Die Investmentbanken, die Prozente, aber auch die Straßenmusikanten. Wie zum Beispiel der Folkrockmusiker Alan Moorhouse, der ein mehrjähriges Leben als Englischlehrer an deutschen Schulen wieder einmal mit einem Leben als Straßenmusikant getauscht hat.

Eigene Texte, die Geschichten aus seinem Leben erzählen, eine mitreißende eigene Musik und ein unverwüstlicher Humor, der Mut machen kann, unsere Welt nicht nur als eine Ansammlung von Krisen, Kriegen und Stress zu sehen.

Zu erleben in unserer Gladbacher Fußgängerzone –wenn man es denn will -und wenn man ihn lässt. Die städtische Verordnung zur Aufrechterhaltung von Ordnung und Sicherheit (Das Wort darf man sich auf der Zunge zergehen lassen!) erließ unser Rat im Frühjahr 2012(!) und gönnt ihm leider nur noch 30 Minuten an einer Stelle. Er wird also in eine Hektik gezwungen, die er uns eigentlich nehmen wollte.

Wir müssen aufpassen, dass man uns nicht noch mehr nimmt, in unserer bis vor kurzem lebenswerten und liebenswerten Gladbacher Innenstadt, wo man so ganz nebenbei -wenn man wollte, kostenlos- einen gesundheitsfördernden Blick über den Zaun der Alltagsroutine werfen konnte.

Engelbert M. Müller

ist pensionierter Lehrer, Mitglied von Wort und Kunst, Verfasser von "Der letzte Lehrer"

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1 Kommentar

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  1. Ich hoffe,wir bekommen keine Shopping – Meile wie beliebig in Hamburg,Lyon oder anderswo.Bleibt etwas vom “Bergischen” erhalten außer dem Rathaus ? Ich zweifle
    daran,wenn ich lese,der “Waatsack” soll auch abgerissen werden,damit der Verkehr besser um die Ecke in die Odenthaler Strasse brausen kann !?
    Musikanten bringen Flair in die Innestadt und beleben die Shopping Meile: wie gern bleiben wir in Funchal,Paris oder Kopenhagen stehen und hören ihnen zu. Und in
    Bergisch Gladbach ? Müssen wir Ihnen alle 30 Minuten hinterherlaufen ?
    Rolf-Albert Schmitz