wasserdruckzone

Die Wasserdruckzone 2. Hier wird weiterhin gechlort. Karte: Geoportal BGL / Vermessungs- und Katasteramt Rhein-Berg

Aktualisierung 27.9.2016: Eine Expertenkommission mit Professor Martin Exner, Direktor des Instituts für Hygiene und Öffentliche Gesundheit der Uni Bonn, hat am Montag entschieden, dass die Chlorung des Trinkwasser in Hebborn „bis auf Weiteres” fortgesetzt werden muss. Das sei aus Sicherheitsgründen notwendig, teilte der Kreis am Dienstag mit. Nach wie vor suche die Belkaw „mit Hochdruck nach dem Auslöser” der Verunreinigung mit Keimen. Daher werde die Wasserdruckzone 2 (Details siehe unten) weiterhin intensiv beprobt und überwacht.

Beitrag vom 23.9.: Belkaw chlort Trinkwasser eine weitere Woche

Wer eine sensible Zunge oder Nase hat, der wird wenigstens eine weitere Woche lang Mineralwasser trinken und auf das gute, saubere Trinkwasser der Belkaw verzichten müssen. Denn der Rheinisch-Bergische Kreis hat angeordnet, dass die Belkaw als Wasserversorger die Leitungen für mindestens eine weitere Woche mit Chlor spülen muss.

Zur Erinnerung: Die Vorgeschichte (bitte klicken)
Am 9. September hatte das Marien-Krankenhaus festgestellt, dass das Trinkwasser der Belkaw leicht mit coliformen Keimen verunreinigt war.

Am 13. September waren diese Umweltkeime auch in den umliegenden Straßenzügen nachgewiesen worden, woraufhin das Kreisgesundheitsamt zwei Tage später die Chlorierung in der gesamten Wasserdruckzone 2 (Hebborn und Umgebung) anordnete – für zunächst eine Woche.

Seit dem 17. September ist das regelmäßig untersuchte Wasser wieder komplett keimfrei. (Alle Beiträge zum Thema.)

Der Befund „keimfrei”, das teilte das Gesundheitsamt jetzt mit, gilt nach wie vor. Auch seither seien keine Keime mehr gefunden worden.

Dennoch ordnete es an, dass die Belkaw ganz Hebborn, östliche Teile von Schildgen, östliche Teilbereiche der Hauptstraße und einige davon abgehende Straßen weiter intensiv mit Chlorwasser spült. Die leichte Geruchsbelästigung, so das Amt, sei gesundheitlich unbedenklich.

Das Chlor wird in einer Konzentration von 0,1 bis 0,3 Milligramm pro Liter zugesetzt – und kommt damit an den Grenzwert der deutschen Trinkwasserverordnung heran.

Unter anderem Am Reiferbusch werden die Leitungen gespült; seit Tagen fließt das Wasser über die Straßen des Marienbergs

In der ganzen Zone 2 hat die Belkaw Spülstellen eingerichtet: Trinkwasser wird in die Kanalisation abgeleitet und frisches Wasser zugeführt, um eine stärkere Zirkulation zu erreichen.

Als Grund für die weitere Chlorierung führt das Amt an, dass die Belkaw nach wie vor die Ursache für die Verunreinigung nicht aufgespürt habe. Ein Belkaw-Sprecher hatte schon vor einigen Tagen von der Suche nach einer Stecknadel im Heuhaufen gesprochen.

Die ist noch schwieriger geworden, seitdem keine Keime mehr aufzuspüren sind. Diese waren vor allem im Bereich der Laurentiusstraße und Am Broich gefunden worden. Einen Zusammenhang mit den Baustellen von „Strunde hoch vier” wurde demnach geprüft, doch seien keine Hinweise gefunden worden.  Die Kosten für die Suchaktionen wie für die Chlorierung trägt die Belkaw.

Erst in einer Woche soll eine Expertenkommission mit Professor Martin Exner, Direktor des Instituts für Hygiene und Öffentliche Gesundheit der Universität Bonn, über das weitere Vorgehen zu beraten.

Das Gesundheitsamt weist erneut darauf hin, dass durch coliforme Keime in der Regel keine Gefahr für die Gesundheit der Allgemeinbevölkerung besteht. Zudem ließen sie sich durch die Chlorung, wie die Proben bewiesen, schnell abtöten.

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Redaktion

des Bürgerportals. Kontakt: info@in-gl.de

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