Conny Uphoff ist stellvertretende Leiterin des Q1 Jugendkulturzentrums

Conny Uphoff wurde in Warnemünde geboren. Sie wohnt heute in Köln-Ehrenfeld, aber sie ist mit dem Herzen Bergisch Gladbacherin. Sie hat schon viel in ihrem Leben gemacht: So hat sie z. B. die Kneipe „Connection“ 1983 in Köln eröffnet und sie hat nach mehreren Stationen als selbstständige Gastronomin ihre Leidenschaft für soziale Berufe entdeckt. Pastor Thomas Werner und Kalla Piel, die in ihrer Kneipe oft zu Gast waren, rieten ihr zum Studium. Nach 7 Semestern schloss sie das Sozialarbeiterstudium ab. 2005 gab sie ihre Kneipe auf und ist seither stellvertretende Leiterin im Q1 Jugendkulturzentrum.

Ich traf Conny Uphoff in Beit Jala, der neuen Partnerstadt in Palästina. Wir gehörten zur „Abordnung“ von Bergisch Gladbachern, die der feierlichen Unterzeichnung der Partnerschaftsurkunde beiwohnen durften.

Die Spielregeln

Wir geben Bergisch Gladbachern, die etwas zu sagen haben, die Möglichkeit, sich, ihre Vorlieben und ihre regionale Verbundenheit anhand eines standardisierten Fragebogens darzustellen. Die Methode ist spätestens seit dem FAZ-Fragebogen bekannt – wir wenden sie auf lokale Verhältnisse an.

Hier arbeitet Conny Uphoff
Hierhin lädt sie gerne ein
Das "Connection" in Ehrenfeld bei Qype, ihre ehemalige Kneipe

Los geht’s. Nicht lange nachdenken, nicht weit ausholen – ein, zwei Sätze genügen.

Wie starten Sie in den Tag?
Mit einem Müsli mit frischem Obst, ´ner Kanne grünem Earl Grey und Zeitungslektüre

Was wollten Sie als Kind werden?
Kindergärtnerin (so hieß das früher)

Und was sind Sie geworden?
Sozialarbeiterin, stellvertretende Leiterin im Q1 Jugendkulturzentrum

Wohin laden Sie Kollegen/Geschäftspartner am liebsten ein?
China Pallace, Refrath

Wohin gehen Sie gerne mit Familie/Freunden?
Ins Quirls

Wohin gehen Sie, wenn Sie ganz für sich sein wollen?
Ins Mediterana, richtig entspannen

Wie sieht für Sie ein perfekter Tag aus?
Bis 8.30 Uhr schlafen, gut frühstücken, Zeitung lesen (Express und Kölner Stadtanzeiger). Kurz in den Garten gehen, arbeiten im Q1. Danach evtl. Yoga oder essen gehen, evtl. Kino und danach auf die Couch

Tee oder Kaffee; Bier oder Wein?
Tee und Wein

Was ist für Sie das größte Unglück?
Wenn es Karneval regnet. Nein, wenn jemandem aus meiner Familie etwas zustoßen würde

Bitte ergänzen Sie: Bergisch Gladbach ist …
…die Partnerstadt von Beit Jala.

Was ist Bergisch Gladbachs größter Pluspunkt?
Seine tollen Menschen, egal welchen Alters und wie sie sich engagieren.

Wenn Sie drei Wünsche für Bergisch Gladbach frei hätten, würden Sie …
Erstens würde ich mich freuen, wenn die Stadtsanierung (Regionale 2010) behutsam mit Bergisch Gladbach umgeht und die Bevölkerungs-Ideen mit einbezieht.

Zweitens, dass offene Jugendarbeit endlich keine freiwillige Leistung, sondern Pflichtleistung der Stadt wird.

Drittens: Das weiterhin tolle Projekte in Bergisch Gladbach laufen und viel passiert und ein bisschen mehr Infrastruktur (Cafés, Nachtleben…)

Wenn Sie einen persönlichen Wunsch frei hätten, würden Sie …
… mehr Zeit haben um zu reisen.

Was war Ihre größte Leistung?
Einen Minijob zu haben und ein Studium zu absolvieren und gleichzeitig eine Vollzeitstelle und eine Kneipe zu betreiben.

Was war Ihre größte Niederlage oder Ihr schlimmster Fehler?
Für mich gibt es keine Niederlagen, jede ist eine Herausforderung etwas zu ändern oder zu bewältigen.

Mein großes Ziel ist es, …
Weiterhin tolle kulturelle Veranstaltungen im Q1 zu organisieren und das Q1 zu einer Kultur-Institution zu etablieren.

Was ist Ihre Stärke? Gerechtigkeit

Was ist Ihre Schwäche? Ungeduld

Wie sind Sie als Chef?
Erst mal streng, aber wenn es gut klappt sehr kollegial.

… und was würden Ihre Mitarbeiter sagen?
Manche sehen das genauso und manche loben das tolle Betriebsklima

Worüber können Sie sich richtig aufregen?
Grade im Moment kann ich mich richtig aufregen über die schreckliche Situation der Palästinenser hinter der 9 Meter hohen Mauer und die verfahrene Situation, die keine realistischen Lösungsvorschläge bietet.

Wer ist Ihr größtes Vorbild im Beruf?
Wer ist Ihr Vorbild im Privatleben?
Ich habe keine Vorbilder, weder im Beruf noch im Privatleben

Was war der beste Ratschlag, den Sie je erhalten haben?
Noch mit über 40 Jahren zu studieren

Welchen Ratschlag würden Sie Ihrem Nachfolger/Ihren Kindern erteilen?
Es ist NIE zu spät: Niemals aufgeben!

PDFDrucken

W. Schmitz-Dietsch

Verleger seit 1980 (Freizeitbörse, Bergische Illustrierte, Live! Magazin) Heute Franzz, Kultur- und Stadtmagazin im Rheinisch-Bergischen Kreis. Mitbegründer des iGL Bürgerportal Bergisch Gladbach. In Sand geboren und wohnend. Verheiratet, drei Töchter.

Reden Sie mit, geben Sie einen Kommentar ab

1 Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

  1. Hallo,
    Conny Uphoff ist das Beste , was mir mein Leben erbracht hat; nicht zu letzt deshalb , weil sie mich gelehrt hat , Dinge mit anderen , meist positiv ausgerichteten Augen , zu betrachten. Ich möchte sagen , dass sie ein wirkliche und ehrliche Bereicherung, auch für die Stadt Bergisch Gladbach darstellt. Hört ihr bitte zu ! Es lohnt sich !!