Wer erwartet hatte, dass Trutz Altwasser mit seinem spektakulären Landluft-Verkehrskonzept sofort die Themenhoheit für den bevorstehenden Wahlkampf erringen würde, sah sich getäuscht. Denn die Herrlisch Raubacher Bürger haben ein ganz eigenes Gespür für wirklich wichtige Themen.

Und so beherrschte nicht der landluftvisonär infratstrukturelle Quantensprung, sondern zunächst ein emotional aufgeladener Platten- oder genauer: Farbensprung hartnäckig die öffentliche Diskussion. Plötzlich wurde „die Platte“ auch hier, tief im Westen, ein Thema. Was war geschehen?

Dieser Text ist etwas länger. 
Daher gibt es hier die Fassung für den ungestörten Lesengenuss.

Nach mehreren kräftigen Regengüssen und möglicherweise dadurch verursacht, kam es auf den Oberflächen der Fußgängerzonen-Bodenplatten Nr.1845 und 1847  – ungefähr mittig vor dem Eingangsbereich des Bekleidungshauses Cleek&Poppenburg, mit Abstand von etwa fünf Metern zur Türschwelle, gelegen –  zu einer zunächst schleichend, dann rasant abweichenden Verfärbung.

Auch tief im Westen: Probleme mit der Platte

Fällt kaum auf.

Fällt kaum auf.

Statt einem üblich erodierenden Dunkel- bis Mittelgrau, dessen Changage aber stets im skalierten Graubereich verbleibt und bei sämtlich anderen Bodenplatten hier auch verblieb, zeigten die beiden betroffenen Bodenplatten einen beginnend irisierenden grau-grün-petrol-türkisfarben matten Silberton, der je nach Sonnenstand und –einstrahlung sogar ins schillernd Lila-Pinke hinüber zu spielen schien.

Das war durchaus bereits mehreren Bürgern aufgefallen, hatte auch einige Leserbriefe in der Lokalpresse zur Folge, aber erst das hinweisende Schreiben von Hubert Büllesbach  – für die hellrote Fraktion seit 66 Jahren mit kurzen Unterbrechungen Mitglied des Rates –  ließ das abweichend bunte Farbenspiel auf den Bodenplatten Nr.1845 und 1847 plötzlich zum Stein eines kollektiven Anstoßes werden.

Dabei zielte Hubert Büllesbachs Schreiben an die Verwaltung mit kritischer Spitze eigentlich auf die ausführende Firma der Bodenplatten-Verlegung in Herrlisch Raubachs Fußgängerzone bzw. auf eine hier mittlerweile gewohnte Auftrags- und Vergabepraxis der Stadt, die nicht mehr länger unter die Platte gekehrt werden sollte.

Denn seit einem auf Antrag Bürgermeister Altwassers und der schwarzen Fraktion von der Verwaltung in Auftrag gegebenen Gutachten, ist es üblich geworden, den Bodenbelag der Herrlisch Raubacher Fußgängerzone alle paar Jahre auszutauschen.

Nicht länger unter die Platte kehren

Das renommierte und auf generelle Diversitäten spezialisierte Gutachterbüro Krumm-La Tour hatte seinerzeit attestiert, dass eine regelmäßige Neubelegung der Fußgängerzonen-Bodenfläche nicht nur bewegungsmedizinisch und verkehrspsychologisch eminent, sondern auch stadtstrukturell und vor allem wachstumsökonomisch impertinent wäre.

Musterplatte: So sollte der Stein eigentlich aussehen.

Musterplatte: So sollte der Stein eigentlich aussehen.

Seitens der hellroten Fraktion war schon damals auf eine mögliche Verbindung zwischen dem Gutachterbüro Krumm-La Tour und der alt eingesessen Herrlisch Raubacher Baufirma Josef Krumm&Söhne hingewiesen worden, die seither stets mit der jeweiligen Bodenflächen-Neubelegung beauftragt wird.

„Bauen mit Krumm ist nicht dumm, denn wir sind die Netten, wetten?!“ zitiert Juniorchef Dr. Fridolin Krumm denn auch allzeit gerne den bekannten Werbespruch seiner Firma. Zugleich verwahrte sich das Ratsmitglied der schwarzen Fraktion aber gegen jeden Vorwurf der Absprache mit seinem Cousin, Prof. Ansgar Krumm vom gleichnamigen Gutachterbüro. Solche Verdächtigungen seien einfach nur platt.

Krumm und Altwasser sehen bloß „platte Verdächtigungen“

Vor diesem Hintergrund nun musste das zeitgleich auch der Presse zugegangene Schreiben Hubert Büllesbachs hinsichtlich der wie beschrieben abweichenden Bodenplatten-Verfärbung durchaus als politischer Versuch gesehen werden, über das Anprangern eines möglich eklatanten Qualitätsmangels jetzt sowohl die Baufirma Josef Krumm&Söhne, aber auch die schwarze Ratsfraktion und in letzter Instanz sogar Bürgermeister Trutz Altwasser selbst in Bedrängnis zu bringen.

Denn Bürgermeister Altwasser schätzt nicht nur den Rat seines Fraktionskollegen Fridolin Krumm in allen wirtschaftlichen Fragen, sondern hatte die jüngste Neugestaltung des Bodens der Herrlisch Raubacher Fußgängerzone auch als baumeisterlich kongeniale Umsetzung des entsprechenden schwarz-gelben Ratsbeschlusses gefeiert.

Unabhängig davon hatte Hubert Büllesbach mit seinem Gang an die Öffentlichkeit aber vor allem eine Woge kontroverser Aufmerksamkeit bis bürgerlicher Entrüstung von ganz eigener Dynamik freigesetzt. Einer inhaltlich ungewollten Dynamik, die zunächst auch das nachgerade epochale Lokalflughäfen-Thema fast völlig untergehen ließ.

In der überhaupt alle anderen stadtpolitischen Themen überwogenden und teils hoch emotionalen Diskussion über die Bewertung der abweichenden Verfärbung besagter zwei Bodenplatten (Nr.1842 und 1847), einer Diskussion, die auch die Leserbrief-Spalten der hiesigen Lokalpresse dann mit Masse und Leidendschaft flutete, hatten sich relativ schnell zwei Hauptgruppen formiert:

Der Plattenstreit zu Herrlisch Raubach

Die eine forderte den umgehenden Austausch der beiden offenbar aus Gründen mangelnder Qualität fremdfarbig abweichend verfärbten Bodenplatten, die andere sah im buntfarbigen Aufbrechen der Einheitsplatten ein gesellschaftliches Signal von grundsätzlicher Bedeutung. Ein Plattenstreit also mit politischen Implikationen.

Stellvertretend für die drohende Spaltung der Herrlisch Raubacher Bürgerschaft standen hier einerseits die Initiative „Stadt der bunten Platten“ mit ihrer Sprecherin Dr. Petra Cornelia van Inden-Jechselwahren, zugleich Kreistagsabgeordnete der grünen Partei.

Und andererseits der Bürgerverein „Eine Stadt, eine Platte, eine Farbe“ mit seinem Vorsitzenden Horstbert Jungfeller, dem im Hinblick auf seine zugleich führende Mitgliedschaft in der eurokritischen „Allianz fürs Land“ (AfL) platter Populismus bzw. Plattenpopulismus vorgeworfen wurde.

Plattenstreit mit politischen Implikationen

Wer die wahre Geisteshaltung dieser Leute kennen lernen wolle, müsse sich nur deren Haltung zu Fußgängerzonen-Bodenplatten in freier Verfärbung ansehen, so Frau van Inden-Jechselwahren. „Es täte den offenbar farbenblind Kurzsichtigen gut, endlich eine andere Platte aufzulegen oder dieselbe zu putzen“, kommentierte dazu wiederum Horstbert Jungfeller. Unversöhnlich schienen die Positionen.

Die einen sahen hier einen hochwillkommenen Ausdruck multicoloraler Vielfalt im Stadtraum, die anderen warnten vor der Gefahr einer Überfärbung desselben. Was für die einen Zeichen moderner Stadtästhetik, bedeutete für die anderen Anzeichen beginnender Verwahrlosung.

Multicolorale Vielfalt oder Überfärbungsgefahr

Grau in grau - oder bunt gescheckt?

Grau in grau – oder bunt gescheckt?

Auch auf den brachialen Medien Racelook und Splitter häuften sich dazu die entsprechenden Postings und Kommentare. Auf Racelook richtete die Initiative „Stadt der bunten Platten“ sogar eine eigene Seite samt Fotoprotokoll der „freibunten Verfärbung von Fußgängerzonen-Bodenplatten in einer buntfreien Stadt“ ein und registrierte dafür sowohl Clickrekorde als auch teils wütende Gegenmeinungen.

Denn auch die verfärbungskritischen bis -ablehnenden Stimmen verschafften sich deutliches Gehör.

„Was auf den Bodenplatten unserer Herrlisch Raubacher Fußgängerzone beginnt, endet im Chaos für die ganzen Stadt!“, so eine in der Aussage durchaus repräsentative Stimme von vielen, die man in der Herrlisch Raubacher Fußgängerzone einfangen konnte.

Oder: „Die scheinbar oberflächliche Farbabweichung im städtischen Gemeinschaftsraum steht letztendlich für eine Fragmentarisierung in der Tiefe unserer Gesellschaft“, erklärte beispielsweise Prof. Rudolf Binsenklar, Stadtsoziologe und Experte für Urbane Superfizialgeologie.

Herrlisch Raubacher Plattentektonik lässt Wahlkampf erbeben

Auch Hubert Büllesbach und die hellrote Fraktion sahen sich und völlig gegen ihre eigentliche Absicht plötzlich gezwungen, im breit entbrannten Fußgängerzonen-Bodenplatten-Verfärbungsstreit klar Position zu beziehen. Dies gerade auch im Blick auf den bevorstehenden Wahlkampf, der sich unweigerlich in die plötzlich farblich bewegte Plattentektonik der Herrlisch Raubacher Fußgängerzone gezogen fand.

So erklärte der Hellroten frisch gekürter Bürgermeister-Kandidat Rüdiger Buhschek nicht ohne Pathos: „Wir Hellroten stehen, unserer Tradition und unserer Werte eingedenk, fest über den Platten unserer Fußgängerzone und farbentreu neben der Seite der Herrlisch Raubacher Bürger!“

Die grüne und dunkelrote Partei begrüßten ihrerseits die abweichenden Verfärbungen der beiden Bodenplatten als Ausdruck einer neuen bunten Stadtwirklichkeit. Seitens der grünen Partei lediglich mit der Einschränkung, dass die abweichende Verfärbung kein Symptom etwaiger Plattenemission bedeuten dürfte, weshalb eine entsprechende Untersuchung sowohl der betroffenen Bodenplatten als auch des näheren Umraumes gefordert wurde.

Parteien positionieren sich zur Platte

Von Seiten der dunkelroten Partei kam bei dieser Gelegenheit zudem die alte Forderung nach einer Vergesellschaftung der Fußgängerzonen-Bodenfläche wieder auf, was die prompte wie scharfe Ablehnung der gelben Partei nach sich zog. Im Gegenteil wurde hier die abweichende Verfärbung zweier Bodenplatten als politischen Fingerzeig dafür interpretiert, über die genau gegenteilige Privatisierung der Fußgängerzonen-Bodenfläche nachzudenken.

Um sich im bevor stehenden Wahlkampf gerade auch gegen den schwarzen Koalitionspartner zu profilieren, äußerte der gelbe Bürgermeister-Kandidat Pit Schnell hier denn auch:

„Die einheits- oder selbst skaliert graue Fußgängerzonen-Bodenfläche ist letztlich ein Ausdruck sozialistisch farbloser Knechtschaft. Vielfältig farbige Platten dagegen zeugen von der individuellen Freiheit und Gestaltungskraft in privater Initiative agierender Leistungsträger!“

2500 Herrlisch Raubacher bei Versammlung in der HeLKuW-Arena

Mit Spannung wurde endlich die Stellungnahme Trutz Altwassers im Bodenplatten-Verfärbungsstreit erwartet. Der Bürgermeister hatte lange geschwiegen, sich aber in der Herrlisch Raubacher Fußgängerzone mehrfach und mit ernster Miene sowohl auf dem weit überwiegend grauen Bodenflächenteil, als auch vor den beiden abweichend verfärbten Bodenplatten Nr.1845 und 1847 fotografieren lassen.

Wie sein Büroleiter Blacky U. Decker verlauten ließ, wolle der Bürgermeister damit seiner besorgten Aufmerksamkeit für die Farbdifferenzen, seiner wägenden Offenheit gegenüber beiden Färbungen und  insbesondere seinem Respekt vor den Anhängern beider Farblager Ausdruck zu verleihen.

Das Meisterstück lieferte Trutz Altwasser dann allerdings auf einer schließlich von der Stadtverwaltung in seinem Auftrag organisierten Bürgerversammlung zum Thema „Plurale Plattenperspektiven für Herrlisch Raubach“.

Vor den ca. 2500 Anwesenden in der damit übervollen HeLKuW-Arena (HeLKuW = Herrlische Licht-, Kraft- und Wasserwerke) erklärte der Bürgermeister gemeinsam mit Stadtrat Dr. Fridolin Krumm den Herrlisch Raubacher Plattenstreit mittels „einer allen Farbrichtungen gerecht werdenden Lösung“ für beendet.

Trutz Altwassers „Plurale Plattenperspektiven“ schaffen die Versöhnung

Auch die von der eigens engagierten Eventagentur S.Heiss&D.Luft, unter Leitung ihrer Geschäftsführerin Anke Altwasser organisierte Veranstaltung selbst setzte Maßstäbe. Vor einer Multivisionswand von gewaltigen Ausmaßen, auf der in kunstvoll animierter Abwechslung die unterschiedlich gefärbten Bodenplatten der Herrlisch Raubacher Fußgängerzone rotierten und zu den machtvollen Klängen einer bekannten Hollywood-Filmmusik, schritten Trutz Altwasser von links und Dr. Fridolin Krumm von rechts kommend über die Bühne langsam aufeinander zu, blieben schließlich mittig voreinander stehen und reichten sich beide Hände.

Während die Musik plötzlich verebbte, trat aus dem Hintergrund Prof. Ansgar Krumm vom bereits erwähnten Gutachterbüro Krumm-La Tour nach vorne, umriss noch einmal kurz das Problem und gab Trutz Altwassers „Pluralen Plattenperspektiven“ schließlich den gutachterlichen Segen als Meilenstein bzw. –platte auf dem Weg in die innovative Zukunft einer flexifundamentären Innenstadt-Bodenfläche.

Zur Lösung selbst: Die Firma Krumm&Söhne wird im Zuge eines um die entsprechende Serviceleistung ergänzten Dauerauftrages die beiden erweitert farbnuancierten Bodenplatten (Nr.1845 und 1847) an sämtlichen geraden Tagen jeweils gegen komplementär grau erodierte Exemplare aus-, sowie an sämtlichen ungeraden Tagen wieder zurücktauschen.

Auf dem innovativen Weg zur flexifundamentären Innenstadt

Dies solle im Übrigen auch für möglicherweise künftig noch in erweitert variierte Verfärbung fallende Bodenplatten gelten. Der zuständige Ratsausschuss hatte der entsprechenden Vorlage des Bürgermeisters breit mehrheitlich zugestimmt.

Den Mehrbelastungen des städtischen Haushalts stünden hier nicht nur zwei neu geschaffene 1 EUR-Jobs gegenüber, konnte Trutz Altwasser die Bedenken der hellroten und gelben Fraktion zerstreuen, sondern es würde  – mit Adresse an die grüne Fraktion –  auch für eine regelmäßige Emissions-Untersuchung der jetzt und gegebenenfalls künftig betroffenen Bodenplatten Sorge getragen.

Die von der dunkelroten Fraktion im Alleingang geforderte Plattenkollektivierung erhielt eine erwartbar breitest mehrheitliche Absage, den Einwänden der beiden anderen Kleinfraktionen im Rat, Politkids und Freie Senioren, wurde mit großzügiger Ausgabe von Süßwaren beziehungsweise Heizdecken begegnet.

Von der Bodenplatte zurück in den Landluftraum

Unter dem Begeisterungssturm von fast 2500 Herrlisch Raubachern – nur einige Prinzipienreiter um Petra Cornelia van Inden-Jechselwahren einerseits und Horstbert Jungfeller andererseits blickten etwas sauertöpfisch drein – konnte Trutz Altwasser verkünden:

„Nun steht Herrlisch Raubach wieder auf fester beziehungsweise fest auf flexibler Platte, und die Stadt kann sich nun der kommenden Eroberung des Herrlisch Raubacher Luft-, also ihres bislang unerschlossenen Landluftraums zuwenden!“

Und wir werden natürlich weiter berichten.

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H-G. Ullmann

ist gebührend ratloser Bürger, gelegentlicher Zaungast am Spielfeldrand, findet interessante Gespräche ohne Scheuklappen inspirierend und bewahrt sich den Reiz (manchmal auch fassungslosen) Staunens als Mittel geistiger Ausgeglichenheit.

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3 Kommentare

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  1. Liebe Genossinnen und Genossen, Schwestern, Brüder, Unterdrücktinnen und Unterdrückte aller Länder, ihr Völkerinnen und Völker der Welt!
    ……………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………….. (Text von der Redaktion gekürzt)

    ……zu erkennen, dass weder der Klassenplattenstreit in noch das Landluft-Boheme-Projekt für Herrlisch Raubach euren Blick trüben darf für die schwärzest bourgeoisen Machenschaften um die HeLKuW (Herrlische Lischt-, Kraft- und Wasserwerke)!
    Wie ich höre ist der Redaktionspraktikant der i-HR-Netzpforte einer ungeheuren Sache auf die Spur gekommen, über die hoffentlich bald berichtet wird!
    Die Befreiung aller ………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………..(Text von der Redaktion gekürzt)

    ……haltet euren Blick also auf die HeLKuW und bleibt wachsam!

    Für die dunkelrote Partei
    F. Magellan

  2. Hallo Frau Wirrkopf,

    als Bürgermeister-Kandidat der gelben Partei begrüße ich ausdrücklich Ihren Ansatz,
    zwei weiteren Menschen das hohe Glück des Zugangs zur Arbeitswelt zu verschaffen.
    Denn was tut einer ungeregelt beschäftigungslosen Seele wohler,
    denn eine sinnvolle Aufgabe noch dazu in unmittelbarem Dienst der Gemeinschaft?

    Hier stellt sich sogar die Frage, ob das überhaupt zusätzlich pekuniär entlohnt werden muss oder ob nicht die Arbeit gerade hier ihren Lohn in sich selber findet.

    Kritisch sehe ich hingegen die Perspektive einer am Ende doch wohl staatlichen Regelung des Abwurfs von Zigaretten-Endstücken nach Maßgabe der jeweils farblichen Beschaffenheit der Bodenplatte.
    Hier stehe ich im Sinne der gelben Grundsätze doch eher auf Seiten der freien, keiner beengend staatlichen Kontrolle unterworfenen Abwurfkräfte, deren in kreativer Eigenleistung gestaltetes Auftreffen auf die jeweilige Bodenplatte doch letztlich Ausdruck der individuellen Entfaltungspotentiale eines hochdynamischen Marktes sind.

    In dem Sinne einen aktiven Sonntag
    wünscht
    Pit Schnell

  3. Zur Frage grau in grau oder buntgescheckt: Man sollte die Zigarettenindustrie auffordern auf hell- bis dunkelgraue Zigarettenfilterhüllen umzustellen. Die gelben Filter auf den dunkelgrauen Abfallbehältern der Stadt stören mein ästhetisches Emfpinden schon lange. Man müsste dann nur darauf achten, dass diese grauen Zigarettenendstücke nicht an ungeraden Tagen auf die Platten 1845 und 1847 fallen. Aber das könnte man durch zwei weitere 1-Euro-Jobber lösen, die an besagten Tagen die Platten mit einem Besen besetzen und diese zigarettenendstückfrei halten.