Nachrichten, Hintergründe, Termine und Service aus Bergisch Gladbach

Die Initiative „Leben und Arbeiten in Bergisch Gladbach“ ist ein Zusammenschluss von Unternehmern, Selbstständigen, Freiberuflern und wirtschaftlich Tätigen, die die Stimme der Wirtschaft in der Standortpolitik stärken und sich in den Dialog mit einbringen möchten.

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3 Kommentare zu “Status bewahren oder Handlungsspielräume eröffnen?”

  1. Was soll nur immer diese Feigenblatt-Argumentation, “Für die Zukunft muss geplant werden, das ist doch nur der FNP, kein Gesetz, wirkliches Gewerbe zieht nur bei Bedarf ein.”

    Ist dieser FNP-E. einmal verabschiedet, wird es kein Zurück mehr geben, dann sind die ausgewiesenen Gewerbegebiete in Beton gemeißelt. Dass weiß jeder, der einmal in einem verabschiedeten FNP etwas geändert haben wollte.

    Auch die ILA setzt wie die Verwaltung und Teile der Politik auf postfaktische Behauptungen. Es gibt keinen Bevölkerungszuzug in behaupteter Höhe. Dem widersprechen sämtliche wissenschaftlich aufgebauten Studie von Kreis, Land und Bund. Der gewerbliche Flächenbedarf liegt weit unter den trumpartigen Behauptungen der Wirtschaft und ihrer Lobbyisten, zu denen maßgebliche Teile der Verwaltung samt deren Spitze gehören. Von der wissenschaftlich betrachteten Zukunft der Unternehmen scheint von der Klientel niemand etwas gehört zu haben. Dass Gewerbetreibende spätestens mittelfristig immer weniger Fläche benötigen, wird ignoriert. Dass die Zahl an kleinflächigen Unternehmen aus den Bereichen IT, Planung, Beratung und Verwaltung immer stärker steigt, scheint auch unbekannt.

    Warum also soll BGL eine Gewerbe-Stadt werden, warum soll sie ihre Grünflächen, Naherholungs-, Landschaftsschutz- und Naturschutzgebiete für eine kleine Gruppe zukunftsblinder Interessenten opfern? Weil die Verwaltung gewerbeaffin ist, weil Bürgermeister und Stadtbaurat die Kasse sanieren wollen, weil Teile der Politik der Industrie hinterherlaufen?

    Wer ist überhaupt dieses Bergisch Gladbach? Die ILA, die Bahndammlobbyisten, die Verwaltung oder vielleicht doch die Bürger, auch wenn sie für ungebildet gehalten werden?

  2. Bevor die Stadt sich noch weiter in die umgebende Natur hineinfrisst, sollten doch erstmal die vorhandenen Gewerbegebiete besser genutzt werden. Wenn Zanders schließt, wird mitten in der Stadt eine große Fläche frei, und auch z.B. An der Zinkhütte gibt es noch Freiflächen.

    Eine weitere Möglichkeit ist die Ausweisung von mehr Mischgebieten: ‘Gewerbe’ bedeutet ja meistens nicht Industrie, sondern Büros und Lager, und die vertragen sich durchaus mit einem Wohngebiet. Das würde auch eine kleinteiligere Gewerbestruktur begünstigen, und damit mehr wohnortnahe Arbeitsplätze und weniger Pendlerverkehr.

    Also bitte: Weg von dieser 70er-Jahre-Mentalität “immer mehr und immer größer” – Dezentralisierung ist das Gebot der Zeit!

  3. Agilität ist die Lösung! Demnach müsste die Flächennutzungsplanung in der Verwaltung nur an das Grundprinzip der Agilität angepasst und mit entsprechenden Busines-Plänen kombiniert werden. Ist unsere
    Verwaltung dazu in der Lage? Letztendlich fordert doch genau diese Strategie die ILA.

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