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Bündel von Glasfaserkabeln. Foto: Telekom

Bündel von Glasfaserkabeln. Foto: Telekom

Im vergangenen Jahr hatte Netcologne begonnen, sein Kabelnetz in Bergisch Gladbach technisch aufzurüsten, jetzt kündigt der Branchenriese Telekom eine ganze Reihe von Baumaßnahmen an. Los geht es bereits Ende Juni, abgeschlossen werden die Arbeiten bis Oktober. Welche Stadtteile davon profitieren, das will die Telekom allerdings erst in den Sommerferien verkünden.

37 Kilometer Glasfaserkabel sollen 100 Mbit erlauben

Dabei werden nach Angaben der Stadtverwaltung rund 37 Kilometer Glasfaserkabel im Tiefbau verlegt und 82 Kilometer Glasfaser eingezogen. Zudem werden 167 Multifunktionsgehäuse (MFG) neu aufgestellt oder mit Glasfaser angeschlossen.

Damit sind technisch Anschlüsse mit bis zu 100 Megabit pro Sekunde (MBit/s) möglich, die voraussichtlich ab dem 2. Quartal 2016 für die Haushalte in Bergisch Gladbach buchbar sein sollen. Von dem Ausbau der Telekom können auch Kunden anderer Anbieter profitieren, wenn der Anbieter entsprechende Kapazitäten bei der Telekom einkauft.

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Bürgermeister Lutz Urbach betont, dass Telekom wie Netcologne dabei auf eigene Kosten, ohne Zuschüsse aus dem öffentlichen Haushalt, agieren. Die Telekommunikationsunternehmen kalkulieren aber sehr genau, ob in einem bestimmten Gebiet genügend Haushalte wohnen, um den Ausbau zu finanzieren.

Ein paar weiße Flecken bleiben

Damit bleiben einige weiße, unterversorge Flecke im Stadtgebiet. Allerdings kündigt die Stadtverwaltung an, über diese Bereich noch einmal mit den Telekommunikationsfirmen zu verhandeln, womöglich sogar selbst etwas Geld in die Hand zu nehmen.

Bei der aktuellen Ausbaustufe geht es darum,  die MFG, die großen grauen Kästen am Straßenrand, an das Glasfasernetz anzuschließen, erläutert der zuständige Stadtentwicklungsbetrieb. Bislang werden die Daten per Kupferkabel übertragen, die die Datengeschwindigkeit stark dämpfen.

Vetoring-Technik soll dem Internet Beine machen

Dank der jetzt von der Telekom eingesetzten Vectoring-Technik soll sich die Geschwindigkeit beim Herunterladen von bisher bis zu 50 auf 100 MBit/s. Beim Heraufladen viervierfacht sich die Geschwindigkeit sogar auf bis zu 40 MBit/s. Auch Netcologne hatte diesen technischen Schritt für das laufende Jahr angekündigt.

Allerdings – die Glasfaser-Verbindung von den MFG bis zu den Hausanschlüssen oder gar in die Wohnungen hinein, wird es auf absehbare Zeit nicht geben. Das wäre zwar wünschenswert und angesichts des ständig steigenden Datenhungers bald auch nötig, aber sehr teuer.

Probleme in den Gewerbegebieten sind behoben

Die Gewerbegebiete in Bergisch Gladbach sind bei der Breitbandversorgung nach Angaben des Stadtentwicklungsbetriebs inzwischen auf einem guten Standard. Die Gewerbegebiete Frankenforst, West, Zinkhütte und Refrath waren im vergangenen Jahr aufgerüstet worden; nach technischen Anlaufschwierigkeiten seien aber auch sie mit der neuen Technik am Netz.

Redaktion

des Bürgerportals. Kontakt: info@in-gl.de

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3 Kommentare

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  1. Hallo TS,

    Erste Anschlüsse werden schon im Vorverkauf per Telefon beworben. Der Ausbau ist soweit ich von T-Systems erfahren habe weitgehend durch. Momentan werden die Daten für das Buchungssystem eingegeben und wenn dies abgeschlossen ist, können die Kunden Ihre schnellen Anschlüsse buchen. Ich hoffe sehr stark das der Telekom die Ports nicht all zu schnell aus gehen, da es ein reges Interesse gibt!

    Viel Glück!

  2. Mich würde mal interessieren, wie es mit dem Ausbau der Mülheimer Straße in Richtung Thielenbruch aussieht; Hier ist man auch total im „Neuland“ mit 7Mbit.

  3. Das ist eine ganz tolle Nachricht! Endlich scheint sich das Telekom zu bewegen.
    Aber ob Vectoring wirklich geschaltet wird, glaub ich erst wenn es wirklich soweit ist. Ansonsten glaub ich kein Stück! Das Telekom sagt ja sonst auch nicht so viel und wenn sind das Luftschlösser! Ich bin mal gespannt!

    Ende 2016 wird man sehen ob es wirklich was gebracht hat! Es heißt also noch mal Warten…