Nach langwierigen Bodenarbeiten geht es an der Bensberger Straße jetzt rasch voran: Die Versorgungsanschlüsse sind gelegt, die Wege asphaltiert, die Fundamente für die geplante Flüchtlingsunterkunft gegossen. Im Moment werden in Lückerath die ersten Containermodule angeliefert und montiert.

Die Stadtverwaltung geht davon aus, dass das erste komplette L-Modul im September fertig sein wird, teilte  Fachbereichsleiterin Beate Schlich bei der Sitzung des Integrationsrates mit. Trotz des aktuellen Rückgangs der Flüchtlingszahlen werde diese Unterkunft benötigt, um die Sporthallen räumen zu können. Die Stadt geht derzeit davon aus, dass die Zuweisungen durch das Land im Juli wieder beginnen, allerdings in einem weit niedrigeren Umfang als im vergangenen Winter. Sollte der Zuzug moderat bleiben werde über die Schließung der Massenunterkunft in Katterbach nachgedacht – aber nicht über eine Aufgabe des Projektes in Lückerath.

Blick von der angrenzenden Helene-Stöcker-Siedlung auf die Baustelle. In diesem Bereich entsteht ein massiver Sichtschutzwall

Dass bereits im Herbst der Bezug der Module in Lückerath beginnt ist eher unwahrscheinlich. Solange kein Druck durch neue hohe Flüchtlingszahlen entsteht versucht die Verwaltung zu vermeiden, erst halbfertige Unterkünfte zu nutzen. Das hatte sich auch in Paffrath gezeigt, wo einzelne bereits fertige Module monatelang leer standen.

Wie in Paffrath entsteht in Lückerath ein im Vergleich zu den Hallen relativ hochwertiger Wohnraum, der den untergebrachten Menschen ein hohes Maß an Autonomie erlaubt. Geplant ist eine Nutzungsdauer von fünf, womöglich sogar zehn Jahren.

Der Lageplan der Unterkunft in Lückerath

Die Stadt war den Anwohnern entgegen gekommen und hatte die zunächst geplante Kapazität von 500 auf 300 Personen reduziert. Aber auch damit sind einige der Anwohner nicht einverstanden, die eine Ghettobildung befürchten.

Ein zunächst in Lückerath geplantes großes Internationales Begegnungszentrum bringt die Verwaltung jetzt in kleinerem Umfang im Kenfenheuer-Gebäude in Heidkamp unter. Dabei wird aber noch am Konzept gearbeitet, der Stadtrat hat sich damit noch gar nicht beschäftigt.

Noch ist der Blick von der Baustelle in Richtung Helene-Stöcker-Straße und Seniorenheim frei

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Redaktion

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