Rein rechnerisch kann  jeder Einwohner Nordrhein-Westfalens vom Baby bis zum Greis exakt 21.207 Euro im Jahr ausgeben. Diese Zahl bezieht sich auf 2014 und gibt das tatsächlich verfügbare Einkommen nach Steuern an. Ein Wert, der im Land immerhin um 500 Euro gestiegen ist.

Natürlich ist das Einkommen sehr unterschiedlich verteilt. Nicht nur zwischen Banker und Hartz-IV-Empfänger, sondern auch zwischen den Bewohnern einzelner Städte.

Hintergrund: Verfügbares Einkommen (bitte anklicken)
Darunter verstehen die Statistiker die Einkommenssumme (Arbeitnehmerentgelt und Einkommen aus selbstständiger Arbeit und Vermögen), die den privaten Haushalten nach der sogenannte Einkommensumverteilung, also abzüglich Steuern und Sozialabgaben und zuzüglich empfangener Sozialleistungen, durchschnittlich für Konsum- und Sparzwecke zur Verfügung steht.

Es ist als Indikator für die finanziellen Verhältnisse der Bevölkerung der Gemeinden zu verstehen und ermöglicht mittelbar Aussagen zur lokalen Kaufkraft, wobei die regionale Preisentwicklung unberücksichtigt bleibt.

Für die aktuellen Ergebnisse wurden erstmals die Einwohnerzahlen aus der Bevölkerungsfortschreibung auf Basis des Zensus 2011 verwendet. Vergleichbare Ergebnisse je Einwohner liegen daher auf Gemeindeebene für den Zeitraum von 2011 bis 2014 vor.

Die Daten des statistischen Landesamtes zeigen, dass im Rheinisch-Bergischen Kreis alle Städte und Kommunen über dem Landesschnitt liegen. Burscheid und Overath nur knapp, Bergisch Gladbach mit 24.757 Euro schon deutlich – und Odenthal als Spitzenreiter (28.415) schon sehr deutlich.

In den vergangenen drei Jahren sind die Einkommen fast im Gleichschritt gestiegen, Odenthal baut seine Führung noch leicht aus.

Damit kommen die Odenthaler immerhin auf Platz 18 der einkommensstärksten Nordrhein-Westfalen, Bergisch Gladbach auf Platz 48. Allerdings hat Odenthal gegenüber dem Vorjahr zwei Plätze verloren, die Kreisstadt hat sich um einen Platz verbessert.

Auf Platz 1 kommt übrigens Blomberg (Kreis Lippe) mit stolzen 40.929 Euro pro Kopf, am Ende der Tabelle steht Kranenburg im Kreis Kleve mit bitteren 15.233 Euro.

Noch einmal ein ganz anderes Bild ergibt sich, wenn man die Kaufkraft einer Stadt insgesamt betrachtet; also die kombinierten Einkommen aller Bürger. Dann sieht man, dass Bergisch Gladbach mit 2,7 Milliarden Euro den Rheinisch-Bergischen Kreis klar dominiert. Wermelskirchen kommt mit 827 Millionen auf Platz 2, Odenthal ist abgeschlagen.

Wo die Bürger ihre Kaufkraft ausgeben, daheim oder am Rhein, lässt diese Statistik nicht erkennen. Die Kölner haben eine Kaufkraft von 21,6 Milliarden Euro; davon wird nur wenig in Rhein-Berg landen.

Datix

Zahlen, Tabelle, Grafiken sind mein Metier. Weil mich interessiert, was sich hinter dem ganzen Datensalat verbirgt.

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