Die Bahndammtrasse beginnt in der Innenstadt und führt nach Bensberg. Foto: Bergisch Schön

Die Grünen weisen den Unterstützungsaufruf des Autobahnzubringers e.V. für das Projekt Bahndamm zurück. Diese Trasse bringe erhebliche Umweltschäden mit sich und führe zu einer Ausweitung des Verkehrs.

Der im folgenden dokumentierte Brief ist an Reinhard Kenfenheuer adressiert. Der Vorsitzende des Vereins „Autobahnzubringer e.V.” hatte einen Vorschlag von Baurat Harald Flügge begrüßt, den zweiten Abschnitt der Straße über die Brüder-Straße zu führen – und um Unterstützung gebeten.

Hinweis der Redaktion: Das Thema „Neue Ideen für den Bahndamm steht am Mittwoch (19 Uhr) im Zentrum des politischen Stammtischs des Bürgerportal im Gaffel am Bock. Facebook 

Dokumentation des Offenen Briefs der Grünen-Fraktion im Stadtrat

Sehr geehrter Herr Kenfenheuer,
Sehr geehrte Damen und Herren,

ihre Bitte, ihr Anliegen zu unterstützen weisen wir entschieden zurück. Die Grünen kämpfen seit Jahren gegen die Straße auf dem Bahndamm. Gründe dafür dürften Ihnen hinreichend bekannt sein, werden von Ihnen aber nicht wahrgenommen sondern ignoriert.

Wie Sie wissen hat die Umweltverträglichkeitsstudie gezeigt, dass dieser Eingriff gravierende und erhebliche Auswirkungen haben würde. Wir sollten uns bemühen, Autoverkehr zu minimieren und nicht noch zu erhöhen. Eine neue Straße zieht mehr Verkehr an und sie führt in keiner Weise zur Entlastung.

Im Gegenteil erhöhen sich die Probleme wie Lärm, CO2- Ausstoß, Abgase, Feinstaub. Von allen Parteien wird gefordert, Bergisch Gladbach soll Stadt im Grünen bleiben. Die Bahndamm- Trasse ist ein wichtiges grünes Band und dient teilweise der Biotopvernetzung.

Das Mobilitätskonzept sieht eine Reduzierung des LKW- Verkehrs durch Verlagerung von der Straße auf die Schiene und eine Reduzierung des Individualverkehrs durch ÖPNV- Ausbau vor.

Ihre Initiative wirkt dabei kontraproduktiv. Es würde uns freuen, wenn Sie ihre Tatkraft zur Minimierung des Auto- und LKW-Verkehrs einsetzen würden. Die Anwohner des Bahndamms und der Stadt wären Ihnen dankbar.

Mit freundlichen Grüßen

Edeltraud Schundau, Dirk Steinbüchel
Fraktionsvorsitzende

Weitere Beiträge zum Thema:

Neue Ideen für den Autobahnzubringer

Redaktion

des Bürgerportals. Kontakt: info@in-gl.de

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1 Kommentar

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  1. Durch die Nachverdichtung, die in Bergisch Gladbach aktuell stattfindet, nimmt aber der Autoverkehr zwangsläufig zu und es müssen Alternativen gefunden werden. Man darf die Realität hier nicht verweigern. Ich wohne in Refrath und kenne niemanden, der zu seiner Arbeit mit dem Rad oder öffentlichen Verkehrsmittel fahren kann. Hierfür gibt es zwei Hauptgründe, Entfernung zu groß oder es dauert zu lang. Wenn ich aus meiner Sicht erzähle, fahre ich von Refrath nach Reichshof ins Oberbergische. Ich habe keine Alternative zum Auto und wohnen will ich dort auch nicht. Ein anderes Problem zeigt sich mir noch, in der Vergabe der KITA- oder Grundschulplätze. Das Kriterium, Entfernung zur Wohnstätte, wird leider bei der Vergabe von KITA oder Grundschulplätzen nur nachrangig berücksichtigt. Hier könnte man unnötigen Autoverkehr ebenfals eindämmen.