Kreisdirektor Dr. Erik Werdel und Torsten Schmitt, Koordinator im Übergang Schule-Beruf.

Kreisdirektor Dr. Erik Werdel und Torsten Schmitt, Koordinator im Übergang Schule-Beruf.

Ende Januar geht es wieder los. Dann machen sich 2.600 Schüler aus dem Rheinisch-Bergischen Kreis auf den Weg, um die ersten Schritte im Arbeitsleben zu unternehmen. Bei den sogenannten Berufsfelderkundungen gleichen sie ihre Erwartungen an einen Beruf mit der Wirklichkeit ab, sammeln erste Erfahrungen und Eindrücke, um danach eine fundierte Entscheidung über ein später folgendes mehrwöchiges Praktikum zu fällen.

Die meisten der teilnehmenden Jugendlichen kommen aus den 8. Klassen und fast alle weiterführenden Schulen des Kreises beteiligen sich an dem „Realitätscheck“. Insgesamt finden bis zum Sommer drei Berufsfelderkundungen statt – und zwar am 25. Januar, 28. April und 4. Juli. Es werden also knapp 8.000 Plätze für Schnupperpratika benötigt.

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Große Chance für kleine Unternehmen 


Teilnehmenden Unternehmen eröffnet sich bei den Berufsfelderkundungen die Möglichkeit, potenziellen Nachwuchs schon früh kennenzulernen und Werbung für den eigenen Betrieb zu machen. Denn inzwischen stellt es für viele Betriebe eine immer größere Herausforderung dar, qualifizierten Nachwuchs zu finden.

„Jugendliche, die sich frühzeitig für ein Berufsfeld begeistern können, sind die potenziellen Auszubildenden der nächsten Jahre und so kann man dem Fachkräftemangel entgegenwirken“, sagt Theodor Schwarz aus der kaufmännischen Leitung von ASS Maschinenbau. Ein weiterer Aspekt, dem man sich gerne stelle, sei zudem, „der sozialen Verantwortung gegenüber den Schülern gerecht zu werden sowie moderne Berufe und Perspektiven in unserer Region aufzuzeigen.“ Diesem Anspruch wird das Overather Unternehmen gerecht, indem es 80 Schnupperplätze an den drei Terminen zur Verfügung stellt. Die Jugendlichen können als Mechatroniker und Zerspanungsmechaniker erste Erfahrungen im Berufsleben sammeln.

„Ich bin mir sicher, dass sich die Unternehmen auch 2016 wieder so stark engagieren wie im Vorjahr“, wirbt Kreisdirektor Dr. Erik Werdel. „Es ist schließlich in unser aller Interesse, den Nachwuchs zu fördern und Fachkräfte auszubilden.“

Kreisverwaltung stellt Plätze für 80 Schüler

Auch der Rheinisch-Bergische Kreis stellt zahlreiche Berufsfelderkundungsplätze zur Verfügung, damit sich die Jugendlichen dem Realitätscheck unterziehen können. Insgesamt können an den drei Tagen mehr als 80 Schüler herausfinden, ob die Arbeit bei der Kreisverwaltung für sie ein künftiges Tätigkeitsfeld sein könnte.

Aber gerade auch für kleine Betriebe, die einen oder zwei Plätze zur Verfügung stellen, sind die Berufsfelderkundungen ein ideales Instrument, um Nachwuchs schnell und einfach kennenzulernen und möglicherweise für eine spätere Ausbildung zu begeistern.

Mehr als 8.000 Berufsfelderkundungen in 2015


Im letzten Jahr machten sich 2.725 13- und 14-Jährige auf den Weg, um erste berufliche Erfahrungen zu sammeln. Mehr als 1.500 Unternehmen, Betriebe, Institutionen und Freiberufler aus der Region stellten dafür 8.175 Berufsfelderkundungsplätze zur Verfügung – ein großartiges Engagement. Die Schüler können ihre Schnupperplätze entweder über die Datenbank des Rheinisch-Bergischen Kreises buchen oder sich selbst auf die Suche machen – Hauptsache, am Ende hat jeder einen Schnupperplatz.

Die Berufsfelderkundungen sind ein Teil von zahlreichen Orientierungshilfen, die den Übergang Schule-Beruf im Rheinisch-Bergischen Kreis leichter gestalten sollen. In einer sogenannten Potenzialanalyse werden zunächst die Stärken und Interessen eines jeden Schülers ermittelt. Das Thema Berufsorientierung steht zudem auf dem Stundenplan der Schulen.

Am Anfang des 8. Schuljahres gibt es den Berufswahlpass

Zu Beginn des 8. Schuljahrs erhalten die Jugendlichen den sogenannten Berufswahlpass NRW. Dieser liefert viele Informationen und begleitet die Jugendlichen von der Potenzialanalyse bis zur Entscheidung über einen Studien- oder Ausbildungsplatz. Zudem können in dem Ordner beispielsweise Praktikumsberichte und Zertifikate der Berufsfelderkundungen abgeheftet werden.

An der Konzeption und Umsetzung des Berufswahlpasses, der vom NRW-Schulministerium verteilt wird und von einem Schulbuchautor verfasst wurde, hat der Rheinisch-Bergische Kreis mitgewirkt. Durch die Vielzahl der aufeinander abgestimmten Maßnahmen, gelingt ein nachhaltiger Umgang mit der Entscheidung über die Berufs- und Studienwahl. Die Jugendlichen können dadurch eine fundierte Entscheidung über ihre Zukunft treffen.

Der Rheinisch-Bergische Kreis ist Referenzkommune des Landes Nordrhein-Westfalen beim Übergang Schule-Beruf und damit einer der Vorreiter im Land.

RBK

Rheinisch-Bergischer Kreis

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