Liebe Leserinnen und Leser, liebe Eltern und Großeltern,

zu Beginn einer neuen Jahreszeit muss ich immer erst einmal überlegen, was ich jetzt mit meinem Kind unternehmen kann. Im Sommer ist gefühlt alles möglich. Aber auch der Herbst ist zum Glück voller spannender Spielangebote, vor allem, wenn das Wetter so schön ist wie die letzten Tage.

+ Anzeige +

Im Moment ist vor allem mein Mann für die Nachmittage zuständig. Er geht dann gerne mit unserem Sohn Äpfel pflücken, Haselnüsse oder Walnüsse sammeln. Wenn man einmal genau hinschaut, gibt es in unserer Stadt etliche Bäume auf öffentlichem Grund, die ihre Früchte zum Teil einfach auf die Straße werfen. Einige davon findet man übrigens auf mundraub.org.

So frische Nüsse und Früchte schmecken einfach fantastisch. Wenn man verantwortungsvoll erntet, also nur mitnimmt, was man für den Eigenbedarf wirklich braucht, ist das besser fürs Klima als in Plastik verpackte Walnusskerne aus Kalifornien zu kaufen. Und Geld spart man auch.

Genau das ist der Schwerpunkt dieser zweiten Ausgabe von GL FamilieNachhaltig sparen. Wie das beim Thema Essen geht, hat mir die Ernährungsexpertin Barbara Steinrück erklärt, mit sehr vielen konkreten Tipps. 

Auch beim Hausputz ist es möglich, Geld zu sparen und gleichzeitig etwas für die Umwelt zu tun. Wie, das erklärt die Inhaberin des Unverpackt-Ladens Büggel in einem spannenden Gastbeitrag. Zu guter Letzt habe ich ein paar Energiespartipps gesammelt, die besonders für Familien interessant sind.

Weiter unten findet ihr einen Tipp für eine herbstliche Unternehmung an diesem Wochenende. Was macht ihr sonst so mit euren Kindern im Herbst? Schreibt mir gerne. Ich wette, ich bin nicht die einzige, die sich über Inspiration freuen würde.

Viel Spaß beim Lesen und Sparen – und bis in zwei Wochen! 

Schwerpunkt: Nachhaltig sparen

Gesund essen – mit wenig Geld

Wie kann ich mich und meine Familie in Zeiten steigender Lebensmittelpreise gesund und nachhaltig ernähren, ohne viel Geld auszugeben? Darüber habe ich mit der Expertin Barbara Steinrück vom Ernährungsrat Bergisches Land gesprochen – und eine Rundum-Anleitung mit mehr als einem Dutzend praktischer Tipps erhalten.

Nachhaltig putzen – und dabei sparen

Muss man wirklich für jeden Fleck und für jeden Bereich ein spezielles Reinigungsmittel kaufen? Zu dieser Vermutung kommt man leicht, wenn man sich die riesige Auswahl im Super- oder Drogeriemarkt anschaut. Dabei braucht man eigentlich nur fünf einfache Hausmittel, schreibt Stefanie Marx-Bleikertz vom Unverpackt-Laden Büggel. Daraus kann man vom Allzweckreiniger bis zum Fleckenentferner (fast) alles selbst machen. Das spart Geld, Platz – und schont die Umwelt.

Energiespartipps für Familien

Die unzähligen Tipps, die man überall liest, gelten für alle. Ein paar Bereiche aber betreffen besonders Familien:

Mit Kindern fällt mehr Wäsche an. Das lässt sich nicht vermeiden. Beim Waschverhalten kann man aber reichlich Energie und Geld sparen. Das 60-Grad-Programm ist meistens gar nicht notwendig – eigentlich nur dann, wenn jemand krank war. Das Umweltbundesamt empfiehlt, Buntwäsche bei 20 oder höchstens 30 Grad und Weißwäsche bei maximal 40 Grad zu waschen. Der 40-Grad-Waschgang spart im Vergleich zu 60 Grad rund 45 Prozent Strom! Eco-Programme schonen zusätzlich Umwelt und Geldbeutel. Dass man die Wäsche am besten nicht in den Trockner schmeißt, sondern an der Luft trocknen lässt, ist ja längst kein Geheimnis mehr. Weitere Tipps findet ihr hier.

Kinder von klein auf ins Thema Sparen einzubeziehen ist nicht nur sinnvoll, sondern kann auch rSpaß machen. Ich habe meinem zweijährigen Sohn beigebracht, das Wasser beim Händeeinseifen abzustellen und das Licht auszumachen, wenn er einen Raum verlässt. Er fand das anfangs nervig, wollte lieber mit dem Wasser spielen, und es war auch viel lustiger, wenn das Licht anging anstatt aus. Mittlerweile rennt er mir hinterher, wenn ich mal selbst vergesse, den Lichtschalter zu drücken, und mahnt „Licht ausmachen!“ Für größere Kinder gibt es hier eine tolle 7-Tage-Energiespar-Challenge.

Für Babys benutzen Eltern viele Geräte: Babyphone, Wärmelampe, Flaschenwärmer, Desinfiziergerät … Hier kann man hinterfragen, was wirklich nötig ist. Flaschen, Schnuller et cetera kann man auch im Topf auskochen (Wasser im Wasserkocher vorheizen). Ein Babyphone muss auch nicht immer sein. Bei uns ist es vor ein paar Monaten kaputt gegangen. Ich war erst ganz nervös, habe dann aber gemerkt, dass das kein Verlust war: Wir starren nicht mehr den ganzen Abend auf den Bildschirm und laufen bei jeder Bewegung und jedem Ton rüber. Wenn mein Sohn uns wirklich braucht, hören wir ihn. Die anderen Male konnte er lernen, sich selbst wieder zu beruhigen. Das ist übrigens eines der Themen, über die Kindertherapeutin Kristina Menninghaus in der Familienrats-Kolumne weiter unten schreibt – lest doch mal rein.

Habt Ihr weitere Spartipps? Dann schreibt bitte!


Mehr Berichte für Eltern

Falls ihr es verpasst habt: Im ersten Newsletter haben wir uns intensiv mit dem Thema „Abenteuer Kita“ befasst, mit praktischen Tipps für die Suche nach einem Kita-Platz und Berichten aus der Praxis.

Welche Themen liegen euch am Herzen? Worüber würdet ihr hier gerne etwas lesen? Schreibt uns an redaktion@in-gl.de


Familienrat: Wie Kinder in den Schlaf finden

„Mein Kleinkind findet abends nicht in den Schlaf. Woran liegt das, und wie kann ich helfen?“ Eine Frage, die sich vielen Eltern stellt. Die Therapeutin Kristina Menninghaus kennt einige Stellschrauben, an denen Eltern drehen können. Von der Ermittlung des Schlafbedarfs – denn schon kleine Kinder benötigen ganz unterschiedlich viel Schlaf – bis hin zur Selbstreflektion: Nehme ich meinem Kind vielleicht unbewusst die Chance, sich selbst zu beruhigen? Am Ende steht eine beruhigende Erkenntnis …

Die Kolumne von Kristina Menninghaus findet ihr hier. Sie beantwortet im Wechsel mit anderen Expert:innen aus der Praxis eure Fragen rund ums Familienleben. Was möchtet ihr wissen? Schreibt der redaktion@in-gl.de.


Gute Nachricht vom Spielplatz

Der Spielplatz in der Straße Am Vorend in Schildgen war mehr als zwei Monate gesperrt: Die Stadt hatte den Kies als Fallschutz erneuern und einige der Geräte reparieren müssen, war dann aber in Verzug geraten.

Wir haben nachgefragt, wie lange das noch dauern soll – und bekamen eine gute Nachricht: in dieser Woche wird dort gearbeitet, ab Montag soll der Spielplatz wieder in vollem Umfang zur Verfügung stehen. Übrigens: in Bergisch Gladbach gibt es 145 öffentliche Spielplätze.


Leser:innen empfehlen: Lieblingsrezepte

Christina, 35, Mutter von zwei Kleinkindern, hat einen guten Tipp zur Resteverwertung: „Wenn ich nicht weiß, was ich kochen soll, gucke ich immer, was wir an Gemüse da haben und mache kleine Pfannkuchen daraus: Gemüse zerkleinern, nach Gefühl mit Mehl, Milch, Ei und ein paar Kräutern mischen, und ab in die Pfanne. Da können die Kinder auch toll bei helfen.“

Antonia, 34, Mutter einer anderthalbjährigen Tochter, liebt gerade Ofenkürbis mit Feta und Walnüssen. Kürbis hat aktuell Hochsaison und ist daher günstig und klimafreundlich. Walnüsse kann man im Moment sogar selbst sammeln. Hier ist das Rezept her (und da gibt es auch viele weitere gesunde, schnelle Mahlzeiten für die ganze Familie):

Und noch eine Webseite mit einfachen Rezepten, einem Koch-Wochenplan und weiteren Alltags-Hilfen: www.familienkost.de


Eine Ausflugsempfehlung für den Herbst

Im LVR-Freilichtmuseum Lindlar findet am Sonntag von 10 bis 18 Uhr das „Äapelsfess“ (Kartoffelfest) statt. Dort gibt es nicht nur Leckeres aus Kartoffeln, wie Reibkuchen und Pommes, sondern auch viele Mitmachaktionen für Kinder: zum Beispiel „Kreatives aus Kartoffelkleister“ und „Kartoffelkönig und -königin basteln“. An der Kartoffelernte per Hand kann die ganze Familie teilnehmen – und sich nachher am Kartoffelfeuer wärmen. Der Eintritt ist für Kinder kostenlos, Erwachsene zahlen 9 Euro.


Fug & Janina: Besuch vom Jugendamt

Ein paar Wochen nach der Geburt ihres Sohnes bekamen Fug und Janina einen Brief. Vom Jugendamt. Ihr ersten Gedanken waren: „Haben wir etwas falsch gemacht? Werden wir jetzt kontrolliert?“ Schnell fanden sie heraus, dass der Besuchsdienst des Jugendamtes Teil der Hilfsangebote „Frühe Hilfen“ ist und jeder frisch gebackenen Familie angeboten wird.

Unsicher waren die beiden dennoch, berichten sie: „Wir haben an dem Tag etwas gründlicher aufgeräumt, geputzt und das Kind hübsch angezogen. Werden wir jetzt bewertet? Kontrolliert? Wird die Dame das Kind beäugen und in die Ecken gucken?“

Wie der Besuch dann verlaufen ist, das berichten Fug und Janina in der neuen Folge ihrer Kolumne „Bergisch Unfug“.


Alle Termine für Familien

13.10. 16:00 Peppa Pig, Puppentheater, Bergischer Löwe 
14.10. 14:30 Plum sucht einen Freund, Gemeindesaal St. Joseph Heidkamp 
14.10. 16:00 Pflege kann uns alle treffen, Info Pflegekassen, Lerntreff Refrath
15.10. 10:00 Beckenboden und Yoga, Seminar, EVK
16.10. 11:00 Trödelmarkt auf dem Obi-Parkplatz
16.10. 17:00 Irish Folk mit Fragile Matt , St. Johannes der Täufer 
18.10. 18:30 Klartext!, Gesprächsreihe, Hermann-Löns-Forum 
18.10. 19:00 Säuglingspflege, Seminar, EVK Elternschule
19.10. 19:30 Nachhaltigkeit mit Baby und Kleinstkind, Büggel 
20.10. 17:00 Konzert des Jugendblasorchester, Bergischer Löwe
20.10. 19:00 Hast du Töne, Selbsthilfegruppe Tinnitus
20.10. 20:15 La Bohème, Royal Opera House, Cineplex 
22.10. 10:00 Erfahrungstag für Frauen, Beratungsstelle für Lebensfragen 
22.10. 14:00 Workshop Buchbinden, japanische Bindung, Villa Zanders 
22.10. 17:00 Expedition ins All, Jugendblasorchester, Bergischer Löwe

Fehlt noch etwas? Vorschläge bitte an termine@in-gl.de. Alle Veranstaltungstermine in GL (für Erwachsene) gibt es hier.


Das war’s für diese Woche. Wenn ihr auch die nächste Ausgabe bekommen wollt, meldet euch hier an!

Wenn ihr Lob, Kritik oder Hinweis habt, schreibt gerne der redaktion@in-gl.de.

Wenn ihr unsere Arbeit mit einem Beitrag unterstützen wollt, dann schaut euch bitte unseren Freundeskreis und seine Angebote an.

Danke, dass ihr GL Familie lest. Eure Laura Geyer und das Team des Bürgerportals


Wissen, was läuft: Ihr könnt euch das Wichtigste in Bergisch Gladbach jeden Tag frei Haus schicken lassen, als Newsletter: morgens um kurz nach 7 kommt „Der Tag in GL“ mit dem kompakten lokalen Überblick, am Donnerstag um 17 Uhr „GL MAX“ mit den Empfehlungen für das Wochenende. Hier findet ihr alle Newsletter in der Übersicht.

Laura Geyer

ist freie Reporterin des Bürgerportals. Geboren 1984, aufgewachsen in Odenthal und Schildgen. Studium in Tübingen, Volontariat in Heidelberg. Nach einem Jahr als freie Korrespondentin in Rio de Janeiro glücklich zurück in Schildgen.