In GL bildet sich ein buntes Bündnis aus Bürgerinnen und Bürgern, die sich konstruktiv in die Diskussion zum Flächennutzungsplan einbringen wollen

Vergangenen Montag fand das 3. Treffen von  11 Bürgerinitiativen und dem Bergischen Naturschutzverein statt, die sich in ihrem Bemühen um einen zukunftsträchtigen Flächennutzungsplan zusammengeschlossen haben.

Wir sind überzeugt, dass ein gemeinsames Wirken um einen neuen FNP-E. größere Chancen hat, Verwaltung und Politik die Bedenken der Bürgerinnen und Bürger näher zu bringen. Wir haben den Eindruck , dass die Vorbehalte gegen große Gewerbe- und Wohnbauflächen, wie sie im FNP-E. dargestellt sind, bei den Verantwortlichen nicht wirklich angekommen sind.

Und auch die über 4.600 Eingaben der Bürgerinnen und Bürger konnten wohl die Verwaltung nicht davon überzeugen, dass die im FNP-E. prognostizierten Flächen den Einwohnern Bergisch Gladbachs zu groß dimensioniert und unnötig sind.  Außerdem erstaunt uns, dass scheinbar kein neues Verkehrskonzept vorliegt.

Die einzelnen Bürgerinitiativen werden durch diesen Zusammenschluss nicht etwa in ihrem Wirken für den entsprechenden Stadtteil oder das vertretene Gebiet abgelöst sondern bleiben autark die jeweiligen Ansprechpartner für die Bürgerinnen und Bürger. Dem neuen Bündnis stehen keine Vorsitzenden, Präsidenten oder sonstige Leiter vor. Alle Entscheidungen werden auf den Treffen, bei denen bisher immer alle BIs vertreten waren, gemeinsam  demokratisch diskutiert und beschlossen. Lediglich für Fragen der Presse wurden 2 Personen gewählt.

Zukünftig werden wir versuchen, die Verantwortlichen des FNP-E. viel stärker als bisher für die Belange der Bürgerinnen und Bürger zu interessieren. Dabei suchen wir Gespräche mit Verwaltung und Politik und hoffen, anders als bisher, als Partner und nicht als Entscheidungs-Empfänger betrachtet zu werden.

Wir, die Bürgerinnen und Bürger sollten zusammen mit Planern, Verwaltern und Politikern die Zukunft Bergisch Gladbachs, der drittgrünsten Stadt Deutschlands, gestalten.

Zu BBI-GL gehören:

Wir bitten die Bürgerinnen und Bürger um Unterstützung, wenn sie von den Bürgerinitiativen angesprochen werden, das gemeinsame Ziel mit zu verfolgen. Wie alle wünschen uns ein lebenswertes Wohnen in Bergisch Gladbach. Darum „Rettet unsere Stadt im Grünen!“

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4 Kommentare

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  1. Das ist genau das, was die Stadt unterschätzt. Nachdem Flügge die Bürger zu dummen Mitläufern abqualifiziert hat und darin vom Bürgermeister unterstützt wurde, ist man wohl in Politik und Verwaltung sicher, dass die Bevölkerung leicht hinters Licht geführt werden kann. Im Sinne einer fairen Diskussion möchte ich die Protagonisten der Stadt warnen. Wenn die nicht an den vielen auf dieser Seite veröffentlichten Artikeln erkannt haben, welches Potential in der Bürgerschaft steckt, dann haben sie als Vertreter derselben ihre Berechtigung verloren. Und das bisher Gelesene war bei weitem nicht alles, das kann ich auch versichern.

    Vielen Dank, Herr Hansen, für Ihren Beitrag.

  2. Ein guter Schritt. Sollte jemand in der Politik und der Verwaltung auf den Gedanken kommen, die Initiativen mit faktischen Alternativen in Einzelgesprächen zu versorgen und somit auseinander zu dividieren – es wird nicht leicht möglich sein. Politik und Verwaltung werden so gezwungen, eine klare Sprache zu sprechen, sich festzulegen und tatsächlich den Dialog mit Bürgerinnen und Bürgern offen und ehrlich zu führen. Damit kann das verloren gehende Vertrauen wiedergewonnen werden.

    Aussagen mit reduziertem Wahrheitsgehalt (ich erinnere an die „Baustellenaffäre“ zu Zeiten eines früheren Stadtbaurates, als der Urheber der Falschaussagen über die aufgezwungenen Baustellen nach dem Dementi des Regierungspräsidenten schnell zurückrudern musste), werden es erheblich schwerer haben.

    Gleichzeitig ist dies auch eine Chance für die Bürgerinitiativen, in der größeren Gruppe durch das gegenseitige Korrektiv auf strikte Sachlichkeit zu setzen und auf Polemik zu verzichten. Wenn alle einen ganzheitlich Blick auf unser Gemeinwesen mit ihren vielen Problemen haben, kann sich vieles ändern.

    In unserer Stadt gibt es – wie in der Politik und der Verwaltung – viele kluge und qualifizierte Köpfe aus den verschiedensten Berufen, die, wenn sie sich einbringen, in Bergisch Gladbach nachhaltig etwas bewegen können.

    Wir gehen guten Zeiten entgegen.

  3. GLÜCK-Wunsch an und für das breite Bündnis gegen den unsäglichen Flächennutzungsplanentwurf und FÜR einen ZUKUNFTSORIENTIERTEN, falls wir denn überhaupt einen bräuchten (?). Den Mutbürgern gutes Gelingen.

    Bisher hat “unser” Bürgermeister nur mit der Wirtschaftslobby und den Bodenspekulanten gesprochen und nicht mit den Bürgern.