Weihbischof Manfred Melzer auf dem Weg zur Einsegnung

„Wenn man sich die neuen Räume und den Ausblick ins Grüne so ansieht, könnte man meinen, dass die Gäste noch Kurtaxe zahlen müssen.“ Gut aufgelegt bedankt sich Bürgermeister Lutz Urbach beim Team des Hospizes für die „sehr wichtige und wertvolle Arbeit, die hier geleistet wird.“

Das Vinzenz Pallotti Hospital (VPH) hatte am Freitag eingeladen und zahlreiche Gäste aus Politik, Kirche und Gesundheitswesen waren erschienen. Allen voran Weihbischof Manfred Melzer, der zur Einsegnung der neuen Räume aus Köln angereist kam.  

Geschäftsführer Reinhold Sangen-Emden, Martin Andreae (Förderverein), Rainer Deppe (MdL) Pfarrer Andreas Süß, Kerstin Sauter (Leitung Hospiz), Paul Falk (Hits fürs Hospiz), Weihbischof Manfred Melzer, Oberarzt Dirk Hennesser, Jessica Samantha-Pollmeier (Hospizleitung), Bürgermeister Lutz Urbach, Stefan Korsten (Ärztlicher Direktor)

„Die Struktur unseres Palliativ-und Hospizzentrums ist so ziemlich einmalig, bundesweit“, erklärt Geschäftsführer Reinhold Sangen-Emden den interessierten Zuhörern. Rund 100 Gäste waren erschienen, um bei dem Festakt dabei zu sein.

Mit der Erweiterung der Abteilung wird das Angebot um drei weitere Pflegebetten weiter aufgestockt. „Wir können unseren Patienten in der finalen Lebensphase im Hospiz nun 10 Pflegeplätze anbieten. Weitere sieben Betten stehen zur palliativen Versorgung von Schwerstkranken zur Verfügung,“ sagt Sangen-Emden.

Geschäftsführer Reinhold Sangen-Emden (rechts)

Schon seit den 1990er-Jahren gehört die palliative medizinische und pflegerische Versorgung zum wichtigen Bestandteil der Abteilung für Innere Medizin. Dass es aber überhaupt ein Hospiz in Bensberg gibt, haben die Bürger den Pallottinerinnen zu verdanken. Mit viel Beharrlichkeit hat Schwester Dr. Gerburg Vogt S.A.C. damals für das Hospiz gekämpft. Am 22. Januar 2000, passend zum 150. Todestag von Vinzenz Pallotti, wurde das Hospiz eröffnet.

Heute gehört das VPH Bensberg zur Gesellschaft der Franziskanerinnen zu Olpe, die ebenfalls einen ihrer Schwerpunkte in der Betreuung von Patienten am Lebensende sehen. So zählt auch das Kinder- und Jugendhospiz Balthasar in Olpe und das Hospiz in Troisdorf zum Verbund der GFO.

Ordensschwestern unter sich: Schwester Mediatrix (rechts), Vorstandsvorsitzende der Maria Theresia Bonzel-Stiftung (GFO), plaudert mit Sr. Pacifica von den Pallottinerinnen, lange Jahre als Pflegedienstleitung und Krankenhausoberin im VPH tätig. Jetzt ist sie mit den anderen Pallottinerinnen nach Refrath ins Josefhaus umgezogen.

Die ganz große Mehrheit der Menschen möchte zu Hause in der vertrauten Umgebung sterben. Die Entwicklung der vergangenen Jahre zeigt jedoch, dass immer mehr unheilbar kranke Menschen ihre letzte Lebensphase in Krankenhäusern oder Pflegeeinrichtungen verbringen.

Angehörige oder Freunde sind häufig nicht mehr vor Ort und die gewohnten Strukturen damit weggebrochen. Und so kommen die Gäste ins Hospizzentrum. „Die Menschen wünschen sich eine bestmögliche Lebensqualität. In jungen Jahren und im Alter, bei bester Gesundheit oder eben am Lebensende“, sagt Sangen-Emden.

Eines der neuen Hospiz-Zimmer

Der Landtagsabgeordnete Rainer Deppe ergänzt: „Gesundheit ist wichtig, aber nicht alles. Mit sich und seinem persönlichen Umfeld im Reinen zu sein, das zählt.“ Gerade diese positive Lebenseinstellung wäre im VPH-Hospiz spürbar.

Einen weiteren, wichtigen Aspekt sieht Dr. Martin Andreae, Vorsitzender des Fördervereins: „Mehr Zeit zu haben, kann glücklich machen. Diese Zeit wird einem hier geschenkt.“ Daher beteiligt sich der Verein, wie auch der Förderverein von Hits fürs Hospiz e.V., mit einer großzügigen Spende an der Erweiterung.

Die Baumaßnahme ist die bisher aufwändigste Fördermaßnahmen des seit zehn Jahren bestehenden Vereins Hits fürs Hospiz e.V.. „Mit den Erlösen aus zwei großen Veranstaltungen, dem ersten Benefizkonzert im Juni 2007 in Bensberg und 2012 in Bergisch Gladbach hat der Verein die finanziellen Voraussetzungen für die beiden Bauabschnitte geschaffen und insgesamt rund 340.000 Euro aus Spenden dafür bereitgestellt“, so Paul Falk, Vorsitzender des Fördervereins „Hits fürs Hospiz“. 

„Hits für Hospiz”-Konzert zieht aufs BASt-Gelände

Das nächste Benefizkonzert findet am 9. Juni auf dem Gelände der Bundesanstalt für Straßenwesen in Bensberg statt. Der Eintritt ist frei, um Spenden wird gebeten. „Die Menschen stehen immer Schlange, um was in die Büchse zu werfen“, weiß Bürgermeister Lutz Urbach von den letzten Konzerten zu berichten.

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Zbick

PR-Berater (Deutsche Akademie für Public Relations)

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