Ein Abstecher in die Bergische Stube im Kardinal Schulte Haus lohnt sich doppelt: für knusprigen Flammkuchen – und für den weiten Blick über Bensberg. Selbst wer kein großer Fan der Elsässer Spezialität ist, kommt auf seine Kosten. Die Mischung aus rustikalem Hüttenflair, Tagungsgästen aus aller Welt und der besonderen Lage macht den Besuch zu einem kleinen Ausflug.
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Honorarkürzung trifft Psycho-Therapeuten und Patienten
Die Wartelisten für einen Psychotherapie-Platz sind lang, viele Patient:innen müssen sich monatelang gedulden, bevor sie mit einer Behandlung beginnen können. Nun kürzen die gesetzlichen Krankenkassen die Honorare. Dadurch steigt für Therapeut:innen der Anreiz, mehr privat Versicherte zu behandeln – um weiterhin wirtschaftlich arbeiten zu können.
Die RheinBerg Passage wird wieder ein Einkaufszentrum
Seit fast fünf Jahren steht die RheinBerg Passage am S-Bahnhof leer, nun brennt wieder Licht im Erdgeschoss des riesigen Kastens: Die neuen Eigentümer arbeiten an der Vermietung der Flächen und können bereits benennen, welche Art von Geschäften einziehen sollen. Bis zur Wiedereröffnung wird es aber noch dauern – denn zunächst stehen einige Umbauten an.
„Social Media hat mich davon abgehalten, Freunde zu treffen“
Drei Wochen lang haben Schüler:innen des OHG und des NCG in Bergisch Gladbach an einem wissenschaftlichen Experiment teilgenommen und dafür auf ihr Smartphone verzichtet. Die meisten haben durchgehalten. Und auch wenn es einige Herausforderungen gab, überwiegen die positiven Erfahrungen.
14-Jähriger schreibt Buch: „Wozu noch Schule, wenn es KI gibt?“
Nik aus Bergisch Gladbach wurde zur Strafe für drei Tage vom Unterricht ausgeschlossen. Diese Zeit hat der Schüler genutzt, um ein Buch zu schreiben – mithilfe von Künstlicher Intelligenz. Seine Forderungen nach einem Schul-Update und klare Regeln im Umgang mit KI stoßen auch an seiner Schule auf reges Interesse.
Stadtrat, lang und relevant: Das Q1, der Haushalt und die Sache mit der AfD
Mehr als sechs Stunden hat der Stadtrat getagt. Der Vorschlag der Verwaltung zur Abwicklung des Jugendzentrums Q1 war rasch bestätigt. Lange wurde über de Haushalts 2026 geredet und entschieden. Bei der Reduzierung der Grundsteuer-Erhöhung stimmten CDU, SPD und Grüne noch gemeinsam, dann brach der Graben auf: Schritt für Schritt setzte sich die CDU mit ihren Sparvorschlägen durch, gegen Appelle der Stadtverwaltung und mit den Stimmen von AfD und Bürgerpartei.
Gespräche von CDU mit SPD und Grünen über Haushalt geplatzt
Die Gespräche von CDU sowie SPD und Grünen wurden am Montagabend erfolglos beendet. Kern des Dissens ist die Forderung der CDU, die Personalkosten in der Stadtverwaltung einzufrieren. Das würde nach Ansicht von Rot-Grün die Funktionsfähigkeit der Stadt gefährdet. Die CDU hält dagegen. Beide Lager stellen am Dienstag einen ganzen Satz von Anträgen im Stadtrat zur Abstimmung – über eine eigene Mehrheit verfügt aber keiner. Die Steuererhöhung scheint vom Tisch zu sein.
Metten erklärt die Position der CDU zur AfD
Im BürgerClub hat der CDU-Fraktionsvorsitzende Michael Metten über die schwierigen und langen Verhandlungen mit SPD und Grünen über den städtischen Haushalt berichtet. Er stellte vor, welche Einsparpotenziale die größte Fraktion im Stadtrat sieht – und wie sie es bei Abstimmungen mit der AfD halten wird.
Gewalt in Kitas: Wie Kinder geschützt werden sollen
Auch in Bergisch Gladbacher Kitas ist die Zahl der Meldungen zu Gewalt und übergriffigem Verhalten gestiegen. Expert:innen zufolge hängt das auch mit einer veränderten Meldepraxis und einem sensibleren Umgang mit dem Thema zusammen. Wir haben mit Trägern über Kinderschutz in Kitas gesprochen – und mit einer Mutter, deren Kind Opfer einer gewalttätigen Erzieherin geworden ist.
Im Dreieck zwischen Künstler – Gemälde – Betrachter: Partout zeigt Masaki Hagino
Die Galerie Kunstkabinett Partout in Herkenrath präsentiert den japanischen Künstler Masaki Hagino mit bekannten und neuen Gemälden und einer philosophischen Rauminstallation. Im Gespräch während der Arbeit an mehreren Gemälden erzählt er über Prägung, subjektive Wahrnehmung und seine besondere Arbeitsweise.
Wohnprojekt in Herkenrath feiert Spatenstich
Seit siebeneinhalb Jahren planen die Mitglieder der Christlich-Ökologischen Wohngemeinschaft CÖW ein gemeinschaftliches und klimagerechtes Wohnprojekt in Herkenrath. Nach vielen Rückschlägen feierten die Mitglieder mit beteiligten Akteur:innen nun den Spatenstich. Sie suchen noch weitere Mitbewohner:innen für ihr „Micro-Dorf“ auf der grünen Wiese.
Aus dem Gasthaus Mödder wird die „Jazzkneipe Mödder“
Mindestens 130 Jahre lang hat die Schankwirtschaft Mödder am Heidplätzchen die Bensberger mit Bier versorgt, doch seit sieben Jahren war die traditionelle Kneipe an der inzwischen umtosten Kreuzung der Kölner Straße dicht. Nun erwacht sie ganz unerwartet zu neuem Leben – und verspricht als Jazz-Club „gute Kultur in behaglichen Räumen“.
Friedrich Förder zeigt und erzählt „Bergische Sagen und sagenhafte Gegenwart“
In der Kulturkirche in Herrenstrunden präsentiert Friedrich Förder in seiner Ausstellung „Bergische Sagen und sagenhafte Gegenwart“ Holzschnitte und Zeichnungen zu alten bergischen Sagen. Dabei zieht er ganz unheimlich-unterhaltsame Parallelen zur Gegenwart. Lesen Sie eine erhellende Lektion im Geschichte(n) erzählen!
Kreishaus zeigt: Frauenbilder und Frauenrollen in Ost und West
Wie lebten, liebten und arbeiteten Frauen in DDR und Bundesrepublik in den 1970er- und 1980er-Jahren? Im Kreishaus sind dazu eine Kunstausstellung und eine Plakatserie der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur zu sehen. Ein Gespräch mit Anja Möldgen und Anna Bründl über deutsche Prägungen und aktuelle Realitäten im Bergischen.
Zukunft des Q1: Stadt schlägt Neubau eines „Jugendquartiers“ vor
Im Jugendhilfeausschuss präsentiert die Verwaltung einen neuen Plan für die Zukunft des sanierungsbedürftigen Q1-Gebäudes. Er sieht neben einer Minimal-Reparatur des Altbaus einen deutlich kleineren Neubau in der Innenstadt vor. Die Pfadfinder, die neben dem Kindergartenmuseum dort einziehen sollen, sprechen sich gegen den Vorschlag aus. Was aus dem Jugendzentrum selbst wird, bleibt offen.
Künstlerinnen der Feinfühligkeit
In der Papierstadt Bergisch Gladbach beherrschen zwei Frauen noch das alte Handwerk der Papierrestaurierung und Buchbinderei. Ein echtes Nischenhandwerk mit hohem Wert für das Gemeinwohl – doch einer schwindenden Nachfrage. Wir haben den Kunsthandwerkerinnen Kristina Seelbach und Anja Koschel bei ihrer ebenso präzisen wie nachhaltigen Arbeit über die Schulter geschaut.
Resonanz und ihr Transfer – „Zeichenräume“ in der Villa Zanders
Eine Garage als Projektraum, neun Teilnehmende, die zufällig weiblich sind und nicht zufällig mit „Zeichnung“ arbeiten – aber eben nicht nur. Die neue Ausstellung im Kunstmuseum Villa Zander skizziert eine sinnliche Reise in die Welt der Striche, Flächen und minimalen Spuren im Raum.
An welchen Schulen es mit OGS-Plätzen knapp wird – und wo nicht
Ab dem kommenden Schuljahr haben auch in Bergisch Gladbach alle Erstklässler einen Rechtsanspruch auf Betreuung im Offenen Ganztag. Stadtweit betrachtet gibt es genügend OGS-Plätze. Dennoch werden einige Familien vermutlich leer ausgehen. Wir haben uns angeschaut, wie die Pläne der Stadt im Einzelnen aussehen.
Bürgermeister Marcel Kreutz ganz bürgernah
Schlaglöcher, Müllsünder und Wildpinkler waren einige der Themen, über die Gäste im BürgerClub mit Bürgermeister Marcel Kreutz diskutierten. Der gab sich ansprechbar und verständnisvoll für deren Sorgen, warb für die umgestaltete Schlossstraße und mehr Eigeninitiative in Sachen Sauberkeit und Ordnung.
Mehrgenerationenhaus zieht vom Q1 in die VHS
Die erste Einrichtung hat das marode Gebäude des Q1 am Quirlsberg verlassen: Das Mehrgenerationenhaus ist in Räume der Volkshochschule an der Buchmühle umgezogen. Neben Workshops und Kursen für Menschen aller Altersklassen und Kulturen bietet es mit einem offenen Treff einen Ort der Begegnung und des Austauschs. Für die Leiterinnen der beiden Einrichtungen eine perfekte Symbiose.
„Tafel-Kunden sollen sich nicht schämen“
Überfluss auf der einen, Bedürftigkeit auf der anderen Seite: Bei der Bergisch Gladbacher Tafel setzen sich Ehrenamtliche und „Bufdis“ täglich dafür ein, diese beiden Gegensätze miteinander in Einklang miteinander zu bringen. Wir haben sie bei der Abholung, Sortierung und Ausgabe der Lebensmittel begleitet – und einen Einblick in das komplexe System erhalten.
Trotz Geburtenrückgang: Kita-Plätze reichen nicht aus
Um dem jahrelangen Mangel an Betreuungsplätzen entgegenzuwirken, baut die Stadt Bergisch Gladbach die Anzahl der Kita-Plätze aus. Doch noch immer liegen die Neubauprojekte weit hinter dem Zeitplan – daher gibt es nun sogar weniger Plätze als im Vorjahr. Immerhin: Sinkende Kinderzahlen lassen die Lücke zwischen Angebot und Nachfrage etwas kleiner werden. Die Lage unterscheidet sich je nach Alter der Kinder und Stadtteilen deutlich.
„Meine Mama kommt nie, nie wieder“
Wenn ein Elternteil oder ein Geschwisterkind stirbt, verändert das für Kinder alles. Trauerbegleiterin Stephanie Witt-Loers erklärt, wie man kindgerecht über Tod spricht, warum die Trauer nicht in Phasen verläuft, und was Erwachsene tun können, um trauernde Kinder zu unterstützen.
„Unter B1 läuft gar nichts“: Lokale Akteure starten Vorbereitungskurs
Weil das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge seine Mittel kürzt, beenden immer mehr Zugewanderte ihren Integrationskurs nicht mit dem wichtigen B1-Sprachabschluss, beklagen Anbieter. Der Jugendmigrationsdienst und das Katholische Bildungswerk reagieren nun mit einem freiwilligen Vorbereitungskurs. Doch reicht das, um die entstandene Lücke zu schließen?
Schulstraßen in Hand: Knöllchen für die Unbelehrbaren
Um das hohe Aufkommen von Elterntaxis rund um die Grundschulen in Hand einzudämmen, hat die Stadt drei Schulstraßen eingerichtet. Autos dürfen in den Bring- und Abholzeiten nur mit Ausnahmegenehmigung einfahren. Einige Eltern halten sich allerdings nicht daran und ignorieren das Verbot, wie ein Besuch vor Ort zeigt.
Paket im Kiosk: Die Sache mit der Post
Postämter im klassischen Sinne gibt es seit Jahrzehnten nicht mehr. Die Deutsche Post lagert das Brief- und Paketgeschäft immer mehr in Kioske, Tankstellen und Schreibwarenläden aus. Daher ist auch „die Post“ am Trotzenburgplatz in Bergisch Gladbach schon lange keine „Post“ mehr, sondern eine Bank.
Karneval in den 50ern: Eine Trööt für den Gläbbischer Zoch
Theo Konrad Esser sorgte Anfang der 1950er Jahre mit seinem selbst gebauten „Ton-Wagen“ für die erste Beschallung eines Karnevalszugs in Bergisch Gladbach. Seine Tochter Heidi Esser erinnert sich gern an diese Zeit zurück und stellt einige alte Fotos aus ihrem Familienalbum zur Verfügung.
Bergische Ohrwürmer: Liebe zur Musik verbindet bis ins hohe Alter
Es begann als sechsköpfige Band einiger Männer in ihren Sechzigern und wuchs zu einem bunt gemischten Orchester. Das aktuelle Ensemble umfasst 30 Musikerinnen und Musiker im Alter zwischen 62 und 86 Jahren. In diesem Jahr feiern die „Bergischen Ohrwürmer“ ihr 20-jähriges Bestehen. Zu Besuch bei einer Probe in Heidkamp.
Müllabfuhr ist Teamarbeit: „Wir schaffen viel weg“
Menschen, die im Schlafanzug hinter ihnen her rennen, Kinder, die sie mit Kunstwerken beschenken, Autofahrer, die sie fast umfahren, Ratten, die ihnen entgegen springen: Tobias Lückerath und Achim Nonn erleben Abenteuerliches während ihrer Arbeit bei der Müllabfuhr. Das frühe Aufstehen, das Wetter und der Geruch sind für die beiden kein Problem. Wir haben sie auf einer Schicht begleitet.
Mrs. Falafel, oder: Alaas Traum vom eigenen Restaurant
Oft stehen Leute vor dem neuen Lokal in der Grünen Ladenstraße, spähen durchs Fenster und trauen sich dann doch nicht hinein. Das Lokal heißt Mr. Falafel, und neben Falafel servieren Alaa und ihr Mann Mohammad hier eine ganze Reihe weiterer hausgemachter Köstlichkeiten aus Syrien. Weil die syrische Küche den meisten Deutschen fremd ist, gibt es hier eine kleine Einführung.
Von Handyhotel bis Verbot: Diese Regeln für Handys gelten an Schulen in GL
Konzentrationsprobleme, Suchtverhalten, Cybermobbing – das sind nur einige der negativen Auswirkungen von Smartphones im Schulalltag. Während manche Länder die Geräte aus Schulen verbannen, entscheidet in NRW jede Einrichtung selbst darüber, ob und in welchem Umfang Kinder und Jugendliche Handys nutzen dürfen. Wir haben bei weiterführenden und Grundschulen in Bergisch Gladbach nachgefragt, wie sie das regeln.
„Zur Linde“ serviert deftige Kost in urigem Ambiente
Stammkneipe mit gutbürgerlicher Küche und gemütlichem Charme: So lässt sich die Gaststätte „Zur Linde“ beschreiben, die sich im Herzen von Paffrath befindet. Alteingesessene wissen, dass sie hier nicht nur ein (paar) Kölsch oder andere Getränke bekommen, sondern auch gutes und bodenständiges Essen. Wir wissen das nun auch.
Von Verstopfung bis Herzinfarkt: „Wir wissen nie, wer kommt“
Wunden versorgen, Verletzte beruhigen, Entscheidungen treffen: Katrin Labusga-Cremer bezeichnet ihren Job als Berufung – auch wenn Beleidigungen und Angriffe häufiger werden. Die 37-Jährige arbeitet seit vielen Jahren als Krankenpflegerin in der Notaufnahme des Evangelischen Krankenhauses. Wir haben sie auf einer Schicht begleitet.
Türkischer Supermarkt: Aus City Bazar wird Bergischer City Market
Der türkische Supermarkt City Bazar in der Buchmühlenstraße war im Sommer wegen Insolvenz geschlossen worden. Nun hat an gleicher Stelle ein neuer Laden eröffnet. Mit ähnlichen Produkten, aber einem erweitertem Sortiment. Ehemalige Stammkund:innen dürfen sich auf ein Wiedersehen mit Bekannten freuen.
„Leo Cucina“ holt ein Stück Apulien nach Refrath
Nach längerer Pause ist Leo Chirico zur Freude seiner Stammgäste in die Gastronomie zurückgekehrt. In Refrath hat er mit dem „Leo Cucina Italiana“ ein kleines, sorgfältig geführtes Restaurant eröffnet. Auf der Karte stehen Gerichte aus dem Süden Italiens, ländlich geprägt und handwerklich verfeinert. Dass diese Küche ihren Preis hat, erscheint folgerichtig.
Magische Fügung im Kunstraum – Abrakadabra im Basement 16
Elf Künstlerinnen und Künstler zeigen in der Bensberger Galerie Arbeiten zum Thema Zauberei, Illusion, Bühnenkunst und Magie. Dabei kommen höchst unterschiedliche Techniken und Medien zum Einsatz – darunter Malerei, Keramik, Zeichnung, Skulptur, Objektkunst und Textilkunst. Dass dieser Mix harmoniert, ist kein Zufall: Genau darin liege die Magie der Kunst, erklärt Kurator Tom Gully im Gespräch.
