Wie machen wir unser Land fit für die Zukunft? Das war Gegenstand der Podiumsdiskussion mit Christian Lindner, dem Bundesvorsitzenden der FDP, Prof. Michael Hüther vom Institut der Dt. Wirtschaft und Prof. Frank Wallau, dem Dekan für Betriebswirtschaft der FHDW und Dozent für Mittelstand und Unternehmensgründungen am vergangenen Montag.

Das Forum der Fachhochschule der Wirtschaft war gefüllt bis auf den letzten Stehplatz. Die Zuschauer hörten drei sehr unterschiedliche Impulsvorträge: Prof. Wallau stellte die Frage: Quo vadis NRW – anhand detaillierter Fakten  zur wirtschaftlichen Entwicklung, zur Gründerkultur und Innovationskraft unseres Bundeslandes zeigte er etlichen Handlungsbedarf und Ansätze für das politisches Agieren auf.

Prof. Hüther ging zurück zu den Wurzeln der Sozialen Marktwirtschaft. Er mahnte eindringlich, wieder mehr anhand von Fakten zu debattieren und zu entscheiden als nach Meinungen und Emotionen. Zur Absichtserklärung der SPD, die Agenda-Politik zurückzudrehen, prophezeite der namhafte Wirtschafts-Experte dadurch eine drastische Zunahme der Arbeitslosigkeit. 

Er und Christian Lindner appellierten aus unterschiedlichen Blickwinkeln an die Zuhörer, sich mutiger den zukünftigen Herausforderungen zu stellen, statt die Bürger zum “kleinen Mann” zu degradieren. “Wenn der Staat fragt: Was kann ich für Dich tun? … dann ist das eher eine Drohung als eine Verheißung”, so Lindner. Eine der wichtigen Voraussetzungen, die Menschen “groß” zu machen und für Gerechtigkeit zu sorgen, sei Bildung, Bildung, Bildung.

Dass sie in ihren Vorträgen die eklatanten Defizite im Bildungsbereich in den Fokus rückten, griff der Vertreter der Studenten, Niclas Morgenschweiß, sogleich auf, als er seine Erwartungen an die Politik formulierte: Wenn man von Zukunft spreche, verdiene dieser Bereich alle Anstrengungen und einer stärken Förderung nach Talenten. Wer für etwas brenne, müsse auch die Chance haben, seine Stärken zu entwickeln – nicht zuletzt im Sinne der Gesellschaft.

In der anschließenden Podiumsdiskussion, moderiert von der FDP-Vorsitzenden Anita Rick-Blunck, stand dieses Thema, insbesondere auch die berufliche Ausbildung und der “Akademisierungswahn”, gerade in unserem Bundesland im Fokus. “Zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen” könne man, indem man den Polizeidienst auch Realschülern zugänglich mache, schlug Christian Lindner vor. Bei dem Thema Europa und Euro konnten die Zuhörer eine spontane intensive Debatte Hüther-Lindner verfolgen, bevor sie dann selber zu Wort kamen. Ein gelungener Abend in einer erfreulichen Kooperation mit der FHDW – Fortsetzung geplant.

Wichtig ist uns zu betonen, dass wir sehr gerne das Angebot der FHDW genutzt haben, weil wir damit unserer Hochschule auch ein Zeichen der Wertschätzung entgegen bringen wollten – und das kam dort auch genau so an, auch bei den zahlreichen Studenten, die dabei waren und die Veranstaltung begeistert verfolgten.

Hier veröffentlichen die Ratsfraktion und der Parteivorstand der FDP Bergisch Gladbach ihre Beiträge. Kontakt: Anita Rick-Blunck, Parteivorsitzende. Mail: rick-blunck@fdp-bergischgladbach.de

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