Bis zum Schluss war bei den Bürgerinformationsversammlungen gerätselt worden, wieviel Geld der Wiedereinstieg der Stadt Bergisch Gladbach beim Energieversorger Belkaw voraussichtlich einbringen wird – nach Steuern. Keine einfache Frage, denn das hängt u.a. von der Gewinnentwicklung bei der Belkaw und vom schwierigen Energiemarkt ab.

Dennoch musste die Stadtverwaltung noch eine Kostenschätzung anstellen, was im umgekehrten Fall der Verzicht auf den Belkaw-Einstieg kosten würde,  bei einem erfolgreichen Bürgerentscheid gegen den Ratsbeschluss.

Das Ergebnis, heute auf den nun offiziellen Unterschriften-Listen der Bürgerinitiative dokumentiert, ist verblüffend einfach:

Der städtische Haushalt müsste in den ersten zehn Jahren auf  einen Zinsvorteil bei der Weiterreichung des Belkaw-Kaufkredits an die Bädergesellschaft in Höhe von vier Millionen Euro verzichten, der städtische Haushalt auf weitere 32 Millionen, die als Mindestgewinnausschüttung vertraglich vereinbart worden waren. Macht also 36 Millionen Euro zusammen – oder 3,6 Millionen Euro pro Jahr.

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G. Watzlawek

Journalist, Volkswirt und Gründer des Bürgerportals. Mail: gwatzlawek@in-gl.de.

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