Kürzlich hatte ich Besuch von meinem Blogfreund “Manulan”. Als Ruhrpöttler hat er sich gewünscht, das Papiermuseum Alte Dombach im Strundtal zu besuchen. Da konnte uns der Regen egal sein, denn dort hält man sich hauptsächlich in Häusern auf.

Zuerst besichtigten wir die Halle mit der großen Papiermaschine, die bis 1991 bei Fa. Zanders in Betrieb war und dann im Museum aufgebaut wurde. Die Größe dieser Maschine wird erst deutlich, wenn man einen Menschen daneben stehen sieht.

Der Arbeitsablauf ist mit Tafeln beschrieben. Die Gautschpresse befindet sich noch im vorderen Teil, wo der Papierbrei noch sehr nass ist.

Das ist die beschriebene Walze mit Filz bezogen.

Die Arbeitschritte danach bestehen daraus, das Wasser aus dem Papierbrei zu pressen und den Bei zu glätten.

Das ist eine der mit Kunststein beschichteten Walzen. Der Stein ist glatt wie ein “Kinderpopo”.

Danach läuft das Papier durch beheizte Walzen, die das Wasser verdampfen lassen und das Papier weiter glätten.

Am Ende der Maschine wird es zu einer dicken Rolle aufgewickelt.

So eine Maschine hat zahllose Schrauben, Stifte, Räder, Ketten, Ecken und Kanten, die im Licht der Halle einfach fotografiert werden müssen.

Das tolle in diesem Museum ist, dass dieses Riesenteil verkleinert nachgebaut wurde. Ich habe diese kleine Maschine im Gespräch mit Manfred als “Modell” bezeichnet.

Das hat der Vorführer der Minimaschine gehört und mich zurechtgewiesen. Ein Modell wäre ein nicht funktionstüchtiges Abbild. Aber was dort steht ist eine richtige, funktionierende, kleine Papiermaschine. Darum kann ich euch tatsächlich zeigen, wie eine solche Maschine Papier macht.

Wird fortgesetzt.

Weitere Informationen:

Evelyn Barth

(Frau Wirrkopf) Seit 1980 bin ich Bürger dieser Stadt, das ist fast mein halbes Leben. Nach 6 Jahren Hartz IV genieße ich nun seit Herbst 2012 meine wohlverdiente Rente. Ich lebe gerne hier. Daran, dass ich mehr Zeit als Geld habe, hat sich aber auch mit der Rente nichts geändert. Darum bin ich mit...

Reden Sie mit, geben Sie einen Kommentar ab

2 Kommentare

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

  1. Salü!

    wie herrlich dieses Werk der Technik zu sehen! Mein Urgroßvater väterlicherseits war “Zandrianer”, dessen Vater Pächter der “Igeler Mühle”, so kam Uropa wohl vom Getreidemüller zum Papiermacher Handwerk. Pachtherr der Igeler Mühle war damals Carl Richard Zanders, der auch “Patenonkel meines Großvaters wurde ( der Carl Johan genannt ) Mein Urgroßvater feierte 1944 sein “goldnes” Betriebsjubiläum bei “Zanders” im selben Jahr feierte Opa seinen 50ten im hessischen Ried ( da hatte ihn die Liebe hin gezogen.. ) Im großen Kalandersaal von Zanders war Uropa “Schöpfer feinster Bütten heisst es.. wobei ich nun nicht genau weiss, war er in der Dombach tätig oder in der Gohrsmühle.. Sei es drum – dennoch ein herrlicher Blog hier zu Zanders Igeler Mühle und Zanders Papiermühlen ( leider sprach mein Vater nie über seines Vaters Wurzeln, da die Liebe des Großvaters zu dessen “Verstoßung” aus der Familie geführt hatte – meine Oma war als “Schneidersfrau” zu gering für die Kölnisch Bergische Familie.. Vom Meister der freien Künste über Riehl nach Köln und da Gutelesmacher, Gewandschneider, Kölner Ratsherren und Seidmacher, Kanoniker und Akademiker, Kurkölner geheimer Sekräter bis Waag Eich und Gewichtmacher zu Köln über Mülheim Buchheim dann zum Getreidemüller ins “Schöpferische” – der Gunst wegen`s Handwerk.. und letzteres blieb – neben der Seidmacherei.. der familie erhalten – Dank für die herrlichen Fotos, im Blog – ein wenig auf Opa`s Spuren Wandeln .. schön Lg Jo