Er ist einer der fleißigsten Kulturschaffenden unserer Stadt: Viele Kinder, Jugendliche und Erwachsene waren schon in seinem Theater zu Gast. Gerd-Josef Pohl (40) ist Puppenspieler, Schauspieler und Rezitator. Er betreibt seit 2009 das Theater im Puppenpavillon in Bensberg und reist mit seinem Tournee-Theater Piccolo Puppenspiele  durch ganz Deutschland.

Gerd-Josef Pohl, Foto: Camillo Fischer

Lernen Sie Gerd Pohl in der iGL-Serie „26 Fragen an…“ kennen und besuchen Sie anschließend die Benefiz-Veranstaltung an der Gnadenkirche für die Opfer der Katastrophe in Japan: Um 15 Uhr gibt Pohl dort im Gemeindesaal ein Gastspiel.

Wie starten Sie in den Tag?
Meistens mäßig gelaunt, bin ein schlimmer Morgenmuffel. Ab neun oder zehn bin ich zu genießen.

Was wollten Sie als Kind werden?
Puppenspieler.

Und was sind Sie geworden?
Puppenspieler.

Wohin laden Sie Kollegen/Geschäftspartner am liebsten ein?
Zu Ada ins Restaurant “ISTRA” nach Bensberg – samstags gibt’s da ein tolles Buffet!

Wohin gehen Sie gerne mit Familie/Freunden?
In den China-Palace nach Refrath oder in die Rheinterrassen nach Widdig bei Bonn.

Das Theater im Puppenpavillon Bensberg
Die Piccolo Puppenspiele
Alles über Pohl im iGL Bürgerportal
Noch mehr über Gerd Pohl bei Wikipedia

Wohin gehen Sie, wenn Sie ganz für sich sein wollen?
In den Königsforst (2-3x pro Woche) oder in die Laurentiuskirche.  Alleine mit sich zu sein und die Arbeit vor Publikum sind zwei Seiten ein und derselben Medaille.

Wie sieht für Sie ein perfekter Tag aus?
Erfolgreiche Werkstatt- oder Textarbeit, eine ausverkaufte Vorstellung und ein schönes Zusammensein mit Angehörigen und Freunden. Und möglichst wenig Rechnungen im Briefkasten.

Tee oder Kaffee; Bier oder Wein? Ja, gerne – in dieser Reihenfolge.

Was ist für Sie das größte Unglück?
Leid in der Familie und im Freundeskreis und der Verlust der Möglichkeit, in meinem Beruf arbeiten zu können.

Bitte ergänzen Sie: Bergisch Gladbach ist …
… eine in vielfacher Hinsicht reiche Stadt – man muss die Diamanten nur entdecken und schleifen.

Was ist Bergisch Gladbachs größter Pluspunkt? Die Nähe zu Köln.

Was ist Bergisch Gladbachs größtes Problem? Die Nähe zu Köln.

Wenn Sie drei Wünsche für Bergisch Gladbach frei hätten, würden Sie …
… wünschen, dass die kulturelle Vielfalt wächst;
… wünschen, dass die Jugend noch mehr Gehör findet;
… wünschen, dass das bergische Profil gestärkt und die Stadt stärker touristisch gefördert wird.
Auf allen drei “Baustellen” wird aber bereits gearbeitet.

Wenn Sie einen persönlichen Wunsch frei hätten, würden Sie …
… einmal einen kurzen Blick in den Himmel werfen wollen.

Was war Ihre größte Leistung?
Dass ich mir im Priesterseminar nicht das Rückgrat habe brechen lassen und rechtzeitig wieder getürmt bin.

Was war Ihre größte Niederlage oder Ihr schlimmster Fehler?
Bin vor vielen Jahren mit einem Freund im Streit auseinander gegangen und habe es nicht geschafft, die Sache vor seinem Tod wieder zurecht zu rücken. Das hängt mir bis heute nach.

Mein großes Ziel ist es, …
… irgendwann sagen zu können, dass ich die meisten meiner kleinen Ziele erreicht habe.

Was ist Ihre Stärke? Improvisationstalent.

Was ist Ihre Schwäche? Meine Ungeduld.

Wie sind Sie als Chef? Fair.

… und was würden Ihre Mitarbeiter sagen? Ungeduldig.

Worüber können Sie sich richtig aufregen?
Wenn mal wieder das alte Sprichwort zutrifft: “Dummheit und Stolz wachsen auf einem Holz.” Bei solchen Leuten drehe ich am Rad.

Wer ist Ihr größtes Vorbild im Beruf?
Als Schauspieler Vincent Price, als Rezitator Charles Regnier, als Puppenspieler Friedesine Strüver wegen ihrer enormen Authentizität.

Wer ist Ihr Vorbild im Privatleben?
Mein Onkel, Redemptoristenpater aus Bonn – ein großartiger Mann.

Was war der beste Ratschlag, den Sie je erhalten haben?
“Ehrlich währt am längsten!” (Redensart meiner Mutter)

Welchen Ratschlag würden Sie Ihrem Nachfolger erteilen?
“Geh Deinen Weg, nicht meinen.”

Welche Frage wurde nicht gestellt, würden Sie aber gerne beantworten?
Was würden Sie gerne können? – Ein Musikinstrument spielen – das habe ich als Jugendlicher versäumt zu lernen. Und ich wäre gerne ein besserer Maler.

PDFDrucken

W. Schmitz-Dietsch

Verleger seit 1980 (Freizeitbörse, Bergische Illustrierte, Live! Magazin) Heute Franzz, Kultur- und Stadtmagazin im Rheinisch-Bergischen Kreis. Mitbegründer des iGL Bürgerportal Bergisch Gladbach. In Sand geboren und wohnend. Verheiratet, drei Töchter.

Reden Sie mit, geben Sie einen Kommentar ab

2 Kommentare

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

  1. Gerd Pohl hat sich hervorragend in die Bergisch Gladbacher Kulturszene eingeführt. Und das war als Nachfolger von Heide Hamann, die große Spuren hinterließ, sicherlich nicht ganz einfach.
    Ich wünsche ihm weiterhin viel Glück und Erfolg.

  2. Oh, eigentlich wollte ich heute gaaanz faul zuhause bleiben. Aber wenn der Herr Pohl mit seinen Puppen bei der Gnadenkirche… Vielleicht krieg ich den inneren Schweinehund doch noch überwunden…