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Journalist, Volkswirt und Gründer des Bürgerportals. Mail: gwatzlawek@in-gl.de. Twitter: @gwatzlawek

7 Kommentare zu “Den Bahndamm ganz neu denken”

  1. Redaktion

    @ René Hess: Der letzte Zug auf dem Bahndamm ist vor mehreren Jahren gefahren, seither wird er nicht mehr genutzt. Daher sind die Gleise zum Güterterminal im Gewerbegebiet Zinkhütte abgebaut worden.

  2. René Hess

    Können sie mir sagen ob der Bahndamm ab und zu noch befahren wird ?
    Danke im vorraus

  3. Thomas Boschen

    Ich wünschte unsere Kommunalpolitiker würden nur halb so viel Energie in den lange überfälligen zweigleisigen Ausbau der S11 investieren…

  4. H-G. Ullmann

    Es wird also gedacht, das schadet selten; und auch noch „neu“, das lässt hoffen …

    Viele interessante und zukunftsweisende Optionen samt angelagerten „Bewegungseffekten“ zeigen, dass Viele vom real existierenden Jahr 2017 aus erstens intelligent und zweitens nach vorne denken

    – und möglicherweise gehört auch der Stadtbaurat selbst dazu, mit einem durchaus raffinierten „Spiel über Bande“:
    Denn seine Markierungen zum großen Vorgestrigkeits-Projekt „Stadtautobahn / – zubringer über´n Damm“ können keinen klaren Verstand mehr an der allenfalls satirischen Qualität einer solchen Unternehmung zweifeln lassen (die durchaus an Kishons „Blaumilchkanal“ erinnert – wenn der nicht schon durch das Projekt „Strunde hoch 43“ belegt wäre …).

    Da soll a) der „erste Bagger“ bestenfalls heute in „zehn Jahren“ seine Schaufel schwingen, um also frühestens 2027 mit der großen Asphaltschneise zu beginnen, die dann, wenn überhaupt je, frühestens nach weiteren drei, vier, fünf, x Jahren (abhängig von absehbar rechtlichen und weiteren Verzögerungen …) als grau gedehntes Grabmal für mehrstellige Millionen und v.a. jeden Sach- wie Fachverstand mitten durch großzügig zerstörten Lebensraum zu glänzen;

    Und da soll b) der ohnehin noch einmal problematische Durchstich über die Kölner Straße ggf. in einem unmittelbar parallel zur Autobahn laufenden „Zubringer-Zubringer“ über die dafür dann auszubauende Brüderstraße münden … Das erinnert durchaus an den Filmklassiker „Das Testament des Dr. Mabuse“, wo der gleichnamige „Held“, in einer Anstalt sitzend und von hermetischem Wahnsinn umschlossen, seine irren Skizzen zu Papier bringt (leider findet er vorerst Gefolgsleute, die seinen Irrsinn zur Wirklichkeit bringen wollen …) …

    Whatever, vielleicht wählt der Stadtbaurat diesen Weg, um den nicht einflusslosen „Stadtautobahn/-zubringer über´n Damm“-Gläubigen den Irrweg dieses deren Glaubens sozusagen umwegig vor Augen zu führen, denn ein Weiteres ist sicher:

    Die Zukunftsfähigkeit oder Wachstumsquote einer Stadt wie GL lässt sich im Jahre 2017 ff. nicht (mehr) durch das in Kubikmetern hochvolumige Ausgießen von Asphalt herbeiplanieren, sondern hängt ab, genau – von neuem Denken! So, wie es die vielen interessanten und zukunftstauglichen Ansätze im Artikel ansetzen …

  5. Rolf Havermann

    Wenn das nicht jedem klar war, so hat der 1. Beigeordnete Flügge bei der Begehung des ehemaligen Bahndamms eines klar gemacht:

    Der Wahn eines vierspurigen Autobahnzubringers soll gegen alle Widerstände durchgeboxt werden. Wann und wie ist völlig egal, Hauptsache, die Verwaltungsspitze setzt sich durch, `wollen wir doch mal sehen, ob wir nicht recht behalten`.

    Es mag an der geringen Durchsetzungsfähigkeit der FDP liegen, dass man deren stete Hinweise auf die Möglichkeiten des Mehrheimer Kreuzes völlig ignoriert. Wäre man in den letzten 20 Jahren nicht immer nur den Äußerungen von Landtagsabgeordneter Helene Hammelrath gefolgt, “das Mehrheimer Kreuz ist längst gestorben”, und hätte mit ähnlicher Penetranz wie beim Bahndamm die Idee der Wiederbelebung des Kreuzes mit vor Jahrzehnten geplantem Anschluss an Bergisch Gladbach verfolgt, müsste man sich mit dem Thema “Entlastung Alt Gladbachs” nicht mehr beschäftigen.

    Ebenso drängt sich die Gewissheit auf, dass unsere Verwalter immer nur eins in Bezug auf “Entlastung der Straßen” im Kopf hat: Weitere Straßen bauen. Ob die Einrichtung der angeblich Entlastung bringenden Bahndammtrasse vor dem totalen Verkehrskollaps fertig gestellt sein kann, ist mehr als zweifelhaft. Schon vor mehr als 10 Jahren prognostizierte die IHK Köln die Zunahme des LKW-Verkehrs auf dem Gebiet Ihres Wirkens mit 25% bis 2020. Mathematisch sind davon bereits 17,5% auf den Straßen, was man beileibe jeden Tag schmerzlich verspürt. Wer also will in weniger als 3 Jahren über den Bahndamm die restlichen 7,5% bewältigen, um dann doch nur höchstens heutige, eher noch schlechtere Verhältnisse zu erlangen?

    Wenn nun also erst in 10 Jahren nach der Zwischen – Lösung (?) mit dem Bau der Bahndammtrasse als Autobahnzubringer begonnen werden soll, steht der Verkehr nicht nur auf Mülheimer/Bergisch Gladbacher Straße, Bensberger Straße, Dolmannstraße und wo sonst noch, wir werden überall auf Bergisch Gladbacher Gebiet Schadstoffemissionen über uns ergehen lassen müssen, die zum erheblichen Anstieg aller möglichen Krankheiten führen.

    Die Weiterführung einer Bahndammtrasse über die Kölner Straße hinaus birgt, wie fast überall entlang der alten Trasse, den Zwang zu Verhandlungen mit Anrainern, um an deren Grundstücke zu kommen. Was das kostet und nicht immer von Erfolg gekrönt ist und deshalb zu Enteignungen führen wird, kann man sich vorstellen. Aber wenn selbst das gelänge, stößt der Bau irgendwann auf die Brüderstraße. Denkt man nun an die Verbreiterung der A4, die auch in etwa 20 Jahren erfolgt sein dürfte, liegen Zubringer und Autobahn m.E. unbaubar eng nebeneinander. Oder die beiden Autobahn-Spuren werden in den Königsforst gebaut (FFH-Gebiet). Der schützende Wald zwischen Autobahn und Brüderstraße verschwindet ohnehin.

    Was nur treibt die Verwaltungsspitze, derart gegen alle möglichen Widerstände, Gutachten, Gesetze, Prognosen und gegen den ausdrücklichen Willen großer Teile vor allem direkt negativ betroffener Teile der Bevölkerung diesen unseligen Plan zu verfolgen? Hier kann jeder seine Phantasie spielen lassen und dabei vielleicht auf die Idee kommen, dass es nicht das Wohl der Bevölkerung ist.

  6. christiaN pütz

    Was Christoph Claes da schreibt ist zum Teil Richtig. Die Kosten würden niedrig bleiben. Doch im 21. Jahrhundert darf man nicht immer nur das nutzen was die niedrigsten Kosten entwickelt. Man muss das Gesamtbild betrachten.
    Hier geht es unter anderem auch darum den Lärm der durch diesen neuen Verkehr entsteht zu dämmen. Generell ist unsere Welt schon Laut genug. Also ist eine Unterirdische Lösung hier die beste und daher anzustrebende Lösung.
    Für die Anwohner würde nur während der Bauphase Lärm entstehen. Jeder Lärm durch die Benutzung würde fast auf Null Reduziert und ist daher für die Anwohner mit Sicherheit die beste Lösung.
    Außerdem ist eine Verlagerung von Transportverkehr von einem PKW-LKW auf die Bahn zu begrüßen, da man diese Umweltfreundlicher nutzen kann. Generell sollten für den Güterverkehr deutlich mehr Bahn-Systeme genutzt werden. Die Schienen liegen ja schon und werden oft nur schwach ausgelastet. Daher ist hier ein Umdenken dringend von nöten.

  7. Christoph Claes

    Schade, dass die Fahrradinteressengemeinschaft ProVelo nicht eingeladen wurde…

    Die Verlängerung der Linien 3/18 aus Thielenbruch bis zum S-Bahnhof und weiter nach Bensberg-Neuenweg in Kombination mit einem Radschnellweg deckt die meisten Bedürfnisse ab. Der Radweg kann den S-Bahnhof direkt mit der Kaule verbinden. Diese Bahntrasse kann dann sogar Güter aufnehmen und bei Anschluss an die Gleise der Linie 1 bis zu einem möglichen Verladezentrum zwischen den Autobahnanschlüssen Refrath und Merheim transportieren. Dafür wird die bestehende Infrastruktur besser ausgenutzt, was Kosten senkt. Der angedachte unterirdische schienengebundene Warentransport braucht auf dieser Strecke dann nicht erst für teures Geld gebaut werden. Denn der “Gütertunnel” spielt seine Vorteile vor allem in überbautem Gebiet aus, und nicht dort wo es schon eine oberirdische Schienentrasse gibt.

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