Wichtiges groß – und gerne mehrfach. Nach diesem Prinzip ist die neue Website des Marien-Krankenhauses Bergisch Gladbach gestaltet, die heute auf Sendung ging. Das ist auch notwendig, denn hinter der Homepage verbirgt sich eine  Fülle an Informationen.

Die neue Website des MKH

Besonders wichtig ist dem Team vom MKH der erste Eindruck: In diesem Krankenhaus kümmern sich Menschen um Menschen, statt Apparaten sollen Ärzte und Pfleger im Vordergrund stehen. Daher nimmt eine Diashow mit frischen, optimistischen Szenen auf dem Klinikalltag das obere Drittel der Webseite ein (siehe Foto links: 1).

„Bei uns menschelt es nun Mal. Das sollte sich auch auf der Webseite widerspiegeln“, erläutert Jörg Zbick, der für die Kommunikation des MKH verantwortlich ist.

Aus der Sicht der Patienten

Bei der Konzeption der Seite haben Zbick und Geschäftsführer Benedikt Merten versucht, konsequent die Brille des potenziellen Patienten aufzusetzen – und die interessieren sich zunächst für das Leistungsangebot des MKH. Daher sind die acht Klinken des Hauses, von der Anästhesie bis zur Urologie, als große Kacheln in der Mitte der Seite verlinkt (2). Ein Klick – und man findet auf der nächsten Unterseite alles, was man zum Beispiel über die Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie wissen muss.

Praktische Informationen (Anfahrt, Speiseplan, etc.) finden sich in einer Navigationsleiste über dem großen Foto (3). Allerlei Wissenswertes, aber eben nicht Lebenswichtiges (das christliche Profil, Historie, regionale Verbundenheit, etc.) lässt sich über eine Reihe von Bildern im unteren Bereich der Seite ansteuern (4). Erst auf dem zweiten Blick wird deutlich, dass sich hier weit mehr als die vier zunächst angezeigten Themen verbergen – man kann sich nach links und rechts weiterklicken.

Hier zeigt sich, dass die Fülle der Informationen im Widerstreit zum Anspruch steht, alles Wichtige auf den ersten Blick zu präsentieren. Damit sich dabei niemand verläuft, ohne ans Ziel der Informationssuche zu gelangen, geht das MKH auf Nummer sicher: alle vitalen Informationen sind doppelt und dreifach verlinkt. Der Zugang zu den einzelnen Klinken zum Beispiel: über die zentralen Kacheln, über ein Navigationsmenü oben rechts und dann noch über ein Schlagwortverzeichnis der meistbesuchten Seiten.

Die alte Website des MKH

Soweit so gut – doch um auch noch die Partner des MKH (von den beiden Reha-Einrichtungen bis hin zur Praxis am Berg) auf der Seite unterzubringen, haben die Architekten der Website auf der rechten Seite ein Menü eingebaut, dass sich erst öffnet, wenn man mit dem Mauszeiger darüber hinweg fährt (5). Das erschließt sich nicht auf den ersten Blick und überfrachtet die Seite – zumal die Partner auch über die Navigation oben auf der Seite zu finden sind.

Soziale Medien sind schneller als die Website

Als Informationsportal eines Krankenhauses ist die Website trotz des Abwechslungsreichtums statisch aufgebaut. Aktuelle Informationen müssen erst über die Navigation aufgerufen worden – und listen dann alle aktuellen Mitteilungen und Termine in umgekehrt chronologischer Reihenfolge auf.

Das ist auch kein Nachteil – denn für die schnelle Information setzt das MKH schon seit längerem auf soziale Medien. Mit mehr als 700 Fans gehört die bereits Ende 2011 gestartet Facebook-Seite* zu den erfolgreichsten Klinik-Seiten in Deutschland – und einem ebenso schnellen wie breiten Informationsangebot. Dass Michael Malter, Oberarzt der Neurologie, ab sofort den Schwerpunkt Epilepsie anbietet, findet sich bislang nur auf der Facebook-Seite. Zur neuen Website gehört aber auch ein so genannter RSS-Feed – mit dessen Hilfe sich alle Neuigkeiten aus dem MKH abonnieren lassen (6).

Zielgruppe Nr. 2: Fachkräfte

Zu diesen Neuigkeiten gehören auch immer wieder aktuelle Stellenangebote des Krankenhauses. Das MKH zählt zu den größten Arbeitgebern der Region und fast immer auf der Suche nach Pflegekräften und Ärzten. Aktuell werden immerhin sieben offene Stellen aufgelistet. Arbeitssuchende gehören als neben den Patienten zur Zielgruppe der neue Website – und sie werden über ein großes Informationsfenster unten rechts zu den offenen Stellen und allgemeinen Infos über das MKH als Arbeitgeber geleitet (7).

Spezielles Angebot für niedergelassene Ärzte

Ein kleinere, aber wichtige Zielgruppe des MKH sind die niedergelassenen Ärzte, denen das Krankenhaus einen besonderen Service bietet. Sie können sich in einem geschützten Ärzte-Portal anmelden und sich dort oder über einen eigenen Newsletter über fachliche Dinge informieren lassen.

Klar, dass die MKH-Seite weitgehend barrierefrei ist – und im Zeitalter der Smartphones so konstruiert wurde, dass sie sich allen Bildschirmgrößen automatisch anpasst und auf dem iPhone genauso gut zu lesen ist wie auf einem Android-Handy. Inzwischen eigentlich eine Selbstverständlichkeit, aber dennoch ein Pluspunkt, der zum Beispiel der ansonsten sehr modernen Seite des Evangelischen Krankenhauses (EVK) fehlt.

Unser Urteil: 4,5 von 5 Punkten. Die Website des MKH ist sehr viel moderner, freundlicher und benutzerfreundlicher geworden. Einen halben Punktabzug gibt es für die zum Teil nicht notwendige doppelte und dreifache Navigation. Manchmal wäre etwas weniger mehr gewesen.

Die Adresse der Website: http://www.mkh-bgl.de
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*Volle Transparenz: Das Bürgerportal berät das MKH im Bereich der Sozialen Medien.

Redaktion

des Bürgerportals. Kontakt: info@in-gl.de

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