Die Preise senken, den Lohn erhöhen, die Steuern senken, für mehr Sicherheit im Verkehr sorgen und “eure Träume erfüllen”- die Kandidaten und Kandidatinnen für das Bürgermeisteramt haben große Pläne für ihre Stadt. Große Pläne und große Konkurrenz, denn viele wollen Bürgermeister oder Bürgermeisterin der KjG-Kinderstadt werden.

Die Kinder geben ihre Stimmen ab. Foto: E. Watzlawek

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Erst nach einem langen Wahlgang können Luisa und René zu den Oberhäupter der Stadt ernannt werden. Sie werden die nächsten zwei Tage die Geschicke der Kinderstadt  in der IGP lenken und auf die Wünsche ihrer Bürger eingehen. Damit die Bürgermeister sich an ihre Wahlversprechen halten, steht ihnen der Stadtrat, bestehend aus Melanie, Zoe, Jonathan und Nico, zur Seite. Auch dieser wurde demokratisch gewählt und wird in den nächsten Tagen nachmittags die Bürgermeister unterstützen.

Bei der Wahl geht es jedoch nicht nur demokratisch, sondern auch unterhaltsam zu – dafür sorgt die „Agentur für Glück und gute Laune“, die während der Auszählung durch Spiele und Witze für Glück und gute Laune bei allen sorgt.

René und Louisa mit Lutz Urbach. Foto: KjG

Und auch der “echte” Bürgermeister ist anwesend, Lutz Urbach gratuliert den neu gewählten Kinderbürgermeistern und überreicht ihnen für ein Foto die Bürgermeisterkette Bergisch Gladbachs, die aus purem Gold ist – und sofort wieder zurück in den Tresor gebracht werden muss.

Die Kinderstadt wird von den KJG organisiert und findet in dieser Woche in der IGP in Paffrath statt. Sie bietet Platz für 250 Kinder, die sich in vielen verschiedenen Betrieben ausprobieren können- ob Cafe, Schneiderei, Meinungsforschungsinstitut, Fahrschule, Zeitungsredaktion, Kinderstadt-Amt oder Pizzeria, für jeden ist etwas dabei.

Für jede Arbeiststunde, egal in welchem Beruf, erhält man 20 Tacken Lohn, von denen man jedoch 4 Tacken Steuern zahlen muss – was sich vielleicht ja bald ändern wird.

Der Betrieb wird von den Kindern selbst organisiert, sie müssen ihre Ausstattung in der Kinderstadt-Metro einkaufen, Konzepte entwickeln und umsetzen, Werbeschilder malen oder in Auftrag geben und Preise festsetzen. Noch wird der Betrieb durch das Startkapital finanziert, doch spätestens heute Abend muss jeder Betreibe selbstfinanzierend sein, da nun kein Startkapital mehr vorhanden ist.

Die Kinder können mehrmals am Tag ihren Arbeitsplatz wechseln und so viele unterschiedliche Berufe kennen lernen. Auch der Schritt in die Selbstständigkeit wird in der Kinderstadt gern gesehen. Doch natürlich gibt es auch Arbeitslose – sie haben entweder keinen Job mehr gefunden oder wollten keinen annehmen und erhalten Arbeitslosengeld.

Abends ist das Leben in der Kinderstadt noch lange nicht vorbei: Zwar gehen einige Kinder zum Schlafen nach Hause, viele übernachten jedoch in den Schulräumen der IGP und nehmen am Nachtleben der Kinderstadt teil. Sie können die tagsüber gedrehte Kinderstadtserie im Kino ansehen, das Edelrestaurant, die Pizzeria oder den Pub besuchen oder ins Theater gehen.

Doch auch wenn Vergnügungen und Geld ausgeben Spaß macht – am liebsten arbeiten die Kinder in der Kinderstadt: Während der langen Auszählungen bei der Wahl wird immer wieder der Ruf “Wir wollen arbeiten!” laut.

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E. Watzlawek

Schülerin am NCG

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