Das Gebäude der RBS an der Paffrather Straße. Foto: RBS

Die Rheinisch-Bergische Siedlungsgesellschaft mbH (RBS) ist derzeit in einer ungewöhnlichen Eigenschaft auf dem Immobilienmarkt unterwegs: Sie bietet das eigene Bürogebäude an der Paffrather Straße zum Verkauf an: „Top modernisiertes Büro-/Verwaltungsgebäude im Zentrum von Bergisch Gladbach, 414 Quadratmeter, 799.000 Euro” heißt es in der Anzeige.

Das Unternehmen leidet unter Platzmangel und hat sich neue Räume gesucht. „Nach fast 60 Jahren sind wir aus den Räumen in der Paffrather Straße einfach rausgewachsen“ erklärt Geschäftsführerin Sabine Merschjohann auf die Anfrage des Bürgeportals.  Die RBS befindet sich im Besitz der Stadt Bergisch Gladbach und des Rheinisch-Bergischen Kreises, zudem sind die Kreissparkasse und die Gemeinde Kürten Gesellschafter.

Mehr Infos: Website, Geschäftsbericht 2015 (pdf)

Daher habe sich die RBS nach neuen Räumen umgesehen – und schon im Juli  einen Mietvertrag mit der Zanders GmbH unterzeichnet. Nach ergänzenen Angaben handele es sich um ein zweigeschossiges Gebäude im Norden des Zanders-Geländes an der Gohrsmühle. Die RBS habe 670 Quadratmeter im  Erdgeschoss gemietet.

Der Zanders-Besitzer Mutares hat im vergangenen Jahr nicht benötigte Gebäude und Flächen an einen Immobilienentwickler zur  Vermarktun gegeben. Dort sind Flächen zwischen 370 und 5200 Quadratmetern im Angebot.

Als Begründung für den Umzug der RBS und eine Vergrößerung um 20 Prozent führt Merschjohann an, dass die Anforderungen an die technische Infrastruktur gestiegen, die Zahl der Mitarbeiter gewachsen seien.

Allerdings liegt der Personalstamm liegt bei 20 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Zuletzt habe sich die RBS in der Verwaltung verstärkt, in den nächsten Jahren werde man „eher nach technischen Mitarbeitern Ausschau halten”. Der Umzug soll im Februar erfolgen, ab März soll die RBS unter der neuen Adresse erreichbar sein.

Die aktuelle Lage auf dem Wohnungsmarkt mit einer starken Nachfrage an bezahlbaren Wohnungen hat auch bei der RBS zu verstärkten Bemühungen geführt. Neben dem normalen Geschäft mit dem Erwerb neuer Grundstücke zur Errichtung von Mietwohnungen gebe es gleich für zwei in die Jahre gekommene Siedlungen Masterpläne und Bauvorbereitungen, so Merschjohann.

Damit werde eine grundlegende Erneuerung des Wohnungsbestandes eingeleitet. Gleichzeitig sollen die Grundstücke besser ausgelastet werden. Damit, so die RBS-Chefin, könne das Unternehmen die Nachfrage nach bezahlbaren Wohnungen „künftig noch besser abdecken”.

Neben ihrer Beteiligung an der RBS denkt die Stadt Bergisch Gladbach nach wie vor über die Gründung einer eigenen Wohnungsbaugesellschaft nach. Das hatte Bürgermeister Lutz Urbach bereits Ende vergangenen Jahres angekündigt; nach wie vor wird das Projekt verwaltungsintern geprüft.

G. Watzlawek

Journalist, Volkswirt und Gründer des Bürgerportals. Mail: gwatzlawek@in-gl.de.

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