Die Schüler ziehen während der Bauarbeiten in Container um
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Das Otto-Hahn-Schulzentrum hat am Dienstag alle interessierten Lehrinnen und Lehrer, die Eltern der Schulpflegschaft sowie Mitglieder der Schülervertretungen eingeladen, die eingeschossige Containerschule zu besichtigen. In dieser findet während der zweijährigen Sanierungsphase der Unterricht statt.

Die Schulleitungen des Otto-Hahn-Gymnasiums und der Otto-Hahn-Realschule hatten diese Idee entwickelt, um vor dem Umzug in den Weihnachtsferien allen Beteiligten einen frühzeitigen, ersten Eindruck von der Interimssituation zu geben. OHG-Schulleiter Wolfgang Knoch und sein Stellvertreter Karl-Josef Sulski sowie Felix Bertenrath als Schulleiter der Realschule hatten von mittags bis zum späten Nachmittag Besuchszeiten angeboten.

Felix Bertenrath (Schulleiter OHR), Franz-Josef Sulski (Vize.Schulleiter OHG), Bernd Martmann (Co-Dezernent ), Wolfgang Knoch (Schulleiter OHG)

Felix Bertenrath (Schulleiter OHR), Franz-Josef Sulski (Vize-Schulleiter OHG), Bernd Martmann (Co-Dezernent ), Wolfgang Knoch (Schulleiter OHG)

Eine Schule aus 280 Einzelcontainern

Seit dem Frühjahr entsteht neben dem Schulzentrum eine Schule aus Modulbauten. Aus 280 Einzelcontainern werden circa 53 Klassenräume sowie Lehreraufenthaltsräume, Sanitärräume und Büros für die Verwaltung beider Schulen entstehen. Diese gebrauchten Container wurden gekauft und in den letzten Monaten hergerichtet.

Otto-Hahn-Schulen: Wenn Rektoren träumen dürfen

Zudem werden zwei Klassenräume und fünf naturwissenschaftliche Fachklassen mit Vorbereitungsraum angemietet. Zur Lagerung der zahlreichen Materialien der Schulen während der Sanierung werden Materialcontainer gemietet. Das komplette Containerdorf mit vielen Einzelgebäuden sowie die neuen Wege werden Anfang Dezember fertiggestellt sein.

Umzug ist zur Jahreswende geplant

Nach der aktuellen Planung zieht die gesamte Schulgemeinde Ende Dezember bis Anfang Januar in das neue Gebäude um. Dies ist notwendige Voraussetzung, damit das bisherige Hauptgebäude saniert werden kann.

Rund zwei Jahre – bis Anfang 2019 – soll der Unterricht für die 954 Schülerinnen und Schüler am Gymnasium und 530 Realschülerinnen und Realschüler in den Ersatzgebäuden stattfinden.

Für die Verpflegung sowie den weiteren Aufenthalt von Schülerinnen und Schülern werden zwei kleinere Turnhallen umgenutzt. Hier entstehen Mensa, Bibliothek und Musikräume, zudem gibt es Aufenthaltsmöglichkeiten.

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Projektkurs „Container” soll für Heimatcharakter sorgen

Für beide Schulen bedeutet der Umzug aktuell viel Arbeit und Planung. Das Lehrerkollegium des OHG umfasst 94 Personen, die OHR beschäftigt aktuell 40 Pädagogen und Pädagoginnen.

Am Gymnasium hat sich bereits der Projektkurs “Container” gegründet. Dieser hat Ideen entwickelt, wie sich die künftige Interimsheimat der Schülerinnen und Schüler so gestalten lässt, damit das Gebäude einen gewissen “Heimatcharakter” erhalten kann.

Für die Schulgemeinschaft ist das frisch renovierte Containerdorf und die damit verbundene relativ kurze Sanierungszeit eine sehr gute Lösung. Da Baustelle und Baulärm abseits vom Schulbetrieb stattfinden, kann der Unterricht mit relativ wenigen Störfaktoren durchgeführt werden.

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Hintergrund: Sanierung des Otto-Hahn-Schulzentrums

Im Jahr 1973 wurde das heutige Otto-Hahn-Schulzentrum an der Saaler Mühle errichtet. Über die Zeit haben sich zahlreiche Probleme mit dem Baukörper ergeben, so dass eine Sanierung notwendig wurde.

Der städtische Immobilienbetrieb hat die Planung im Jahr 2013 an das Planungsunternehmen „AGN SMP Generalplaner GmbH“ vergeben. Nach einer Vergabebeschwerde, die im Frühjahr 2014 vom Beschwerdeführer wieder zurückgezogen wurde, konnte die umfangreiche Sanierungsplanung beginnen.

Fakten zur Sanierung des Otto-Hahn-Schulzentrums

Im Zuge dieser Arbeit stellte sich zum Frühjahr 2015 heraus, dass die zunächst veranschlagten 18 Millionen Euro nicht ausreichen werden. Die Fassadensanierung wurde als zusätzliche Position mit aufgenommen. Im Oktober 2015 beschloss der zuständige Infrastrukturausschuss, die Gesamtkosten auf rund 27 Millionen Euro anzuheben.

Weitere Details finden Sie in der Ausschussvorlage unten.

Geplant sind die komplette Entkernung und der Neuaufbau der Schule von innen heraus inklusive aller technischen Einbauten; dazu zählen neben Heizung, Sanitär und Elektro auch eine sehr aufwendige Lüftungsanlage. Zwischenwände und Böden werden ebenfalls entfernt; die Schule wird innen in den Rohbauzustand versetzt.

Dabei handelt es sich aber nicht um die reine Wiederherstellung des Schulgebäudes. Vielmehr haben sich Verwaltung und Schulen intensiv Gedanken gemacht, wie eine Zukunftsschule gestaltet sein soll.

Das neue Gebäude soll den aktuellen pädagogischen Anforderungen genügen. Klassen-Cluster, multifunktionale Aufenthaltsbereiche, moderne Technik und die Schaffung von Schul-Kulturräumen sind dafür notwendig.

Dokumentation: Ausschussvorlage

Pressestelle Stadt BGL

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