Liebe Leserin, lieber Leser,

2021 war ein hartes Jahr. Ein Jahr, in dem wir Sie schnell und zuverlässig informiert haben. Zu Corona, zur Lokalpolitik und zu anderen wichtigen Themen. 

Ein Jahr, in dem wir Sie unterhalten haben, mit dem #Kulturkurier, großen Geschichten, eindrucksvollen Panoramatouren, Serien und tollen Fotos.

Ein Jahr, in dem wir uns für die lokale Kultur, für die Gastronomie sowie den Handel eingesetzt und immer wieder klar Position bezogen haben.

Damit wir 2022 auf diesem Niveau und einem stabilen Fundament weitermachen können, haben wir ein Anliegen:

Bitte unterstützen Sie unsere Arbeit. Den Betrag können Sie frei wählen, ab 5 Euro im Monat. 

Jaaa, das war ein toller Tag, an dem ich das Rathaus kennen lernen durfte. Ein Mitabeiter-Ausflug der Evangelischen Begegnungsstätte, die ja hier bei uns im Haus angesiedelt ist. Zu diesem Ausflug gehörte die Führung durch das Rathaus. Es war eine sehr gute Führung mit einem ständig “zwinkernden Auge” wenn es um Prunk ging. Sehr amüsant.

Das Rathaus wurde gebaut von Herrn Ludwig Bopp. Die Führerin, die uns das Rathaus zeigte, sagte, ursprünglich sei der Auftrag an den Architekten Gabriel von Seidl in München gegangen. Der hätte aber keine Zeit gehabt und hätte seinen besten Maurer geschickt: Herrn Ludwig Bopp. Keine Schande für Herrn Bopp, ein Maurer zu sein. Aber die Gelegenheit, seine Fähigkeiten als Architekt zu beweisen und die hat er unzweifelhaft besessen.

“Tante Wiki” sagt, dass Bergisch Gladbach zu dieser Zeit mal gerade 13411 Einwohner hatte. Man hatte sich also inzwischen von einer Ansiedlung von „ein paar Mühlen“ zu einem Ort gemausert in dem Menschen lebten, wohnten und arbeiteten. Aber 13411 sind nicht wirklich viele. Von einer Stadt weit entfernt. Und dort hin baute man dann diesen „Prunkbau“ von Rathaus. Denn das Rathaus ist wirklich ein sehenswertes Gebäude. Ein Schmuckstück von außen und ein wirkliches Kleinod von innen. Nun musste ich aber feststellen, dass ich kein Foto mit Gesamtansicht habe. Eine Unterlassungssünde. Das muss ich noch nachholen. Darum muss ich für die Gesamtansicht mal eben in “Tante Wiki’s” Album greifen: Sie hat hier eins.

Auf dem Westflügel befindet sich das Gemälde, das ich schon in einem anderen Blogeintrag gezeigt habe. Hier die komplette Ansicht mit der Sonnenuhr darunter.

Photobucket
Photobucket

Der Mittelteil besteht aus Steinen der hiesigen Region. Die Fenster im ersten Stock – na klar, der Sitzungssaal. Aber so groß, wie man von außen denken könnte – mit all den Fenstern – ist er nicht wirklich. Es sind 2 Räume dahinter verborgen. Ein kleiner und ein großer Saal. Aber erst mal täuscht man da von außen einen Riesensaal vor. ;)

Photobucket

Obendrauf ein Türmchen mit Spieluhr und Plattform. Die Plattform diente der Aussicht auf “den Feind” bzw. dazu, den “Massen” zuzuwinken. Heute findet dort oben alljährlich zu Weihnachten ein Trompetenkonzert statt. Alle Jahre wieder ein Ereignis: Die Trompeter auf dem Rathausturm.

Als nächstes der Giebel des Mittelbaus.

Photobucket

Mit Uhr, die immer korrekt geht. Wenn was dran ist, wird sie sofort repariert.

Photobucket

Und mit Stadtwappen. Der Bergische Löwe, die Strunde und eine Papierrolle.

Photobucket

Der Haupteingang mit der Treppe davor, auf dem sich hier unsere Gruppe präsentiert. Ich natürlich nicht, ich hab ja das Foto gemacht. :>> Auch eine solche Treppe mit 2 Aufgängen ist ein Statussymbol und macht optisch was her. ;)

Photobucket

Über dem Eingang noch eine Steinmetzarbeit mit Löwen und der Lampe.

Photobucket

Die Lampe wurde irgendwann bei Renovierungsarbeiten von einem Arbeiter auf den Müllhaufen geschmissen. Kam ein Bürger vorbei, sah sie, fand sie zu schön zum Wegschmeißen und nahm sie mit. Als die Renovierungsarbeiten abgeschlossen war, vermisste man die Lampe. Es erging ein Aufruf an die Bürger, wer die Lampe gesehen hätte und über ihren Verbleib wüsste. Da meldete sich der brave Bürger und gab sie wieder ab. Nun ist sie elektrisch aber sie strahlt immer noch. :>>

Und das hier hab ich so ganz nebenbei fotografiert:

Photobucket


Das gab es hier auch. Und bei “Tante Wiki” hab ich gesehen, dass Adolf Hitler mal Ehrenbürger der Stadt war. Er wird bei Wikipedia als “widerrufene” Ehrenbürgerschaft aufgelistet. Traurig. Aber warum sollen die Gladbacher gescheiter gewesen sein als andere anderswo?

Das war das Äußere des Rathauses. Innen gibts auch noch ein paar protzige Schönheiten.

(Wird fortgesetzt. Weitere Stadtführungen finden Sie weiter unten.)

Evelyn Barth

(Frau Wirrkopf) Seit 1980 bin ich Bürger dieser Stadt, das ist fast mein halbes Leben. Seit Herbst 2012 genieße ich meine wohlverdiente Rente. Ich lebe gerne hier. Mit dem Reporterhund BamBam erkunde ich die Stadt und die Umgebung. Dabei halte ich Ausschau nach Schönem und Ärgerlichem. Über beides...

Reden Sie mit, geben Sie einen Kommentar ab

3 Kommentare

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

  1. Liebe „Kollegin“, (Ich bin ja auch Bürgerreporter),
    ich gratuliere zu diesem Artikel, wie auch zu den anderen Fotoreportagen. Sie sind immer sehr interessant und informativ. Vor allem ist die Verbindung zwischen Wort und Bild zu bewundern. Das passt wirklich immer zusammen. Ich werde mich in Zukunft wahrscheinlich auch einmal um solche Führungen bemühen. Es wäre schön, wenn Sie mir mailen könnten, wie man an die Führungen dran kommt.
    Viele Grüße, Engelbert Manfred Müller