Der Driescher Kreisel. Ein Gesamtkunstwerk

Die Unfallzahlen im Rheinisch-Bergischen Kreis haben sich im vergangenen Jahr kräftig von 7630  auf 8644 erhöht. Daran waren die Autofahrer in Bergisch Gladbach maßgeblich beteiligt, hier krachte es mit 3513 Unfällen pro 100.000 Einwohner im Jahr häufiger als in allen anderen Kommunen im Kreis. Das geht aus einem Bericht der Kreispolizei RheinBerg hevor.

Auch bei der Liste der sogenannten Unfallhäufungsstellen liegt die Kreisstadt vorne: zu den neun bekannten Problemkreuzungen in der Stadt sind drei weitere neu hinzugekommen. Die neue Baustelle an der Schnabelsmühle, wo es in den vergangenen Wochen häufiger zu Unfällen kam, ist allerdings noch gar nicht dabei: sie wird wohl erst in der Statistik 2016 auftauchen.

Die Entwicklung der Unfallzahlen in RheinBerg. Gesamtschäden und Sachschäden.

Der größte Problembereich ist ein alter Bekannter: die Kreuzung „Gohrsmühle / Hauptstraße / Kalkstraße /Stationstraße”, berühmt als Driescher Kreisel. Hier registrierte die Polizei 13 Unfälle. Das ist zwar nur ein Fall mehr als in beiden Vorjahren – aber zum ersten Mal gab es hier viele Verletzte, nämlich in der Hälfte aller Fälle.

Damit ist der Driescher Kreisel auf der Prioritätenliste der Kreispolizei nach oben gerutscht, sie wird nun der Stadtverwaltung raten, hier für Verbesserungen zu sorgen.

Hinweis der Redaktion: In der Presseschau hatten wir andere Zahlen und einen anderen neuen Unfallschwerpunkt genannt; diese Angaben aus KSTA/BLZ waren falsch.

Ein weiterer Unfallschwerpunkt lauert wenige Meter weiter: der Abschnitt der Stationsstraße zwischen dem kleinen Kreisverkehr (Ausfahrt Busbahnhof und Parkhaus RheinbergGalerie) und der Rampe zur Paffrather Straße sorgte für zwölf Unfälle, dreimal mehr als im Vorjahr. (Nur) dreimal waren in diesem Bereich, in dem ohne Ampeln ein friedliches Miteinander aller Verkehrsteilnehmer herschen soll, Fußgänger an den Unfällen beteiligt. Allerdings gab es in jedem dieser drei Fälle Verletzte.

Der sogenannte kleine Kreisel. Foto: Cseh Kriszti

Dieser Bereich ist seit dem Umbau der Stationsstraße umstritten; seit der Einrichtung der Baustellen für „Strunde hoch vier” in der östlichen Innenstadt fließt hier jedoch sehr viel Umwegverkehr zusätzlich.

Weitere nicht geklärte Unfallschwerpunkte in Bergisch Gladbach sind:

  • Die Kreuzung Vürfelser Kaule / Frankenforster Straße / Neufeldweg / Lustheide: mit zwölf Unfällen krachte es hier noch häufiger als im Vorjahr; nach Einschätzung der Polizei greifen hier die Maßnahmen der Stadt noch nicht
  • Die Kreuzung Alte Wipperfürther / Handstraße / Pfaffrather Straße mit fünf Unfällen.
  • Die Gohrsmühle, die vor allem für Fahrradfahrer gefährlich ist. Hier kam es zu sechs Unfällen mit Beteiligung des Radverkehrs, zwei Drittel davon gingen nicht ohne Verletzungen ab.

Dagegen wurden einige andere Schwerpunkte deutlich entschärft:

  • Kreuzung Handstraße / Schmidt-Blegge-Straße: hier wurde 2015 kein Unfall mehr registriert, im Vorjahr waren es noch fünf.
  • Refrather Weg vor dem Finanzamt
  • Kreuzung Bensberger Straße / Alte Kölnische Straße
  • Dolmannstraße / Bernard-Eyberg-Straße
  • Kölner Straße 71 – 83

Wir dokumentieren den gesamten Unfallhäufigkeitsbericht der Polizei:

Redaktion

des Bürgerportals. Kontakt: info@in-gl.de

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