Nach 46 Jahren Anstellung im Polizeidienst und in der Kreisverwaltung wurde Martin Gerstlauer jetzt von Landrath Tebroke in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet. Langlweilig wird es ihm bei seinen zahlreichen Interessen und Hobbies nicht werden.

Ob es für ihn tatsächlich ruhiger wird, wenn er in Ruhestand ist, bleibt fraglich. Denn Martin Gerstlauer, der seit 14 Jahren bei der Kreispolizei und seit fast 46 Jahren für den Kreis tätig war, hat für den nächsten Lebensabschnitt eine Vielzahl an Plänen. Kurz vor seinem endgültigen letzten Arbeitstag wurde er offiziell von Landrat Dr. Herman-Josef Tebroke verabschiedet. „Für die vor Ihnen liegende Zeit wünsche ich Ihnen alles Gute und bedanke mich für Ihr großes Engagement während der letzten Jahrzehnte.“

Seinen ersten Ausbildungstag beim Rheinisch-Bergischen Kreis hatte Martin Gerstlauer am
1. August 1971. Mit einem Augenzwinkern erzählt er: „Aus meinen ersten Ausbildungswochen könnte ich viele amüsante Geschichten berichten, die mir bis heute gut in Erinnerung geblieben sind.“

Dennoch würde er – heute wieder vor die Berufswahl gestellt – sich erneut für eine Ausbildung oder ein Studium beim Rheinisch-Bergischen Kreis entscheiden. „Ich selbst konnte viele sehr unterschiedliche Stationen kennenlernen, vom Straßenverkehrsamt über das Sozialamt, über den Personalrat und das Personalamt bis letztlich hin zur Kreispolizeibehörde – interessant war es überall.“

Diese Vielfalt und die Möglichkeit, die individuell passende Aufgabe zu finden, machen den Kreis als Arbeitgeber aus seiner Sicht aus.

Vielfältiges Interesse legt der 65-Jährige auch an den Tag, wenn es um seine künftige Lebensgestaltung geht. Neben Haus und Familie ist Martin Gerstlauer im Karneval aktiv und dadurch in Bergisch Gladbach überall bekannt.

Viele Jahre war er Vorsitzender und Präsident der Karnevalsgesellschaft „Alt-Paffrath“, mittlerweile ist er dort Ehrenpräsident. Gleichzeitig hat er den Vorsitz bei der „Vereinigung zur Erhaltung und Pflege heimatlichen Brauchtums e.V. Bergisch Gladbach“ inne.

Darüber hinaus hat er aber auch noch zahlreiche andere Hobbys und Ideen, was er mit seiner Zeit anfangen möchte. „Ich wandere gerne und liebe das Allgäu und Tirol – insbesondere den Ortsteil Hopfen am See in Füssen.“ Wenn er dort um den See spaziert oder gemeinsam mit seinem Sohn durch die Berge wandert, möchte er ein eingeschlafenes Hobby wiederaufleben lassen: die Fotografie.

Eingestaubt sein dürften über die Jahre auch die über 400 Gesellschaftsspiele, die der Bergisch Gladbacher auf dem Speicher gesammelt hat und denen er sich mit etwas Zeit wieder mal widmen möchte. Dies gilt ebenso für eine Modelleisenbahn, eine digitale Carrera Bahn und vieles mehr. Langweilig wird dem baldigen Ruheständler also nicht!

Rheinisch-Bergischer Kreis

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  1. Lieber Martin,

    ich wünsche Dir für Deinen “Ruhestand”, dass Du so agil bleibst, wie ich Dich kenne, dass Du auch dem Karneval nicht verloren gehst und dem “Verein mit dem langen Namen” weiter Die Impulse gibst, die das Brauchtum unterstützt.

    Alles Gute bei bester Gesundheit

    Rolf Havermann
    Ehrenvorsitzender der KG Grosse Bensberger

    1. Vielen Dank, lieber Rolf. Habe vor, dem Karneval und dem Brauchtum allgemein noch etwas erhalten zu bleiben.