Der Bahnsteig des alten Gronauer Bahnhofs ist noch zu erkennen; Personenzüge fahren auf dem Bahndamm aber seit Ewigkeiten nicht mehr

Anlässlich der am 10. Juni von Baurat Harald Flügge durchgeführten Begehung des Bahndamms wurden verschiedene alternative Nutzungsmöglichkeiten wie Radschnellweg oder Straßenbahnstrecke diskutiert. Die Grünen in Bergisch Gladbach begrüßen diese Diskussion und sehen eine große Chance, aus der festgefahrenen Debatte um einen Autobahnzubringer auf neuen Wegen herauszukommen, die auf zukunftsfähige Verkehrsformen – Fahrrad und ÖPNV – setzen.

Somit hat die Stadtratsfraktion am 19.6.2017 beschlossen, einen Prüfantrag in den Ausschuss für Umwelt, Klimaschutz, Infrastruktur und Verkehr einzubringen. Der Antrag umfasst die Konzepterstellung eines Radweges (möglichst als Radschnellweg), sowie alternativ oder kombiniert die Nutzung als Straßenbahntrasse. Hierbei soll auch die Anbindung an die Linie 1 und an eine verlängerte Straßenbahn von Thielenbruch nach Gronau untersucht werden.

Bei allen Varianten werden insbesondere der Schutz und Erhalt des ökologischen Längsverbundes unter den Gesichtspunkten Artenvielfalt, Mikroklima und Klimaschutz berücksichtigt.

Aufgrund der Fristen für Anträge wird der Antrag erst in der Sitzung nach der Sommerpause auf die Tagesordnung gesetzt.

Hier dokumentieren wir den Antrag in vollem Wortlaut (pdf)

M. Außendorf

Dipl.-Math. Maik Außendorf - Stadtratsmitglied für Bündnis 90 / Die Grünen - Sprecher für Verkehr und Wirtschaft - Stellv. Vorsitzender des Ausschuss für Umwelt, Klimaschutz,...

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1 Kommentar

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  1. Herzlichen Dank an Herrn Maik Außendorf und Bündnis 90/Die Grünen für diese Initiative.
    Die Straßenbahnverbindung der Stadtteile miteinander über den Bahndamm, Neuen Weg/Bensberg ggf. später sogar bis zum „Umsteigepunkt“ Autobahnauffahrt A 4 Moitzfeld und dann mit den Zielen GL-Mitte oder Köln zurück, das ist schon eine tolle Vorstellung.
    Den älteren Gladbachern dürfte die Trasse für die Straßenbahn von Thielenbruch nach Gladbach noch gut bekannt sein, vielleicht ist sie schnell wieder herzurichten. Beides also wirklich keine Neubaustrecken.
    Aber warum in Gronau enden, eine Haltestelle Schnabelsmühle kann ich mir auch als innovativ für Arbeitsplätze der Zukunft an dieser Stelle vorstellen. Die Innenstadt wird gerade neu geplant.
    Dazu dann parallel ein Radweg, als Ziel auch Rösrath denkbar über diese Trasse, das brächte auch kurzfristig schon Entlastung. Die Urlaubszeit bietet einen guten Gradmesser dafür, wie wenig „Verkehrsdelta“ ausreichend ist, den innerstädtischen Verkehr fließen zu lassen.
    Völlig abgesehen davon bieten diese Möglichkeiten der Nutzung, also der Verlagerung auf ÖPNV und auf das Rad, einen schnellen Weg zur Veränderung des modalen Split.
    Da bleibt nur die Hoffnung, dass die Bewertung insgesamt frei von Dogmen der Vergangenheit bleibt und die Zweidrittelmehrheit von CDU und SPD im Rat sich einer kurzfristig guten Lösung nicht verschließt.