Nach 18 Uhr wird es am Busbahnhof schnell leer. Das soll sich bald ändern.

Ab dem Fahrplanwechsel im Dezember sollen die Busse im Rheinisch-Bergischen Kreis öfter und vor allem länger fahren. „Struktur- und Qualitätsverbesserungsmaßnahmen” habe der Kreistag auf Antrag von CDU und Grünen in einer Sondersitzung des  Verkehrsausschusses einstimmig beschlossen, teilt der Kreis mit.

Die Verwaltung soll jetzt Vorschläge präsentieren, über die der Kreistag noch im März entscheiden will. Der zuständige Dezernent Gerhard Wölwer legte bereits ein grobes Handlungskonzept vor.

Grundsätzlich sollen Busse dann fahren, wenn die Bürger sie brauchen. Bislang waren die Hauptverkehrszeiten an Wochentagen auf die Blöcke 6 bis 9 Uhr und 16 bis 18 Uhr festgelegt. In Zukunft gilt die Zeit von 6 bis 21 Uhr als Hauptverkehrszeit. Auch am Wochenende sollen die Zeiten ausgeweitet werden.

Damit werden auf den Hauptachsen im ÖPNV-System mehr Fahrten angeboten und Taktlücken geschlossen. Hauptachsen sind die Strecke von dem Mittelpunkt einer Gemeinde in das nächste Oberzentrum – also zum Beispiel die Route von Kürten-Mitte nach Bergisch Gladbach.

Offen sind noch die Kosten für das Projekt; eine erste Abschätzung soll die Kreisverwaltung im Juni vorlegen. Die Akzeptanz der neuen Angebote wird nach zwei Jahren überprüft.

Die Einrichtung einer Schnellbuslinie von Wermelskirchen nach Leverkusen ist nicht Bestandteil dieses Pakets für einen attraktiveren Öffentlichen Personennahverkehr. Diese Strecke wird gesondert geplant und soll zum Fahrplanwechsel im Dezember 2018, parallel mit dem Beginn des Vorlaufbetriebs des RRX, den Betrieb aufnehmen.

Schnellbusse von Kürten nach Bensberg und nach Gladbach sieht auch das Paket vor, dass der „Runde Tisch Verkehr im Rechtsrheinischen” vorgelegt hatte, allerdings nur als mittelfristige Maßnahmen mit einem Zeithorizont von fünf bis acht Jahren.

Fast 33 Projekte gegen Stau, Staub und Lärm

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5 Kommentare

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  1. Sehr geehrte/r Herr/Frau HCR,

    ihr Kommentar von gestern Abend veranlasst uns zu einigen Klarstellungen/Ergänzungen.

    Wie Sie u.a. unserer Homepage entnehmen können, haben wir es uns seit längerem zur Aufgabe gemacht, die Bedarfe der weiterführenden Schulen an sog. Schülerverkehren von und zur Schulen regelmäßig vor Beginn des neuen Schuljahres abzufragen. Leider erhalten wir auf diesem Wege nur wenige Rückmeldungen, die dann auch nur in den wenigsten Fällen lauten: „Wir als Schule xy brauchen für unsere Schüler mehr Kapazitäten im Schülerverkehr!“. Sofern uns bzw. dem beauftragten Verkehrsunternehmen solche Rückmeldungen vorliegen, können diese reagieren und das Angebot ggf. ausweiten.

    Bei dem in Bergisch Gladbach angebotenen Schülerticket, einem speziellen Ticketangebot für alle Schülerinnen und Schüler der weiterführenden Schulen in der Trägerschaft der Stadt Bergisch Gladbach, handelt es sich um ein Ticket im sog. Solidarmodell, d.h. der Preis ist für alle Schülerinnen und Schüler gleich. Mit diesem Schülerticket können nicht nur die Fahrten von uns zur Schulen genutzt werden, sondern auch alle Fahrten in der Freizeit im gesamten VRS-Gebiet. Hier nur ein Vergleich: Das Schülerticket kostet monatlich 24,50 EUR, ein vergleichbares Monatsticket für das gesamte VRS-Gebiet (ohne zeitliche Einschränkungen) 172,20 EUR ! Aus unserer Sicht somit ein attraktives Angebot, um die heutigen Schülerinnen und Schüler frühzeitig an die Vorzüge des ÖPNV heranzuführen.

    Das von Ihnen angesprochene 12 EUR-Ticket aus Leverkusen berücksichtigt indes eine Freifahrtberechtigung für Schülerinnen und Schüler. Diese bekommen jedoch nur Schülerinnen und Schüler, die mindestens eine Entfernung von mehr als 3,5 km zur nächsterreichbaren Schule der besuchten Schulform besitzen und daher für die Fahrt von und zur Schule auf ein Schülerticket quasi angewiesen sind. Alle übrigen, sog. „nicht-freifahrtberechtigten“ Schülerinnen und Schüler, zahlen indes eine höheren Preis als in GL (nach unseren Informationen rund 32 EUR monatlich). Dies dürfte auch ihre Frage beantworten, was mit den vermeintlichen „Überschüssen“ aus dem Ticket passiert!

    Hinsichtlich der Erstattung sowohl des von Ihnen angesprochenen Antrages richten wir uns nach der hierzu maßgeblichen Schülerfahrkostenverordnung des Landes NRW. Dort wird explizit auf das entsprechende Antragsverfahren sowie dessen Durchführung verweisen.

    Mit freundlichen Grüßen
    Stadtverkehrsgesellschaft Bergisch Gladbach mbH
    Willi Schmitz, Geschäftsführer

  2. Schön, dass sich etwas ändern soll.
    Hier direkt einige Themen, die mich schon längere Zeit bzgl. Busfahren beschäftigen.
    Meine beiden Töchter fahren jeden Tag mit dem Bus in die Schule. Der Schulbus ist so voll, dass keiner mehr in den Bus einsteigen kann. Zum Schulbeginn und zum Schulschluss sind so viele Kinder im Bus, dass im teilweise die Kinder nicht mehr reingelassen werden können. Ich habe bereits so viele Anrufe an die wupsi getätigt, da man doch einfach einen längeren Bus einsetzen könnte. Aber NEIN!
    Wir zahlen im Monat rund 50 Euro. Und wenn man bedenkt, dass alle Kinder die regelmäßig Bsfahren ein Monatsabo haben, ist das schon eine beachtliche Summe und daher auch eine Zielgruppe, die gehört werden sollte.

    Ferner gibt es noch einen weiteren Punkt: In Leverkusen müssen die Kinder im Monat rund 12 Euro zahlen. Wir zahlen 24 euro und können dann einen Antrag stellen, um die Hälfte wieder zurückzubekommen. Warum das Ganze?
    Jedes mal muss man daran denken, einen komplizierten Antrag ausfüllen?!?!? Und wenn ich es vergesse? Warum so kompliziert?
    Wo landet das Geld, wenn wir den Antrag nicht rückwirkend stellen?
    24 Euro je Kind im Monat finde ich auch nicht wirklich wenig! Wenn du 3 Kinder hast…ufff!!!! Auf Rückfragen bei den zuständigen Personen wurde mir erklärt, dass es 2 Modelle gibt und Bergisch Gladbach das für uns „teuere“ Modell gewählt hat.
    Wenn du als Schüler in Leverkusen fährst, fährst du für 12 Euro im Monat Bus.
    In Bergisch Gladbach für 24 Euro?!?!?
    Das soll mir mal jemand erklären!
    Es gibt Handlungsbedarf!!!!
    Beste Grüße…

  3. Also, mich ärgert das schon sehr lange. Ich wohne 15 Min. entfernt am Gronauer Friedhof. Erstensmal brauchen wir ca. 15 Minuten bis zu der Bushaltestelle, Warum, weil keine Bus in die Golfplatzsiedlung fährt. Ausserdem sind dort viele ältere Menschen, denen es schwer fällt zum Bus zu kommen und auch die Schlepperei vom Bus bis nach Hause ist sehr mühselig und anstrengend. Ich habe ausserdem das Problem auch am Wochenende nach Köln zu kommen, weil ich dort eine kranke Mutter versorgen muß. Leider bin ich total auf den Bus angewiesen. Am Sonntag fährt der erste Bus erst gegen die Mittagszeit, so daß man vorher gar nicht weg kommt. Ja und die Busse nach sechs? Man muß sich echt beeilen, wenn man in Köln ist, damit überhaupt noch ein Bus fährt und damit man nicht eine Stunde warten muß. Es wäre echt toll wenn in der Golfplatzsiedlung ein Bus fahren könnte (Haltestelle) und die Busse öfters fahren würden auch Abends und am Wochenende. Ich rede von der 451 und 452. Bitte mal mit einbetziehen, in den Überlegungen. Ich schreibe für alle Menschen in der Golfplatzsiedlung

  4. Definitiv ein Mobilitätsfortschritt in dieser Region, damit werden sicherlich einige Autofahrten wegfallen. Das selbe betrifft auch den Ausbau eines Schnellbussystems. Bin gespannt wie es angenommen wird.

  5. Bei der Frage nach dem Bedarf an Bussen kommt man ja auch schnell an den Punkt, wo man nicht weiß, was zuerst da war: Die Henne oder das Ei! Fahren alle mit dem Auto, weil kein Bus fährt oder wollen die Menschen tatsächlich nicht mit dem Bus fahren?

    Wenn ich nach 18 Uhr die Fahrgäste zähle und feststelle, dass da die Busse leer sind, heißt das ja nicht, dass da kein Bedarf mehr ist. Menschen sind auch nach 18 Uhr noch sehr mobil. Aber man möchte ja auch wieder heim und das geht eben mit dem Bus dann nicht mehr.

    Und was nützen dem Autolosen Geschäfte in der Innenstadt, die bis 20 oder 22 Uhr geöffnet haben, wenn ich um diese Zeit nur noch stündlich nach Hause fahren kann. Wehe wenn mir dann mal der Bus „vor der Nase wegfährt“. Dann muss ich eine ganze Stunde mit meinem Einkauf rumsitzen und warten.

    Ich persönlich würde lieber spät abends meinen Großeinkauf machen, statt mich am Nachmittag mit meinem Einkaufsporsche zwischen den ganzen Schülermassen in den Bus zu quetschen.

    Ich persönlich würde auch gerne mit dem Bus öfter östlich aus der Stadt rausfahren zum Wandern. Aber am Ende einer Wanderung erschossen im Buswartehäuschen rumsitzen, um hoffentlich bald einen Bus nach Hause zu bekommen, dazu fehlt mir der richtige Nerv. Je weiter östlich um so schöner ist ja das Bergische aber um so stündlicher wird auch die Taktung.

    Das alles nervt schon wenn man Rentner ist und den Bus „nur“ für Freizeitzwecke oder zum Einkauf nutzen muss. Aber als arbeitender Mensch zwischen Job und Wohnort pendeln? Bin ich aber froh, dass ich das nicht muss.