Bahnserie_1 600

Nachdem bei der Bahnlaufserie des TV Herkenrath an den letzten beiden Tagen jeweils über die Langstrecke eine neue deutsche Jahresbestleistung bei den Frauen erzielt wurde, sorgte auch am abschließenden dritten Wettkampftag eine Frau für das Top-Resultat.

Gamachu Ferahiwat war extra aus dem belgischen Lüttich angereist, und konnte nach 25 konstant absolvierten Stadionrunden eine auch international beachtliche Endzeit von 34:04,10 über die 10.000 Meter erzielen. Persönliche Bestzeit für die Frau aus Belgien.

Insgesamt waren die Temperaturen deutlich kühler als an den vorherigen Veranstaltungstagen der 33. Auflage der Traditionsveranstaltung. Das hielt aber auch diesmal die Besucher aus nah und fern nicht davon ab, in Scharen Jagd auf ihre Bestzeiten zu machen. Über 100 Teilnehmer waren es alleine über die 1500 Meter-Distanz.

Dabei bekamen die Besucher ein Herzschlagfinale bei den Entscheidung über den Sieg in der Gesamtwertung der Mittelstrecke zu sehen. Eine gute Sekunde Vorsprung hatte Titelverteidiger Fabian Spinrath (LAV Bayer Uerdingen Dormagen vor dem Zweitplatzierten Alexander Ide (TV Wattenscheid) vor dem abschließenden Rennen.

Nach drei absolvierten Stadionrunden lagen die beiden noch gleichauf. Doch dann begann Ide einen langgezogenen Endspurt auf den letzten 300 Metern. Spinrath versuchte mitzugehen, aber Ide hatte das beste Finish und sicherte sich so nicht nur den Tagessieg sondern auch hauchdünn den Pokal für den Seriensieger. Am Ende hatte er gerade einmal drei Hundertstelsekunden Vorsprung vor Spinrath in der Serienwertung.

Viel eindeutiger war das Serienergebnis bei den Frauen, wo Susan Robb (LAV Bayer Uerdingen Dormagen) mit einer beachtlichen Endzeit von 4:35,39 die Serienwertung mit über einer Minute Vorsprung für sich entschied. Schnellste 1500 Meter-Läuferin des Abends war allerdings Sanaa Koubaa. Die Leverkusener 3000 Meter-Hindernis-Spezialistin blieb in 4:25,36 nur knapp über ihrer persönlichen Saisonbestleistung.

Im schnellen 10.000 Meter-Rennen standen die Chancen ebenfalls nicht schlecht für ein spannendes Duell. Gerade einmal vier Sekunden trennten Philip Champignon (TSV Kirchdorf) und Marvin Karsch (Osnabrücker TB) vor dem abschließenden Lauf. Doch während Karsch auf den ersten 5000 Metern noch mit Tempohilfe seines Bruders in der Spitzengruppe zügige Runden absolvierte, musste er kurze Zeit später das Rennen beenden.

Nun feuerte er von der Seite aus lautstark seinen bisherigen Konkurrenten Champignon an. Und der schaffte es tatsächlich, im Alleingang beim Tempo noch eine Schippe drauf zu legen. Am Ende erzielte er so den souveränen Tagessieg, den Sieg in der Serienwertung und eine klasse Endzeit von 30:31,82.

Auch in der Schülerklasse der unter 16-jährigen war die Entscheidung eindeutig. Loisa Fischerman (DJK Kleinenbroich) und Noah Ben Bader (LG Remscheid) siegten hier mit jeweils über zehn Sekunden Vorsprung in der nach addierten Endzeiten gerechneten Gesamtwertung.

Und am Ende gab es sogar noch einen Deutschen Rekord. Franziska Dziallas (TV Hackenberg) verbesserte über 1500 Meter ihren eigenen Rekord von 5:56,48 min auf 5:33,82 min in der Startklasse der Geistig Behinderten.

Alle Ergebnisse der Laufserie finden Sie unter: http://www.karlfleschen.de/Bahnlaufserie/Ergebnisse.htm

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