Berthold Schröder

Berthold Schröder

36 Jahre und acht Monate hat Berthold Schröder für die Volkshochschule der Stadt Bergisch Gladbach gearbeitet und gewirkt. Am 21. März 2014 feierte er seinen Abschied. Der offiziell letzte Diensttag ist der 30. Juni 2014. Doch Überstunden und Urlaub ermöglichen es dem Experten für IT und Gestaltung, schon Ende März sein Büro zu räumen.

Zahlreiche Weggefährten, Kollegen, Freunde sowie seine Ehefrau Anneliese kamen zu der Feierstunde in der VHS. Berthold Schröder gestaltete seinen Abschied mit nachdenklichen und launigen Redebeiträgen sowie kurzen Musikeinlagen am Flügel vom Barock bis zur Moderne.

Der Anfang unter OTTO

„Ich habe angefangen unter OTTO“, begann der 65-Jährige seinen Vortrag, „am 21. Juli 1977.“ Damals unter Stadtdirektor Otto Fell und VHS-Leiter Eberhard Hirner, so erinnerte er sich, wurde er zuständig für Mathematik, Naturwissenschaften, Technik, Filmprogramm und kreatives Gestalten.

Letzteres wurde ihm mit Dienstbeginn nur als Übergangslösung zugeordnet, denn der Leiter des Referates Bildende Kunst und Ausstellungswesen sollte dafür zuständig sein. „Aber das blieb dann bis heute so“, stellte Schröder im Rückblick fest.

Stolz ist er zudem auf die Durchführung und die Ergebnisse seiner zahlreichen kreativen Kurse, in denen er mit den Kursteilnehmern auch nachhaltige Dinge entwerfen konnte. So gibt es immer noch das Mural am Haus Stockbrunnen 6 in Bensberg, das sogar in einem überregionalen Wettbewerb prämiert wurde.

Computerkurse für wirklich jeden

Neben der Kreativität hatte er zudem eine besondere Affinität zum Thema IT. „Wir waren in der WDR-Sendung Computerclub präsent, hatten Live-Schaltungen aus der VHS Bergisch Gladbach zur CEBIT nach Hannover, haben früh Computerräume vernetzt und über tausend Schüler erfolgreich zum Erwerb des Europäischen Computerpasses geführt“, resümierte der künftige Unruheständler.

Und lange bevor der Begriff “Inklusion” ins Licht der Öffentlichkeit gerückt wurde, habe er Computerkurse für Körperbehinderte, Gehörlose, Blinde und auch Menschen mit geistiger Behinderung  angeboten und verwies auf die Behinderten-Rechtskonvention der Vereinten Nationen.

Immer wieder für eine Überraschung gut

Die beiden ehemaligen VHS-Leiter Eberhard Hirner und Werner Ludwig ließen es sich nicht nehmen, den Kollegen Schröder in seinen vielen Facetten zu beschreiben. „Berthold Schröder machte sich einen Spaß daraus, z.B. an den Türschildern der Kollegen kleine Zettelchen mit Zeichnungen oder kurzen Texten anzubringen und freute sich diebisch, wenn sie diese erst nach Tagen fanden“, erinnerte sich Werner Ludwig.

Ungeklärt, so Ludwig, der bis 2009 VHS-Leiter war, sei bis heute die Tatsache, dass Exponate auf den Fluren des VHS-Gebäudes plötzlich auf dem Kopf hingen.

Für den Ruhestand überreichte Ludwig eine Brain-Harke, damit der manchmal auch kühne Geist auf Trapp gehalten wird.

Auch die aktuellen Kollegen und Dozenten seines Fachbereiches verabschiedeten sich von Berthold Schröder mit einem Dank für seine immer engagierte Arbeit. Wobei auch dort nicht verschwiegen wurde, dass die eine oder andere Aktion des quirligen Schröder überraschte.

Den Dank des Landesverbandes der Volkshochschulen von NRW überbrachte Udo Schneidereit, der dort zuständige Referent für Berufliche und Kreative Bildung. Er hob besonders Schröders Engagement als Landesbeauftragter für den Europäischen Computerpass hervor und stellte die bundesweit einzigartig erfolgreiche Umsetzung an der VHS Bergisch Gladbach heraus.

„Otto Fell hat einmal gesagt: ‚Die Besten gehen.’“, beendete Schröder seinen Vortrag mit einem Augenzwinkern: „Ich habe dafür 36 Jahre gebraucht.“

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