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3 Kommentare zu “ILA begrüßt Pläne für das Köttgen-Gelände”

  1. Rolf Havermann

    Ich kann meinen beiden Vorschreibern nur beipflichten. Was soll Industrie mitten in einer Stadt, die vorrangig preiswertes, verdichtetes Wohnen vor allem an solchen Standorten voranbringen sollte. Dem Wunsch der ILA, aus Bergisch Gladbach eine Industrie/Gewerbe-Ansiedlung zu machen und auch noch die Innenstadt mit Gewerbe zuzupflastern, ist energisch entgegenzutreten. Die Argumentation dieser Interessengemeinschaft ist total einseitig:

    -Vorratsflächen ja, aber nicht gegen Bevölkerung, Natur und Umwelt.
    – Dass das Gewerbesteuer-Argument nicht stichhaltig ist, hat man wohl bei der ILA noch
    nicht gerafft. Selbst die Verwaltung spricht davon kaum noch. Wie auch, ist doch der größte
    Zahler dieser Steuern ein Dienstleistungsunternehmen und zahlt der größte Arbeitgeber
    gar keine G-Steuer.
    – Wer mit Stillstand argumentiert, der angeblich von den Bürgerinitiativen gewollt ist (O-Ton
    Flügge), hat noch nicht über seinen Tellerrand geguckt. Handlungsspieleraum ist natürlich
    wichtig, aber nicht nur für Unternehmen, die dann vielleicht doch keine Gewerbesteuer
    zahlen wie das Mediterana und Krüger.

    Immer nur “mehr Gewerbe, Innenstadtverdichtung mit Gewerbe, ohne Gewerbe keine Zukunft”, aber nie “wohin mit dem Verkehr, wie sehen die Schadstoffemissionen aus, was macht das mit unserer Umwelt”.

    Die ILA hat auch “Leben” in ihrem Kürzel. Wer soll da leben, wo die ILA alles mit Gewerbe verschandeln will?

  2. EM

    Absolute Zustimmung Frau Berntges!

    Warum man immer von Verdichtung der vorhandenen Bebauung spricht aber es seit vielen Jahren (sind es schon 20?) nicht schafft auf dieser häßlichen, zentrumsnahen Industriebrache eine Wohnbebauung zu realisieren erschließt sich mir nicht.

    Ich habe das Gefühl, dass keiner der Stadtplaner der Stadt in Bergisch Gladbach lebt. Wenn ich jeden Tag zum Feierabend wieder nach Hause fahre und hier “nur” arbeite und nicht lebe wäre mir das auch alles egal.

  3. Daniela Berntges

    Das Gebiet von der Johann-Wilhelm-Lindlar-Straße an und bis einschließlich des ehemaligen Köttgen – Geländes eignet sich besser für eine zentrumsnahe Wohnbebaung. Eine Umlegung bewirkt eine Parzellierung und eine Umwandlung des Gebietes in Wohnflächen. Dies enstpricht dem von den Bürgerinitiativen und der CDU und den Grünen geforderten Konzept “vom urbanen und verdichteten Wohnen”. Die Nähe zur S-Bahn und zum Stadtzentrum GL ist für Pendler und Menschen ohne Auto sehr interessant. Dies ist verkehrstechnisch eine gute Lösung. Vielfach nützliche Freiflächen und Naherholungsgebieten könnten auf diese Weise erhalten bleiben. So nah an Fußgängerzone und S- Bahn sollte man kein neues Gewerbegebiet errichten. In den letzten Jahren ist das Stadtzentrum gewachsen und diesem Umstand muss nun Rechnung getragen werden.

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