser und liefern, durch ihre großen Blätter, viel Schatten.