Das alte Loewencenter versperrt den Blick auf Schloss und Markt. Foto: HG Ullmann

Die Stadtverwaltung hat eine Bauvoranfrage des Investors Centerscape für eine Sanierung des alten Loewencenters in Bensberg positiv beschieden. Die Kernsanierung (statt Abriss) sei auf der Grundlage des alten Bebauungsplans 51/1 unter Erteilung von Befreiungen zulässig, teilte die Verwaltung am Mittwoch mit. Das ist möglich, weil die neue Marktgalerie nicht über den Baukörper des alten Loewencenters hinaus geht.

Allerdings hat Centerscape seine Planungfür die neue Marktgalerie in der Schlossstraße noch nicht ganz abgeschlossen. Der Gestaltungsbeirat hatte sich am Montag zum zweiten Mal mit den neuen Vorstellungen befasst und weitere Empfehlungen ausgesprochen, die der Architekt nun einarbeiten will. Stadtverwaltung und Investor seien nach wie vor in einer engen Abstimmung, heißt es im Rathaus.

Pläne werden am 6. Dezember vorgestellt

Die konkreten Pläne will Centerscape am 6. Dezember im Stadtplanungsausschuss öffentlich vorstellen. Stadtbaurat Harald Flügge und Co-Dezernent Bernd Martmann informieren bei einem Pressegespräch bereits am 28. November allgemein über den Stand der Dinge. Dann geht es aber auch um das Integrierte Handlungskonzept (InHK) Bensberg und den Denkmalpflegeplan.

Nach Informationen des Lokalzeitung KSTA/BLZ  geht aus Unterlagen, die bei potenziellen Mietern kursieren, hervor, dass der Eröffnungstermin der neuen Marktgalerie für den 1. Oktober 2018 geplant ist.

Centerscape fährt Pläne für Marktgalerie kräftig runter

Wie bekannt hatte Centerscape seine alten Pläne, das Loewencenter ganz abzureißen, aufgegeben. Bislang angeführte Argumente für einen Abriss, wie eine zu niedrige Deckenhöhe, haben sich in Luft aufgelöst.

Die neuen Pläne sehen ein deutlich reduziertes Gebäude vor, das statt 5000 nur noch 4000 Quadratmeter Nutzfläche aufweist. Eigentumswohnungen, die in einem zusätzlichen Geschoss geplant waren, wird es nicht geben. Sondern nur zwei Geschosse für Geschäfte und zwei Parkdecks. Bei der Warenzufuhr bleibt es bei der umstrittenen Variante über die Engelbertstraße.

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1 Kommentar

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  1. Auffällig am heutigen Beitrag im KStA zur Marktgalerie ist, dass quasi en passant eingestanden wird, man habe sich hinsichtlich der benötigten Deckenhöhe verrechnet. Zur Erinnerung: Mit das wichtigste Argument für den ursprünglich geplanten Komplettabriss und Neubau des Gebäudes war die Aussage, dass die derzeitige Deckenhöhe für die unterzubringende Technik nicht ausreichen würde. Dies war von den Kritikern wiederholt angezweifelt worden. Und wenn man sich die alten Neubaupläne anschaut, gab es da auch tatsächlich keinen Unterschied zur bisherigen Situation. Auch das ist von den Kritikern vorgetragen worden.
    Von daher müsste es eigentlich heißen: Centerscape hat sich nicht verrechnet, sondern die Bürger und die Verwaltung – ich muss es mal bewusst so ausdrücken – vorsätzlich vorgeführt und falsch informiert, wobei ich eigentlich nur schwer glauben kann, dass die Verwaltung die Abweichung von Aussage und Neubauplanung nicht realisiert hat.
    Das Verhalten von Centerscape ist alles andere als vertrauensbildend.
    Mal schauen, was die Firma tun wird, um dieses ramponierte Image wieder aufzubessern.