Szenenfoto. Einer fehlt noch. Wo er wohl steckt?

Der Konjunkturbericht der IHK Köln zum Jahresbeginn 2017 zeigt die positive wirtschaftliche Lage in der Region: Es gebe aktuell „ein anhaltend moderates aber solides Wachstum ohne große Dynamik“.

Die Unternehmerinitiative „Leben und Arbeiten in Bergisch Gladbach“ (ILA-GL) setzt sich für gute Bedingungen für Firmen in der Stadt sowie ausreichende und vielfältige Arbeitsplätze für die Bürger ein. Als Stimme der Wirtschaft freuen wir uns über das von der IHK Köln dokumentierte Wachstum: 44,4 Prozent der hiesigen Unternehmen melden eine gute oder bessere Lage in Vergleich zum letzten Herbst.

Wenn wir davon profitieren und den guten Status der Stadt bewahren wollen, müssen wir eine Weiterentwicklung zulassen und ermöglichen. Ansonsten treiben wir die erfolgreichen Unternehmen weg und schaden damit uns und unserem Nachwuchs.

Wirtschaftswachstum ohne mehr Flächen?

Flächenbedarf ist nicht planbar und kommt meistens Schubweise. Eines Tages braucht eine Firma eine neue Produktionshalle und nicht jedes Jahr ein paar zusätzliche Quadratmeter. Daher ist eine Bevorratung auch bei der Neuaufstellung des Flächennutzungsplans mitzudenken. Solange eine neue Produktionshalle erst in 20 bis 30 Jahren benötigt wird, ist alles in Ordnung. Aber was, wenn sie schon in 12 Jahren gebraucht wird?

ILA-GL möchte alle Unternehmer und Ratsmitglieder sowie alle Arbeitnehmer, die einen Arbeitsplatz vor Ort schätzen, dazu aufrufen, sich für eine Ausweisung von Gewerbeflächen im neuen Flächennutzungsplan einzusetzen! Die tatsächliche Bebauung erfolgt nur nach Bedarf in der Zukunft und grün und lebenswert wird unsere Stadt auch noch mit mehr Gewerbeflächen sein.

Videos zeigen: Bergisch Gladbach hat, was es braucht

Die Initiative „Leben und Arbeiten in Bergisch Gladbach“ ist ein Zusammenschluss von Unternehmern, Selbstständigen, Freiberuflern und wirtschaftlich Tätigen, die die Stimme der Wirtschaft in der Standortpolitik stärken und sich in den Dialog mit einbringen möchten.

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3 Kommentare

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  1. Was soll nur immer diese Feigenblatt-Argumentation, “Für die Zukunft muss geplant werden, das ist doch nur der FNP, kein Gesetz, wirkliches Gewerbe zieht nur bei Bedarf ein.”

    Ist dieser FNP-E. einmal verabschiedet, wird es kein Zurück mehr geben, dann sind die ausgewiesenen Gewerbegebiete in Beton gemeißelt. Dass weiß jeder, der einmal in einem verabschiedeten FNP etwas geändert haben wollte.

    Auch die ILA setzt wie die Verwaltung und Teile der Politik auf postfaktische Behauptungen. Es gibt keinen Bevölkerungszuzug in behaupteter Höhe. Dem widersprechen sämtliche wissenschaftlich aufgebauten Studie von Kreis, Land und Bund. Der gewerbliche Flächenbedarf liegt weit unter den trumpartigen Behauptungen der Wirtschaft und ihrer Lobbyisten, zu denen maßgebliche Teile der Verwaltung samt deren Spitze gehören. Von der wissenschaftlich betrachteten Zukunft der Unternehmen scheint von der Klientel niemand etwas gehört zu haben. Dass Gewerbetreibende spätestens mittelfristig immer weniger Fläche benötigen, wird ignoriert. Dass die Zahl an kleinflächigen Unternehmen aus den Bereichen IT, Planung, Beratung und Verwaltung immer stärker steigt, scheint auch unbekannt.

    Warum also soll BGL eine Gewerbe-Stadt werden, warum soll sie ihre Grünflächen, Naherholungs-, Landschaftsschutz- und Naturschutzgebiete für eine kleine Gruppe zukunftsblinder Interessenten opfern? Weil die Verwaltung gewerbeaffin ist, weil Bürgermeister und Stadtbaurat die Kasse sanieren wollen, weil Teile der Politik der Industrie hinterherlaufen?

    Wer ist überhaupt dieses Bergisch Gladbach? Die ILA, die Bahndammlobbyisten, die Verwaltung oder vielleicht doch die Bürger, auch wenn sie für ungebildet gehalten werden?

  2. Bevor die Stadt sich noch weiter in die umgebende Natur hineinfrisst, sollten doch erstmal die vorhandenen Gewerbegebiete besser genutzt werden. Wenn Zanders schließt, wird mitten in der Stadt eine große Fläche frei, und auch z.B. An der Zinkhütte gibt es noch Freiflächen.

    Eine weitere Möglichkeit ist die Ausweisung von mehr Mischgebieten: ‘Gewerbe’ bedeutet ja meistens nicht Industrie, sondern Büros und Lager, und die vertragen sich durchaus mit einem Wohngebiet. Das würde auch eine kleinteiligere Gewerbestruktur begünstigen, und damit mehr wohnortnahe Arbeitsplätze und weniger Pendlerverkehr.

    Also bitte: Weg von dieser 70er-Jahre-Mentalität “immer mehr und immer größer” – Dezentralisierung ist das Gebot der Zeit!

  3. Agilität ist die Lösung! Demnach müsste die Flächennutzungsplanung in der Verwaltung nur an das Grundprinzip der Agilität angepasst und mit entsprechenden Busines-Plänen kombiniert werden. Ist unsere
    Verwaltung dazu in der Lage? Letztendlich fordert doch genau diese Strategie die ILA.