Das prophetische Bürgerportal

„Zum öffentlichen Putztag haben sich in neun Stadtteilen 15 Gruppierungen angemeldet. In Refrath tut sich am Samstag viel, in Gladbach und Bensberg wenig.“

– so fasste das Bürgerportal die Aussichten für den traditionellen Frühjahrs-Putztag zusammen. Und hatte wie so oft, zumindest für Bensberg, den richtigen Riecher.

In Bensberg wenig Neues, aber nicht nix

In Bensberg tat sich in der Tat wenig, aber zwei taten unerlaubt doch ‘was. Eigentlich hätten es sogar drei sein können, wenn einer nicht im außer Fassung geratenen Umzugschaos versunken wäre, was jeden Dispens rechtfertigt.

Strenges Auswahlverfahren – mit Fragezeichen

Die konzentriert einstellige Endmobilisierung hatte jedoch ihren Grund in einem äußerst strengen Vorauswahl-Verfahren: Von den ursprünglich weit über 10.000 Bewerbern konnten sich letztlich nur drei als Special Sanitary Consultants für das Zentrum der Schlossstadt qualifizieren. Man nimmt hier eben nicht jeden. Das Bürgerportal mutmaßt allerdings, dass hier nicht alles auf lautere Weise zustande gekommen sei. Recherchen laufen.

Das Einsatzkommando Bensberg. Klein, aber effektiv

Unter Frühlingsblau und mit allerhöchster Hilfe

Am Sammelpunkt vor dem Haupteingang des Ex-Loewencenters fanden sich dann Samstag vormittag statt irdischer Heerscharen zwei fragwürdige Herren verschärft fortschreitenden Alters unter leuchtend blauem Himmel und immerhin von einem Stand der Zeugen Jehovas sekundiert – Und wahrlich, entsprechend, möchte sagen: magisch leicht lagen die Putzzangen in der Hand …

Kippen, vor allem Kippen, überall Kippen – und nette Gespräche

Größere Überraschungen blieben aus. Es waren Kippen vor allem, wie gesagt, Zigarettenschachteln, Verpackungsreste, Kronkorken, Pappunterlagen, Taschentuch- und Essensreste, die sich fanden. Alles passte am Ende in einen großen Müllsack.

Die orangenen Westen machten zudem offenbar Eindruck, verliehen etwas von der aromatischen Aura kommunaler Autorität und inspirierten manch frühlingshaft schwingend nettes Gespräch zwischen Putzern und Passanten. Nicht zuletzt über stadtpolitische Aktualitäten … Aber darüber vielleicht ´mal an anderer Stelle.

Personalengpass minimiert Fotodokumentation

Da Die Zwei durchaus fleißig putzten, nebenher und wie beschrieben auch gern mit dem Publikum parlierten, blieb nicht soviel Zeit für die Fotodokumentation …Nur ein paar Eindrücke also …

Ach so – Es putzten: Rolf Havermann, HG Ullmann (und hoffen auf Bewährung …)

PS: Ein ganz großer Dank an Sascha Kolter und seine Truppe vom AWB! Da lässt man sich durch kein organisatorisches Chaos schrecken und liefert kurzfristig alles Gerät frei Haus!

H-G. Ullmann

ist gebührend ratloser Bürger, gelegentlicher Zaungast am Spielfeldrand, findet interessante Gespräche ohne Scheuklappen inspirierend und bewahrt sich den Reiz (manchmal auch fassungslosen) Staunens als Mittel geistiger Ausgeglichenheit.

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