Die Berichte über die Pläne der Stadtverwaltung, das Nicolaus Cusanus Gymnasium womöglich in das Schulzentrum im Kleefeld umzusiedeln, machen viele der Freunde des NCG betroffen. In einer Facebook-Aktion in der Gruppe “Jung in Bergisch Gladbach” bekennen Schüler, Lehrer, Ehemalige und Eltern, warum das Gymnasium für sie etwas ganz Besonderes ist. Wir dokumentieren die Aussagen (bei den Namen handelt es sich z.T. um Pseudonyme oder Abkürzungen, wie sie bei Facebook üblich sind). Der Artikel wird ständig ergänzt, neue Statements stehen in der Regel hier ganz am Anfang:

Lotte Börsch, Schülerin

Karneval in der Sporthalle

Das NCG ist der Ort, an dem ich einen großen Teil der letzten 7 Jahre verbracht habe. In dieser Zeit kann einem das NCG ganz schön ans Herz wachsen, denn wenn ich so auf die Zeit, die ich bis jetzt am NCG verbracht habe zurückblicke, erinnere ich mich an sehr viele Erlebnisse, mit denen ich natürlich auch das NCG als Gebäude verbinde. Ich fände es, wie wahrscheinlich auch sehr viele andere Schüler des NCGs, sehr schade wenn das NCG mit seinem Standort an der Reuterstraße nicht mehr existieren würde, da somit auch viele schöne Erinnerungen und eine wichtiger Teil des Heimatgefühls in Bergisch Gladbach verloren ginge.

Abgesehen von meiner persönlichen Bindung an das NCG steht es außer Frage, dass diese Schule am Standort Reuterstraße seinem „quicklebendigen Kern“ (Zitat von Herrn Watzlawek) enorm viele Möglichkeiten bietet. So wären bei einer Standortverlagerung beispielsweise Veranstaltungen wie der Kultursplitter nicht mehr bzw. nur noch stark eingeschränkt möglich. Schade, denn diese Veranstaltung ist mittlerweile eine kulturell bereichernde Tradition für die Stadt Bergisch Gladbach geworden. Damit der quicklebendige Kern des NCGs weiterhin so quicklebendig bleiben kann muss das NCG an seinem Standort bleiben! Aber nicht nur das spricht für den Standort Reuterstraße.

Wie es auch schon die Elternvertretung äußerte, bieten sinkende Schülerzahlen die Möglichkeit für kleinere Klassen, in denen die Schüler viel besser gefördert werden können. Das ist doch gerade in der heutigen Zeit wichtig, da immer mehr Eltern ganztags arbeiten und, aus zeitlichen Einschränkungen resultierend, verhindert sind ihre Kinder ausreichend zu fördern. Wenn die Schüler des NCGs in das viel zu kleine Schulzentrum Kleefeld gequetscht werden geht die Chance einer besseren Förderung verloren.Außerdem können die Kinder gerade am Standort Reuterstraße vor allem kulturell, musikalisch (auch wegen der Nähe zur Max-Bruch-Musikschule) und sportlich (Nähe zur Belkaw-Arena) gefördert werden.

Natürlich bin ich mir darüber bewusst, dass der Erhalt des jetzigen Standorts für die Stadt Kosten bedeutet, aber abgesehen davon, dass der größte Teil des NCGs gar nicht so marode ist, wie es von vielen Seiten behauptet wird, sollte man sich an dieser Stelle die Fragen stellen was für unsere Stadt wichtiger ist – das Einsparen von Kosten oder die Förderung der Gladbacher Jugend. (Diese Frage ist wohl eine rhetorische ;) )

Lauritz Rüßmann, Schüler:

Das NCG ist für mich eine Schule mit vielen Besonderheiten. Zum einem wären da vielreichende AG’s, als auch schöne Räumlichkeiten. Das NCG bietet alles was man sich wünschen kann.Es wird gesagt, dass das NCG alt und marode ist, aber ich sehe das gar nicht so. Es gibt neue Turnhallen, Toiletten, Biologie-, Chemie- und Physik-Räume, einen Neubau und eine neue Mensa. Nicht zu vergessen sind auch die alten, aber dennoch schönen Räume, wie zum Beispiel die Aula oder das Foyer. Für mich hat das NCG aufgrund seines Alters einen besonderen Flair, den keine andere Schule ersetzen könnte.

Das NCG ist für mich nicht nur eine gewöhnliche Schule, es ist Erinnerung und ein Teil meines Lebens den ich nicht verlieren will. Einen schöneren Ort zum Lernen und zum Spaß haben, kann man sich nicht wünschen. Das Gebäude macht es möglich, dass auch ausserhalb der Schulzeit viele Schüler in die Schule kommen und aktiv sind. Das NCG verkörpert für mich sowohl Sport als auch Kultur. Es ist sowohl alltäglich als auch einmalig in Bergisch Gladbach. Es gehört einfach zu der Reuterstrasse, mit seinem Würfel vor der Tür. Nur ein Gymnasium gibt es in Bergisch Gladbach, mit einer solchen, langjährigen Tradition und einer solchen Umgebung und das ist einzig und alleine das NCG.

Elisabeth Watzlawek, Schülerin

Der Schulhof

Das NCG ist für mich ein sehr vertrauter Ort. Ich kenne mittlerweile fast jeden Stein, es ist fast schon so etwas wie ein zweites Zuhause. Ich finde es toll, das in letzter Zeit so viel neu gemacht wurde, die Cafeteria ist jetzt zum Beispiel ein Ort, an dem man sich wirklich gerne aufhält, und auch die Toiletten, die Naturwissenschaftsräume und der Neubau sind Teile der Schule, die wirklich nicht alt und zerfallen, sondern neu und sehr stabil sind.Und natürlich darf man auch die Aula nicht vergessen, die man nicht ersetzten kann. Kultursplitter, Orchesterauftritte, all die Kultur, die das NCG zu großen Teilen ausmacht, ginge verloren. Ich finde, das kann man nicht verantworten. Das NCG muss in der Reuterstraße bleiben, denn das Gebäude gehört einfach dazu!

Ira Schleicht – ehemalige Schülerin:

Weihnachtskonzert

Für mich ist das NCG was ganz besonderes. Schließlich hab ich da eine wunderbare Zeit verbracht, ich hab mich dort immer wohl gefühlt. So schäbig wie alle behaupten, ist es gar nicht. Es ist immer schön gestaltet. Es hängen viele tolle Bilder. Es gibt neue Klos, eine neue Mensa und einen Neubau! Die Aula ist nicht austauschbar. Der Mittelpunkt des kulturellen Lebens des NCGs. Theaterstücke, Orchesterkonzerte, Chorgesänge, Kultursplitter…all das ohne die Aula? Wär so nicht möglich. Und die Technik AG! Es würde so viel verloren gehen, wenn das NCG umziehen würde. Der Skulpturengarten, die Sporthallen… alles frisch und neu!

Und die Menschen erst. Zwar hatte ich auch schreckliche Lehrer, bei denen der Unterricht einfach nur langweilig war, aber ich hatte auch die tollsten Lehrer, die man sich vorstellen kann. Das geht soweit, dass ich demnächst da nochmal vorbeischneie und meinem ehemaligen Englischlehrer einen Kuchen mitbringe :). Und es sind nicht nur die jungen Lehrer, die motiviert sind. Auch die Älteren haben es teilweise noch drauf, einen super interessanten Unterricht zu machen.

So ist das NCG für mich. Ich fänds schade, wenn das NCG umziehen müsste. Das Gebäude gehört ja irgendwie dazu. DIE AULA!!! Die Menschen sind drangewachsen!

Leonie Dudda, Schülerin:

Die Aula

Das NCG ist für mich eine besondere Schule. Das lässt sich schwer in Worte fassen, aber ich denke wer sich dort einmal aufgehalten hat wird dies nachvollziehen können. Als ich in die 5. Klasse kam ist mir sofort aufgefallen, wie viel Wert auf Musik und allgemein Kultur gelegt wird. Das hat mir an der Schule schon immer gut gefallen.

Von außen wirkt das NCG vielleicht alt und schmutzig, aber das Gebäude hat auch seinen Reiz. Dort drin stecken viele Erinnerungen und Tradition. Außerdem bietet das NCG uns die Räumlichkeiten, die perfekt für unsere Ansprüche sind. Welche Schule hat schon solch eine Aula??? Ich selber verbringe viele Stunden jede Woche dort und kümmere mich mit anderen Schülern um die Technik und die Räumlichkeiten. Alleine die Aula ist mir ans Herz gewachsen und wenn ich die Schule verlasse, möchte ich mich nicht nur daran erinnern können, sondern meine alte Schule ( und natürlich auch die Aula) jederzeit aufsuchen können(!). Nur wenige Schulen haben die Möglichkeit kulturelle Veranstaltungen in diesem Maße anbieten zu können. Und gerade das gefällt mir am meisten. Ich als Schüler habe viele Möglichkeiten mich in der Schule zu engagieren. Es gibt so viele Angebote von Chor bis zum Orchester und der Technik AG. Ich kann u.a auch in einer erfolgreichen SV mitwirken.

Und all das ist nur durch die uns gegebenen Räumlichkeiten an der Reuterstr möglich. Bei einem Umzug würden also die Teile der Schule kaputt gehen, die das NCG schon immer ausgemacht haben.

Imke Blacha, Schülerin:

Projekttag 2006

Das NCG ist für mich trotz aller Mängel irgendwie… eine Art Zuhause, immerhin verbringe ich die Hälfte des Tages dort. Und irgendwie gehören die alten Räume doch auch dazu. Außerdem, warum sollte man umziehen, nachdem so viel neu gemacht wurde? Die Cafeteria, die Bio-, Physik-, und Chmieräume, die Toiletten, der gesamte Neubau, die Turnhallen… Man muss auch sagen, dass man sich einfach irgendwie wohlfühlt.

Vielleicht weil einfach immer überall Menschen sind und die meisten Lehrer auch ganz in Ordnung sind ;) Ich finde, dass man das alles nicht einfach ersetzten kann bzw. an einen anderen Ort verlegen kann!

Georg Watzlawek, Vater:

Hoch hinaus beim Projekttag

Das NCG ist für mich eine marode Schale mit einem quicklebendigen Kern. Wer sich einmal die Kultursplitter oder die Konzerte in der miefigen Aula angesehen hat, hat den fröhlichen, kreativen Geist der Schule erlebt. Es gibt auch viele Probleme, aber das Kollegium hat sich in den letzten Jahren deutlich verjüngt. Weiter so – egal ob an der Reuterstraße oder in einem anderen Gebäude. Die Schale ist nicht so wichtig, aber sie muss besser und weiter werden, nicht enger.

Jörg Schmitter, ehemaliger Schüler und Lehrer:

Das NCG ist für mich:
– die Schule, die mich neun Jahre als Schüler geprägt hat, und somit einen großen Teil meiner Jugend ausmacht,
– einer der Gründe, warum ich Lehrer geworden bin
– mehr als ein Arbeitsplatz, nämlich eine tolle Schulgemeinschaft und ein Ort, an dem ich gerne viel Zeit verbringe,
– die Schulbibliothek, die in Bergisch Gladbach ihresgleichen sucht,
– die Mütter, die die Cafeteria bewirtschaften und uns so unglaublich viele Gelder für den Förderverein erwirtschaften,

– Schülerinnen und Schüler, die in vielerlei Hinsicht kreativ und engagiert sind,
– Kolleginnen und Kollegen, die sich über das übliche hinaus einsetzen,
– eine Aula, in der ich während der Kultursplitter einmal Majestix auf einem Skateboard Lateinisch sprechend darstellen durfte und in der ich geheult habe, als nach der Abifeier unsere Stufe auseinanderging,
– 124 Jahre Tradition, um die man sich hinsichtlich Unterhalt in der Vergangenheit zu wenig gekümmert hat und die man nicht so einfach woanders hin verpflanzen kann,
– vieles andere mehr, das diesen Kommentar sprengen würde …

Natascha Kretschmer, Schülerin:

Foyer mit dem berühmten Dromedar

Für mich ist das NCG was ganz Besonderes, weil ich nach der 4ten Klasse in das Foyer gelaufen bin, und auf einmal stand da ein riesiger Dromedar aus Papmasché vor mir, weshalb ich mich damals auch für das NCG entschieden habe. Es mag sich zwar komisch anhören, dass nur so ein Haufen Papier und Kleber mich dazu gebracht haben, aber dieser Haufen war eben einmalig, genau wie die Zusammensetztung des NCGs mit seinem Altbau, dessen Fassade jetzt erneuert wurde, dem Neubau, der für die Oberstufe einfach toll ist, dem Schulhof und den neuen Sporthallen, dem SV-Raum, dem wundervollen und lichtdurchfluteten Foye – und nicht zu vergessen der AULA, die einfach nur wundervoll ist und sogar, wie ich finde noch ein bischen von ihrem alten Kino-Flair aufbringt.

Es ist einfach unbedacht, das NCG jetzt, wo alles so ist, dass es jedem gefällt, jetzt wo die Umgebung für die Schüler optimiert ist, das NCG verlegen zu wollen – und ihm damit dieses Flair, was es eben doch zum Teil wirklich ausmacht, nehmen zu wollen…

Dania Fra, ehemalige Schülerin:

Der Würfel vor dem Eingang

Das NCG ist für mich nicht nur die Schule zu der ich 9 Jahre lang immer wieder gerne gegangen bin, sondern auch eine großartige Erinnerung! Dabei geht es natürlich nicht nur um das Gebäude, sondern auch um eine wunderschöne Zeit dort!

Trotzdem ist das NCG für mich ein Teil von Gladbach, was mit dem großen Würfel davor für mich einfach dort hingehört! Dieses Gebäude steckt voller Erinnerungen und voller Geschichte! Ob es die Bühne der Aula ist auf der man mal stand und etwas vorführte, ob es das alte Klassenzimmer ist oder die Säulen auf denen sich Schüler einmal mit ihrem Hand abdruck verewigen konnten

Es ist so vieles neu gemacht worden in letzter Zeit, die Bioräume, der Neubau, die Physik und die Cafeteria, wieso soll man das alles wegschmeißen? Ich fände es schade irgendwann dort nicht mehr das große Gebäude und den Würfel zu sehen! Es ist einfach ein Teil von Bergisch Gladbach!

Norbert Liesenfeld war 38 Jahre lang Lehrer am NCG:

Norbert Liesenfeld

Ein solches Gebäudeensemble aus Schultrakten, Sporthallen, direktem Zugang zur Musikschule und zum Stadion, dazu seinen Ruhe- und Erholungsräumen im Hofbereich ist in der Schullandschaft Bergisch Gladbachs einmalig und stellt mithin ein Zentrum von Wissenschaft, musischer wie sportlicher Bildung dar.

Im übrigen – Sanierungsmaßnahmen können auch über einen Zeitraum hin gestreckt werden. Unter der Elternschaft des NCG gibt es mit Sicherheit etliche Fachleute. So erinnere ich mich gerne an die Zusammenarbeit mit Eltern in Fragen der damaligen Planungen für den Ausbau der Cafeteria / Mensa und die anfallenden Kosten.

Annina Fra, ehemalige Schülerin:

Das NCG ist für mich eine Schule von unschätzbarem Wert, an der ich selbst 9 sehr schöne Jahre verbracht habe und der ich mich immer noch sehr verbunden fühle. Es ist die Schule, die alle seine Schüler Selbstständigkeit lehrt und für die Dinge einzustehen, die einem etwas wert sind. Und genau das tun gerade so viele Schüler, Lehrer, Eltern und Ehemalige, wenn sie für den Erhalt des Gebäudes kämpfen.

Das Gebäude des NCG ist nun einmal etwas ganz Besonderes, für dessen Erhalt es sich zu kämpfen lohnt. Wie meine Schwester schon so treffend gesagt hat: was ist mit den gerade neuen Teilen des NCG, der Mensa, den neuen Bio-, Chemie- und Physikräumen?

Und unserer Aula, mit der ich persönlich einige meiner besten Erinnerungen an das NCG verbinde: die Proben, Theateraufführungen und den Kultursplitter. Einige mögen vielleicht behaupten der Geist einer Schule lebt nicht nur in seinen Mauern, aber das ist Schwachsinn, das Gebäude gehört genauso zum NCG wie seine Schüler, Lehrer, Eltern, Ehemalige und die Werte, die wir dort gelernt haben.

Alle Fotos: NCG online
————————————————————————-
Machen Sie mit! Nutzen Sie das Kommentarfeld unten und schreiben Sie auf, was das NCG für Sie bedeutet?

Und wenn Sie sich gar nicht mit dem NCG, sondern mit dem DGB, dem AMG, dem Kleefeld oder dem Ahornweg verbunden fühlen, dann können Sie auch das gerne aufschreiben!

Sie wollen mehr über das NCG und die Umzugspläne wissen?

Die NCGler

Hinter diesem Namen stehen Eltern, denen die Zukunft des NCG am Herzen liegt. Sie erreichen uns unter Elternvertretung@ncg-online.de

Reden Sie mit, geben Sie einen Kommentar ab

7 Kommentare

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

  1. Das NCG ist für unsere zwei Kinder der Ort, an dem sie seit mehreren Jahren einen großen Teil ihrer Zeit verbringen. Und sie tun dies – von den üblichen Ausnahmen abgesehen – täglich gerne!
    Die Klassengemeinschaften, die sich nach jeweils kurzer Zeit gebildet haben, tragen dazu bei, dass es unseren Kindern am NCG gut geht.

    Für uns als Eltern ist das NCG der Ort, an dem wir unsere Kinder hervorragend betreut wissen; sei es in der Klassengemeinschaft, im Fachunterricht oder in der Übermittags- und Hausaufgabenbetreuung. Lehrerinnen, Lehrer und alle anderen Betreuungspersonen genießen unser volles Vertrauen.
    Und wir erleben, wie unsere Kinder sich am NCG entfalten und wie sich ihre Kreativität und ihre Kompetenzen in verschiedene Richtungen entwickeln. Sie engagieren sich in der Schülerzeitungs-AG ebenso wie im Blasorchester und der Unterstufen-Band-AG, und bekommen hier Chancen geboten, die in der Bergisch Gladbacher Schullandschaft einzigartig sind.

    Das NCG in seinen räumlichen Kapazitäten einzuengen würde bedeuten, diese Entfaltungsmöglichkeiten zu begrenzen und ihnen die Luft zu nehmen, die sie brauchen. Die Bildung, die unsere Kinder hier bekommen, würde kaputtgespart werden.

    Wir als Familie hoffen, dass durch die Vertagung der Standortentscheidung auf Juni die Chance genutzt wird, alternative Lösungen durchzuspielen und durchzurechnen.
    Wir wünschen uns, dass der Prozess der Entscheidungsfindung transparent und in offener Kommunikation gestaltet wird und zu einer Lösung führt, bei der die Bildung unserer Kinder an erster Stelle steht.

    Denn wir glauben, dass das Wohlergehen unserer Kinder entscheidend durch die Bildung bestimmt wird, die sie erfahren. Und hierfür steht das NCG!

  2. Zur Stadtplanung gehören die Beachtung von soziologischen, bildungs- und kultur-politischen Gesichtspunkten. Geldnot darf nicht zur städtebaulichen Gesichtslosigkeit
    führen. Leider hier an manchen Stellen nicht zu übersehen. Verantwortlich sind die Verwaltungsspitzen. Als Bürger muss ich mir das merken.
    Bildung beginnt in Elternhaus und Schule. Wer an der Bildungseinrichtung Schule spart,
    macht sich mitschuldig am unausweichlichen wirtschaftlichen und soziologischen Nieder-gang nicht nur des unmittelbaren Umfeldes. Unsere Schulen sind nicht zu groß. Zu groß ist allenfalls die Schülerzahl je Klasse. Je weniger Schüler, desto besser können Lehrer
    jeden der ihnen Anvertrauten fördern.

  3. Das NCG ist für mehrere Generationen Gladbacher Bürger der Ort ihrer Kindheit und Jugend. Der Ort mit dem sich Erinnerungen verbinden, an Momente des persönlichen Erfolgs, des Zusammenhalts, der Mißerfolge auf dem Weg des Erwachsenwerdens, aber vor allem auch der „NCG Familie“. Das NCG auf seiner „Insel Reuterstraße“ (denn so kam mir die Anlage immer vor) war eine Welt – und sollte es bleiben – wo neben „Wissenvermittlung“ auch menschliche Prägung im guten Sinne stattgefunden hat. Kultursplitter, AGs, die von den Müttern aufgebaute Cafeteria, die in den 1990er Jahren bereits von einer Schüler- und Elterngeneration geleisteten Maler- und Renovierungs, wie auch Verschönerungsarbeiten haben immer wieder den Zusammenhalt dieses gemeinsamen Lebensumfeldes gezeigt. Eine Schule ist wie ein zweites Zuhause. Viele Eltern heutigen NCG Schüler waren bereits selbst NCGler. Sie können ihren Kindern sagen : „Du da stand ich genauso wie du jetzt.“ oder „wenn ich Dich hier so in der Aula stehen sehe, dann erinnere ich mich wie ich damals mit xyz dort stand“. Das NCG am Standort Reuterstr. ist Heimat für viele Gladbacher. Jeder Mensch erinnert sich an seine Schulzeit, selbst als alter Mensch! Das hat auch mit Prägung und Heimat zu tun. Verpflanzt man einfach Lehrer und Schüler in andere Gebäude, so degradiert man „Schule“ zur „Wissensvermittlungsanstalt“ und die Schüler zu „Nürnberger Trichtern“. Dann brauchen sich Politiker nicht zu wundern, wenn wie oftmals in Großstädten beklagt das Bewußtsein für den Erhalt der eigenen Schulumgebung, die Wertschätzung der Schule leiden. So oft wurde gegen „Einheitsschule“ argumentiert, so oft wird beklagt, daß individuelle Förderung der Schüler zu Gunsten eines Lehrstoff-Vermittlungsdruck zu kurz kommt. Aber wer sich noch erinnern will und kann, wie es selbst mal als Schüler war, so hat auch das Lernumfeld, die Pausenatmosphäre, die Freizeit mit Schülern und Lehrern und der täglich vertraute Schulweg zur Schule und in der Schule den Grundstock an Sicherheit gebracht, der bei der Persönlichkeitentwicklung vom Kind zum Jugendlichen und zum jungen Erwachsenen erst entstehen muß. Finanzielle Haushalte von Kommunen und Ländern ändern sich je nach Politik und nach Prioritätensetzung. Eltern haben bereits unter Beweis gestellt, daß sie kostenlos Arbeit und Know-How zusammen mit Schülern und Lehrern investieren, um diese schulische Heimat zu erhalten. Schule soll keine „Schüler-Aufbewahrungsanstalt“ sein. Wenn nicht hinter den Umzugsplänen man vermuten könnte, daß alt gehegte Pläne zur stückweisen Abschaffung der Gymnasien – angefangen beim ältesten am Ort – stünden, kann ich rational keinen guten Grund finden Umzüge zu planen. Herr Liesenfeld sagt zurecht, daß bereits vieles getan wurde, andere sagen zurecht, daß die Schule bereits viel Neues erhalten hat ( Bibliothek, neuer Pavilion etc.) Wieso die Diskussion? Was steckt wirklich dahinter? Nur „wirtschaftliche Aspekte“ ? Ein Schelm wer Böses dabei denkt.
    Eine Ehemalige des NCG, aber weiterhin mit dieser schulischen Heimat und ihren Schülern, Eltern und Lehrern verbunden.

  4. Eines ist sicher: NCG soll nach Kleefeld, Realschule und Hauptschule sollen raus. Aber wollen will keiner. Politik und Sparprogramm auf Köpfen der Schüler.
    Bergisch Gladbach ohne NCG, für mich einfach undenkbar.
    NCG, Realschule und Hauptschule Im Kleefeld sollten jetzt Hand in Hand aggieren. Sie wollen ja alle das selbe: Das alles bleibt wie es ist!

  5. Obwohl ich nun mittlerweile seit einem halben Jahr studiere, erinnere ich mich sehr oft gerne zurück an meine Zeit am NCG. Ganz besonders in Erinnerung geblieben sind mir sämtliche Veranstaltungen in der großen Aula. Ob es nun der alljährliche Kultursplitter, die Aufführungen des Chors und der Theater-AG oder mein Abiball sind, stets waren diese Veranstaltungen von einem ganz bestimmten Flair umgeben.
    Man sagt ja immer, Heimat ist kein Ort, Heimat ist ein Gefühl. Doch bei mir lösen neben den ganzen Menschen, die ich am oder durch das NCG kennengelernt habe, auch dessen Mauern Gefühle aus.

  6. Liebe Frau Winkelmann,
    lassen Sie sich bitte nicht von der Diskussion abschrecken, noch ist nämlich nichts entschieden. Machen Sie sich ein Bild von unserer Arbeit am kommenden Donnerstag am Tag der offenen Tür und entscheiden Sie dann!
    Ansonsten hätte die Berichterstattung, die sehr zum Schaden des NCg gelaufen ist, ihr Ziel erreicht.

  7. Klar ist eins: die aktuellen Diskussionen haben dafür gesorgt, dass wir als Eltern eines Kindes, das vor dem Eintritt in eine weiterführende Schule steht, das NCG gar nicht mehr in Betracht ziehen.