Die Unternehmerinitiative „Leben und Arbeiten in Bergisch Gladbach“ (ILA-GL) hat die Rückkehr des Franchise-Unternehmens Isotec nach Bergisch Gladbach begrüßt. Die geplante Ansiedlung auf dem brach liegendem Köttgen-Gelände sei „ein schönes Beispiel für Flächenrecycling und Innenverdichtung”, erklären Vorstand und Arbeitskreise der ILA in einer Pressemitteilung. 

Das Unternehmen hatte zuletzt in Kürten-Herweg residiert, für die derzeit 30 Mitarbeiter und die Schulungsräume der expandieren Firma war es dort aber zu eng geworden. 

Im Zusammenhang mit der aktuellen Debatte über einen neuen Flächennutzungsplan betont ILA, dass verfügbare Flächen die Voraussetzung für eine solche Wiederansiedlung seien: „Nur wenn Spielräume in Form von Vorratsflächen vorhanden sind, kann die Stadt aktiv gestaltet werden.”

Die Frage, ob Bergisch Gladbach weitere Gewerbeflächen braucht, beantwortet die Initiative mit „Ja. Wir brauchen weitere Flächen als Option für die Zukunft, damit Arbeitsplätze vor Ort gesichert und geschaffen sowie mehr Gewerbesteuereinnahmen erzielt werden können.”

Das folgende Video fasst den Stammtisch des Bürgerportals zur Frage „Wieviel Gewerbe(-fläche) braucht die Stadt” mit Fred Arnulf Busen zusammen:

Wenn diese Einnahmen in Kindergärten, Schulen, Kultureinrichtungen und Infrastruktur investiert werden, käme das allen zugute. Die ILA weiter: „Den guten Status unserer Stadt können wir nicht mit Stillstand bewahren, sondern mit Handlungsspielräumen. Eine rege Wirtschaft in Bergisch Gladbach ermöglicht uns und unseren Kindern eine gute Zukunft.”

Nach Ansicht der Initiative lasse sich aus dem aktuellen Flächenbedarf nicht ableiten, wie es in 10 bis 20 Jahren aussehen wird. Es wäre schade, „wenn Firmen wie Miltenyi Biotec, Polytron oder große Handwerksbetriebe wegziehen müssen, weil sie zu erfolgreich sind.GL 

Redaktion

des Bürgerportals. Kontakt: info@in-gl.de

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3 Kommentare

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  1. Ich kann meinen beiden Vorschreibern nur beipflichten. Was soll Industrie mitten in einer Stadt, die vorrangig preiswertes, verdichtetes Wohnen vor allem an solchen Standorten voranbringen sollte. Dem Wunsch der ILA, aus Bergisch Gladbach eine Industrie/Gewerbe-Ansiedlung zu machen und auch noch die Innenstadt mit Gewerbe zuzupflastern, ist energisch entgegenzutreten. Die Argumentation dieser Interessengemeinschaft ist total einseitig:

    -Vorratsflächen ja, aber nicht gegen Bevölkerung, Natur und Umwelt.
    – Dass das Gewerbesteuer-Argument nicht stichhaltig ist, hat man wohl bei der ILA noch
    nicht gerafft. Selbst die Verwaltung spricht davon kaum noch. Wie auch, ist doch der größte
    Zahler dieser Steuern ein Dienstleistungsunternehmen und zahlt der größte Arbeitgeber
    gar keine G-Steuer.
    – Wer mit Stillstand argumentiert, der angeblich von den Bürgerinitiativen gewollt ist (O-Ton
    Flügge), hat noch nicht über seinen Tellerrand geguckt. Handlungsspieleraum ist natürlich
    wichtig, aber nicht nur für Unternehmen, die dann vielleicht doch keine Gewerbesteuer
    zahlen wie das Mediterana und Krüger.

    Immer nur “mehr Gewerbe, Innenstadtverdichtung mit Gewerbe, ohne Gewerbe keine Zukunft”, aber nie “wohin mit dem Verkehr, wie sehen die Schadstoffemissionen aus, was macht das mit unserer Umwelt”.

    Die ILA hat auch “Leben” in ihrem Kürzel. Wer soll da leben, wo die ILA alles mit Gewerbe verschandeln will?

  2. Absolute Zustimmung Frau Berntges!

    Warum man immer von Verdichtung der vorhandenen Bebauung spricht aber es seit vielen Jahren (sind es schon 20?) nicht schafft auf dieser häßlichen, zentrumsnahen Industriebrache eine Wohnbebauung zu realisieren erschließt sich mir nicht.

    Ich habe das Gefühl, dass keiner der Stadtplaner der Stadt in Bergisch Gladbach lebt. Wenn ich jeden Tag zum Feierabend wieder nach Hause fahre und hier “nur” arbeite und nicht lebe wäre mir das auch alles egal.

  3. Das Gebiet von der Johann-Wilhelm-Lindlar-Straße an und bis einschließlich des ehemaligen Köttgen – Geländes eignet sich besser für eine zentrumsnahe Wohnbebaung. Eine Umlegung bewirkt eine Parzellierung und eine Umwandlung des Gebietes in Wohnflächen. Dies enstpricht dem von den Bürgerinitiativen und der CDU und den Grünen geforderten Konzept “vom urbanen und verdichteten Wohnen”. Die Nähe zur S-Bahn und zum Stadtzentrum GL ist für Pendler und Menschen ohne Auto sehr interessant. Dies ist verkehrstechnisch eine gute Lösung. Vielfach nützliche Freiflächen und Naherholungsgebieten könnten auf diese Weise erhalten bleiben. So nah an Fußgängerzone und S- Bahn sollte man kein neues Gewerbegebiet errichten. In den letzten Jahren ist das Stadtzentrum gewachsen und diesem Umstand muss nun Rechnung getragen werden.