Rolf-Albert Schmitz mit Cevriye Zuropov und den Kindern Nasike, Nisa und Ahmet (v.l.).

Die Aktion „Fluchtpunkt Bergisch Gladbach – 100 Tage Spendenmarathon“ hat viele Unterstützer. Einer davon lebt und wirkt in Bergisch Gladbach, genauer im Stadtteil Heidkamp.

Rolf-Albert Schmitz hat vor 15 Jahren mit seiner Tochter Susanne Schmitz die Stiftung Solidarität und Menschenrechte, kurz SUM, gegründet. Gemeinsam mit der Bethe-Stiftung verdoppelt die SUM alle eingehenden Spenden zur Fluchtpunkt-Aktion. Doch nicht nur mit Geld sondern mit hohem persönlichem Engagement unterstützt der Heidkamper zurzeit drei Familien, die als Zuflucht-Suchende nach Bergisch Gladbach gekommen sind.

So lebt Cevrije Zurapov mit ihrem Mann Kemal und den drei Kindern Achmet, Nasike und der in Bergisch Gladbach geborenen Nisa seit November 2014 in Heidkamp. Zuerst in dem Gebäude der sogenannten Roten Schule. Mittlerweile im Gustav-Lübbe-Haus.

„Ich habe die Familie auf dem Bürgersteig angetroffen und gefragt, ob ich helfen kann“, erinnert sich Schmitz an die erste Begegnung. Die Familie war aus Mazedonien geflüchtet und kam ohne Hab und Gut in der Kreisstadt an.

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Als Mentor hat sich der engagierte Heidkamper dann eingesetzt. So wurde als erste Maßnahme eine Kaffeemaschine gekauft. Dann erkundete man gemeinsam den Weg zur Tafel. Außerdem wurden Anziehsachen organisiert. Auch die Teilnahme am gesellschaftlichen Leben gestaltete Rolf-Albert Schmitz mit. Auf die Weihnachtsfeier folgte der Besuch der Karnevalszugs und das Ostereiersuchen im Park von Schloss Lerbach. Zudem besuchte die Roma-Familie mit ihm das Zigeunerfest in Köln.

Cevriye Zuropov ist sehr dankbar über diese Unterstützung. Die Mutter hat viel Arbeit mit dem Säugling und der kleinen Tochter. Fürs Deutschlernen ist keine Zeit und daher ist sie auf die Unterstützung angewiesen.

Zunächst im Ausland, jetzt in Bergisch Gladbach

Insgesamt drei Familien betreut Rolf-Albert Schmitz, teilweise schon seit sieben Jahren. „Ich helfe bei der Integration und versuche das Miteinander zu fördern. Das Hauptanliegen meiner Stiftung ist es ja, zur Völkerverständigung beizutragen.“

„Meine Stiftung engagiert sich seit dem Jahr 2000 in Südamerika“, beschreibt der Stifter sein Engagement vor allem für die Rechte der Indios. Doch im Jahr 2006 drehte sich sein Blick auch auf die Bedürfnisse vor seiner Haustüre. „Ich habe gemerkt, dass ich auch hier in Deutschland und konkret in Bergisch Gladbach unterstützen kann.“

Zunächst finanzierte die Stiftung Sprachkurse und Angebote der AWO-Jugendberatung. Kurze Zeit später rückten benachteiligte Kinder in den Fokus. Der Kosten für den Kauf eines Fahrrads oder die Mitgliedschaft in einem Sportverein wurden beispielsweise übernommen.

Bürgerbegegnung in Heidkamp geplant

Immer stärker initiiert der ehemalige Schul-Psychologe nun Projekte zur Förderung des Miteinanders von Zuflucht-Suchenden und Nachbarn. Daher plant er auch im Januar eine Bürgerbegegnung. Bewohner des Gustav-Lübbe-Hauses treffen auf Heidkamperinnen und Heidkamper. „Ich bin gespannt, was sich daraus entwickeln kann“, beschreibt Rolf-Albert Schmitz sein Gefühl.

Für ihn sind solche Aktionen wichtige Schritte für die große Aufgabe, der sich die ganze Stadt derzeit stellen muss: Miteinander leben in Bergisch Gladbach.

Für den Spendenmarathon wünscht sich Rolf-Albert Schmitz natürlich viele Spenden und vielfältige Integrationsprojekte.

Bis zum 31. Januar 2016 läuft die Aktion unter dem Titel „Fluchtpunkt Bergisch Gladbach – 100 Tage Spendenmarathon“.

Spendenkonto bei der Kreissparkasse Köln
Kontoinhaber: Stadt Bergisch Gladbach
IBAN: DE25 3705 0299 0311 5707 53
BIC: COKSDE33XXX

Wer ein Projekt anmelden möchte, kann bis zum Jahresende das entsprechende Formular ausfüllen. Es befindet sich – wie alle weiteren Informationen – auf der Internetseite der Stadt.

Pressestelle Stadt BGL

Hier werden offizielle Pressemitteilungen der Stadtverwaltung veröffentlicht. Sie geben nicht die Meinung des unabhängigen Bürgerportals iGL wieder.

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