Die Organisatoren von der Bezirksschülervertretung mit den Namensschildern der Landtagskandidaten

Eine Podiumsdiskussion der Landtagskandidaten, speziell ausgerichtet auf die Belange von Jugendlichen im Wahlkreis 1 des Rheinisch-Bergischen-Kreises, hat die BezirksschülerInnenvertretung im Gladbacher Rathaus veranstaltet. Nach einer kleinen Einführung, in der es darum ging, wie eine Wahl abläuft, wer wählen und gewählt werden darf, konnten sich die Kandidaten persönlich vorstellen.

Das erste Schwerpunktthema des Abends war die gymnasialen Schulzeit und Oberstufe, welches ausgiebig besprochen wurde. Sowohl die Politiker als auch das Publikum, viele davon Schüler, sprachen sich gegen das G8-Konzept aus, hatten aber unterschiedliche Ansichten, wie es besser gehen könnte.

Auch zur Debatte über eine Senkung des Wahlalters in NRW von 18 auf 16 Jahre gab es eine allgemeine Zustimmung zum Herabsetzen jenes Wahlalters.

Die Positionen der Politiker ähneln sich grundsätzlich weitestgehend, allerdings präsentierten sie sich sehr unterschiedlich und brachten sich unterschiedlich stark in die Diskussion ein.

So präsentierte sich Vera Werdes (SPD) vor den anwesenden Gästen äußerst souverän und konnte gelungen ihre Standpunkte darlegen, ohne dabei andere Meinungen offensiv zu kritisieren. Auch konnte Sie Fakten und Zahlen in die Diskussion einbringen.

Thomas Klein von der Linken als auch Friedhelm Weiß von den Grünen zeigten, nach allgemeiner Auffassung einiger befragter Gäste, kein großes interesse an der Diskussion und erschienen weniger differenziert. Besonders schade fanden es die Schüler, dass Herr Weiß von Anfang an klar machte, Bildung sei nicht sein Schwerpunktthema.

Anita Rick-Blunck stellte die Meinung der FDP sehr in Kontrast zu den anderen anwesenden Parteien und versuchte mehrmals gekonnt, das Thema in Bereiche zu lenken, um die es nicht primär gehen sollte.

In der offenen Fragerunde gegen Ende konnten die ca. 40 anwesenden Jugendlichen weitere Fragen stellen, z.B zum Ehrenamt, Freizeitmöglichkeiten und Inklusion.Auch diese Möglichkeit wurde gut genutzt.

An dieser Stelle wurden ebenfalls noch einige Bedenken, Fragen und Ansichten zur Länge der Schulzeit geäußert. Man konnte gut erkennen, wie wichtig diese Frage für die Schüler von heute ist, vielleicht auch deshalb schnappte sich der ein oder andere die Politiker im nachhinein auch noch für ein Gespräch.

Ein großes Lob gab es von Seiten der Politiker und Gäste für die Organisatoren des Abends, welchen die Struktur und Leitung der Diskussion gut gelungen ist.

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BSV RheinBerg

Die Bezirksschülervertretung ist die Stimme aller Schüler im Rheinisch-Bergischen Kreis. Kontakt: bsvrheinberg@gmx.de

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3 Kommentare

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  1. @Heinz Adrrian: Wir dürfen als Schule in dieser Sache gar nicht tätig werden, und auch Herr Pütz könnte uns deshalb gar nicht anweisen, die Eltern darüber zu informieren. Eine entsprechende Information müssten die Eltern schon selbst auf die Beine stellen, der würden wir uns vermutlich nicht in den Weg stellen. De facto ist es aber so, dass z. B. die Landeselternschaft der Gymnasien eine in Teilen sehr deutlich abweichende Meinung bezogen auf die Ansinnen des Bürgerbegehrens zu G9 hat. Schon allein daher würde es die Situation enorm verkomplizieren, wenn wir als Schulen jetzt auch noch die Werbetrommel für die Unterschriftenliste rühren würden.

  2. Das Thema G9 und die Tatsache, dass hierzu eine Liste im Stadthaus ausliegt, sollte viel mehr publik gemacht werden! In diesem Punkt sollte Herr Pütz vom Schulamt die Schulen dazu auffordern, die Eltern umfassend zu informieren! Die Unwissenheit bezüglich dieser Liste in den verschiedenen Schulen ist unfassbar!

  3. Eine exemplarische Anmerkung (möge sie zur Relativierung genügen): Herr Weiß vertritt als Repräsentant der Grünen weiß Gott in vielen Punkten eine Position, die nicht die meine ist. Aber den langjährigen engagierten Geschichtslehrer des OHG auf einen Satz zu reduzieren (und damit zu disqualifizieren), Bildung sei nicht sein Schwerpunktthema … diese Darstellung muss man sich auf der Zunge zergehen lassen.

    Anita Rick-Blunck, die FDP-Vertreterin mit der abweichenden Meinung