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Große Dhünn-Talsperre öffnet am 18. September zum vierten Mal ihre Tore – Erlebnis, Mitmachen und Natur und Gewässerschutz stehen im Mittelpunkt

2007, 2010 und 2013 kamen jeweils mehrere tausend Besucher zu unverDHÜNNt an die Große Dhünn-Talsperre. Nun ist es wieder soweit: Am 18. September von 10 bis 18 Uhr öffnen der Wupperverband, der Rheinisch-Bergische Kreis und der :aqualon e. V. erneut die Pforten zu dem zweitgrößten Trinkwasserreservoir in Deutschland – aber natürlich nur sprichwörtlich.

Einem breiten Publikum wird ermöglicht, das in Augenschein zu nehmen, was sonst nicht zugänglich ist. Georg Wulf, Vorstand des Wupperverbands, und Landrat Hermann-Josef Tebroke präsentierten nun die Highlights des Programms. „Wir werden wieder das Erlebnis von Natur und Wasser mit der Bedeutung des Gewässerschutzes verknüpfen“, machte Georg Wulf deutlich und kündigte ein spannendes Programm an.

Sehen, was sonst verborgen ist

Bei der 4. Auflage dreht es sich wieder ganz um das Entdecken. „Das Mitmachen steht im Mittelpunkt“, erläuterte Hermann-Josef Tebroke. „Die Veranstaltung findet ganz unverDHÜNNt und konzentriert an einem Tag rund um den Staudamm statt.“ Besucher können die Schutzzone I an der Talsperre besuchen und viele Schätze kennenlernen.

Normalerweise ist dieser Bereich nicht zugänglich, denn er schützt das Talsperrenwasser vor Verunreinigung. unverDHÜNNt ist also etwas ganz Besonderes. Bei den geführten Wanderungen in die Wasserschutzzone erfahren die Teilnehmer viel über Flora und Fauna. Mit etwas Glück lassen sich dann vielleicht auch die Bewohner, wie verschiedene Wasservögel und andere Tiere, beobachten. Durch die Erzählungen der Begleiter lässt sich auch in die Vergangenheit des Dhünntals eintauchen und erfahren, wie das Leben war, bevor das Wasser kam.

Die Ausflüge in diesen sensiblen Bereich verfolgen aber noch ein weiteres wichtiges Ziel: Es soll bei den Teilnehmern um Verständnis für die Schutzbedürftigkeit geworben werden. Zudem lassen sich an dem Tag die hochwertigen Wanderwege erkunden, die in den letzten Jahren auch im Bereich der Großen Dhünn-Talsperre entstanden sind. Eine Fahrradsternfahrt, organisiert durch den Strom- und Wasserversorger BEW, führt aus vielen Städten und Gemeinden der Umgebung auf den Staudamm.

Erlebnis im Staudamm

Neben den Ausflügen in die Natur bietet der Tag aber noch viel mehr für die gesamte Familie. Auf dem Staudamm und im Tal der Losenau lädt der Bergische Erlebnismarkt zum Entdecken und Ausprobieren für die ganze Familie ein. Hier kann man unzählige spannende Dinge rund um das kühle Nass kennenlernen, beispielsweise bei Wasseruntersuchungen.

Viele weitere naturwissenschaftliche Phänomene können Groß und Klein ebenfalls hautnah erleben. Der Staudamm selbst lädt zu einem faszinierendem Ausflug in sein Inneres ein. Über 366 Stufen führt der Weg in den Kontrollgang des Staudamms und zum Ausgang am Fuß des Damms in der Losenau. Es ist faszinierend sich vorzustellen, dass man sich in einem Bauwerk befindet, welches den Druck von 72 Millionen Kubikmetern Wasser aushält. Die Fachleute des Wupperverbands erklären im Staudamm wie dieser konstruiert ist, um den Kräften zu widerstehen.

Show-Programm auf der Bühne

Auf einer Bühne gibt es bei interessanten Talkrunden viel über Wasser, Natur, Technik und die Region zu erfahren. Ein Show-Programm sorgt für spannende Unterhaltung. Kulinarische Leckerbissen bietet der Bergische Biergarten.

Shuttle-Bus-Service zur Talsperre

Um die Besucherströme – es wird wieder mit einigen tausend Besuchern gerechnet –  problemlos an die Talsperre zu bringen, richten die Verkehrsunternehmen Wupsi und RVK einen Shuttle-Bus-Service ein. Von Sammelparkplätzen in Odenthal und Wermelskirchen aus, werden am gesamten Veranstaltungstag Busse regelmäßig zur Talsperre nach Lindscheid pendeln.

Viele Partner engagieren sich für unverDHÜNNt

Damit eine solch große Veranstaltung gelingt, unterstützen viele weitere Partner unverDHÜNNt 2016. Die Region zieht also an einem Strang, um die Schätze der Landschaft rund um die Talsperre zu offenbaren sowie gleichzeitig für Natur- und Trinkwasserschutz zu werben.

Auf Themenwanderungen Natur und Geschichte der Region erfahren

Ein ganz besonderes Highlight sind bei unverDHÜNNt die geführten Themenwanderungen rund um die Natur und die Geschichte des Dhünntals. Ab jetzt können diese Touren beim i-Punkt in Altenberg gebucht werden.

Für den tiefen Einblick sorgt der Verein Landschaft und Geschichte e. V., der drei unterschiedliche Themenwanderungen anbietet.

Die Exkursion „Bäche und Fische“ beschäftigt sich mit den Gewässern, die unterschiedliche Lebensräume und eine erstaunliche Artenvielfalt bieten. Die großen Raubfische wie die Seeforelle in der Talsperre, die wieder Dhünn-aufwärts wandernden Lachse und die Forellen in den Bächen werden unter anderem auf der Exkursion vorgestellt – und vielleicht bekommen die Teilnehmer die Fische sogar zu sehen. Die Wanderung führt von Lindscheid über den Bömericher Siefen, Maria in der Aue und Linnefe zurück in die Loosenau, wo man sich dann gleich stärken kann.

Die Schutzzone der großen Dhünntalsperre

Die Geschichtswanderung von der Steinzeit bis zum Mittelalter führt von Lindscheid über Eichholz nach Bömberg. Die Teilnehmer machen sich dabei auf die Suche nach Funden aus dem Dhünntal. Bevor das Wasser ins Dhünntal kam, haben Bodendenkmalpfleger so viel wie möglich erforscht, gesammelt und gerettet bei ihrer Suche nach Zeugnissen aus der Vergangenheit des Bergischen Lands. Auf der Exkursion werden Funde und Fundplätze von der Steinzeit bis zum Mittelalter vorgestellt und die Wanderer begeben sich auf einen spannenden Ausflug in die faszinierende Kulturlandschaft.

Ebenfalls einen geschichtlichen Schwerpunkt bietet die Exkursion „Pulvermühlen – schwarzes Gold der Dhünn“. Das Schwarzpulver wurde hier vom Mittelalter bis zum 1. Weltkrieg hergestellt – zuletzt sogar im industriellen Maßstab. Während der Tour gehen die Teilnehmer auf Spurensuche nach den Pulverfabriken und erfahren viel über deren bewegte Geschichte. Die Runde startet in Lindscheid und führt über Bömericher Siefen zurück in die Loosenau.

Die Exkursionen starten jeweils um 10 und 14 Uhr und dauern circa zwei Stunden. 25 Personen können an jeder Wanderung teilnehmen. Dafür ist eine verbindliche Anmeldung notwendig.

Die Anmeldung ist ab sofort möglich beim i-Punkt Altenberg (E-Mail: ipunkt@altenberg-info.de, Tel.: 02174 419950, Öffnungszeiten: Donnerstag bis Dienstag von 10.00 bis 12.30 Uhr und von 13.30 bis 16.30 Uhr, Mittwoch geschlossen).

Der Treffpunkt für die Themenwanderungen am 18. September ist der Infostand des Vereins Landschaft und Geschichte e.V. beim Erlebnismarkt auf dem Staudamm der Großen Dhünn-Talsperre. Weitere Informationen zu den Themenwanderungen finden sich unter www.unverdhuennt.de .

Besondere Angebote für Menschen mit Behinderung
unverDHÜNNt bietet auch diesmal wieder besondere Angebote für Menschen mit Behinderung. Bereits im Jahr 2013 nahmen viele Menschen mit Handicap die Angebote an und konnten an „unverDHÜNNt – Was(s)erleben“ teilnehmen. Daher gibt es auch diesmal wieder auf dem Bergischen Erlebnismarkt einen Informationsstand, an dem sich Menschen mit Behinderung über die verschiedenen Angebote informieren können. Dazu zählen beispielsweise Übersetzungen von Informationen durch Gebärdendolmetscher, der Verleih von induktiven Höranlagen sowie ein Busshuttle für Rollstuhlfahrer.
Die geführten Wanderungen in die Wasserschutzzone 1 sind so angelegt, dass Menschen mit einer Sehbeeinträchtigung gemeinsam mit einer Begleitperson daran teilnehmen können. Selbstverständlich können auf dem gesamten Gelände und bei den Wanderungen auch Behinderten-Begleithunde mitgeführt werden. Ausgewählte Wanderungen werden für Menschen mit einer Hörbeeinträchtigung von Gebärdensprachdolmetschern in die Deutsche Gebärdensprache übersetzt. Diese werden zu einem Teil von der AOK finanziert.
Die Gebärdendolmetscher sind auch auf dem Veranstaltungsgelände vor Ort und geben mehrmals täglich Informationen zum Kontrollgang, der unter der Talsperre verläuft, sowie zum Wasserentnahmeturm.
Außerdem übersetzen sie viele Talkrunden und weitere Programmpunkte auf der Bühne in die Gebärdensprache.

Ein weiteres Highlight ist der Besuch des Kontrollgangs im Staudamm, in dem auch Rollstuhlfahrer bis zu 100 Meter weit und damit etwa 65 Meter unterhalb des Wasserspiegels auf Entdeckungsreise gehen können. Der Startpunkt dafür ist in der Loosenau.

Besucher mit Parkausweis für Behindertenparkplätze können den Parkplatz P3 in Wermelskirchen-Grünenbäumchen ansteuern. An der Absperrung müssen sie lediglich ihren Parkausweis vorzeigen. Von dort fährt der Shuttle-Service des Arbeiter-Samariter-Bunds sie zum Veranstaltungsgelände. Es werden sowohl der Staudamm als auch die Loosenau angefahren. Selbstverständlich sind auf dem Veranstaltungsgelände auch barrierefreie Toiletten vorhanden.

Weitere Informationen zu dem spannenden Programm auf dem Staudamm und in der Loosenau, zu den verschiedenen Wanderungen sowie zu den Parkplätzen und dem Bustransfer finden sich im Internet unter www.unverdhuennt.de. Flyer mit dem Programm liegen in den Kreishäusern, den Rathäusern der Stadt und der Gemeinden sowie an vielen weiteren zentralen Punkten im Kreis aus.
Viele Partner an Bord
„unverDHÜNNt – Was(s)erleben“ findet in einer Kooperation zwischen dem Wupperverband, dem Rheinisch-Bergischen Kreis und der WasserKompetenzRegion :aqualon e. V. statt. Gefördert wird die Veranstaltung durch die Kultur- und Umweltstiftung der Kreissparkasse Köln. Zudem unterstützen viele weitere Partner „unverDHÜNNt – Was(s)erleben“. Das sind: adfc, Arbeiter-Samariter-Bund Regionalverband Bergisch Land e. V., avea GmbH, Bergische Landeszeitung, Bergische Morgenpost, Bergische Waldquelle, BEW – Bergische Energie und Wasser, DasBergische, Deutsches Rotes Kreuz, Gemeinde Kürten, Gemeinde Odenthal, Haaner Felsenquelle, Radio Berg, Regionalverkehr Köln GmbH, Rheinisch-Bergischer Naturschutzverein e. V., Rheinische Post, Sauerländischer Gebirgsverein e. V., Stadt Wermelskirchen, Wasserversorgungsverband Rhein-Wupper, Wir Bergischen und die wupsi.

RBK

Rheinisch-Bergischer Kreis

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