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Journalist, Volkswirt und Gründer des Bürgerportals. Mail: gwatzlawek@in-gl.de. Twitter: @gwatzlawek

6 Kommentare zu “Weniger Wohnflächen, neue Gewerbegebiete, Bahndamm”

  1. Ulrich Müller-Frank

    Die revidierte FNP-Planung erhöht noch einmal drastisch die Ungerechtigkeit der Belastungsverteilung innerhalb des Stadtgebietes. Er wurde also deutlich verschlimmbessert. Nun dürfte es wohl endgültig jedem klar sein, dass diese Handvoll von unsensiblen zugereisten Fachleuten, die in der bzw. für die Verwaltung arbeiten, ihren Job genauso stur, aber folgerichtig durchzieht, wie sie ihn als Auftrag verstehen wollte und der die lokale Historie komplett irgendwo vorbeigeht. Einwände aus der Bürgerschaft werden als lästig und störend empfunden, sie werden nicht als Hilfestellung, sondern eher als Sabotageversuch gesehen und sind deshalb so weit wie formal möglich mit vielen beschönigenden Worten und Textbausteinen abzuwimmeln. Dies geschieht trotz angeblicher Gesprächs-, aber bei weitestgehend fehlender Kompromissbereitschaft.
    Dem Bürger dürfte jetzt endgültig klargeworden sein, dass diese Verwaltung nur durch das Votum von politischen Mehrheiten eingebremst werden kann und dass nur über die politische Schiene ein FNP verhindert werden kann, der von der Bürgerschaft so nicht gewollt wird. Das entspricht eben auch genau den demokratischen Spielregeln. Alles andere ist mehr oder weniger Zeitverschwendung und vergebene Liebesmüh!
    Die Verwaltung hat allerdings Recht, wenn sie unterstreicht, dass es nicht Aufgabe der Planer ist, Wahlversprechen zu bewerten oder zu berücksichtigen. Das ist die alleinige Pflicht der Parteien, die wieder gewählt werden wollen. Deshalb ist es unbedingt nötig, unsere politischen Vertreter viel stärker als bisher in die Abwehrstrategie mit einzubeziehen und genau zu beobachten, wie sich diese in der Sache positionieren. Es darf nicht sein, dass tausende Bürger Hüh rufen und deren Stellvertreter sich im Rat entweder wegducken oder gar Hott rufen, weil sie sich teils zähneknirschend, teils ahnungslos irgendwelchen Fraktions-, oder gar Koalitionszwängen unterwerfen. Die verantwortungsvollen Beschlüsse des Rates sollten die Meinungen und Wünsche der Bürgerschaft abbilden und nicht die verblendeten Vorstellungen einiger weniger Stimmungsmacher.
    Es macht m.E. jetzt keinen Sinn, sich im Wust der Einzelheiten dieses revidierten FNP-Machwerkes zu verlieren. Es sollte ausreichen, die absolut ungerechte Verteilung der Belastung innerhalb des Stadtgebietes zum Anlass zu nehmen, das Ding als vollkommen unausgewogen zurückzuweisen.

  2. Marc Schneider

    Es ist schon haarsträubend, wie sich die Verwaltung im Falle der Nußbaumer Wiese Nu7 (wie in sehr vielen anderen Fällen auch) über die Einwände der Bürger und der Träger öffentlicher Belange hinwegsetzt.
    Der Beirat des Kreises lehnt ein Bebauung der Peterskaule (Nußbaumer Wiese) “aus Gründen des Lanschaftsschutzes und der Naherholung mit einem weiten Blick auf die Rheinebene” ab. Dazu die Verwaltung: die Flächen könnten ohnehin nicht zur Naherholung genutzt werden, da sie ja im Privatbesitz seien und landwirtschaftlich genutzt werden. Den Blick könne man durch geeignete Bebauung erhalten. Die Spazierwege (durch eine dann dichte Bebauung) könnten auch erhalten werden, somit sei den Bedürfnissen der Naherholung genüge getan …

    Dies nur als eines von vielen Beispielen, wie der gesetzlich vorgeschriebene “Abwägungsprozess” von der Verwaltung verstanden wird. In wessen Interesse wird hier eigentlich agiert? Im Interesse der Bürger? Der Baulobby?

    Bleibt nur zu hoffen, dass sich die Politik nicht vor den Karren spannen lässt und die Verwaltung an die Zügel nimmt! Dieser FNP-Vorentwurf darf nicht umgesetzt werden!

  3. Rolf Havermann

    Es gab einmal eine gar nicht so kleine Gruppe von angeblich unwissenden Bürgern einer “Stadt im Grünen”, die sich gegen die Willkür der örtlichen Verwaltung wehrten. Diese wollte mit Behauptungen, die sie nicht wirklich beweisen konnte, viele Wiesen und Wälder auf dem Stadtgebiet neuen Häusern, neuen Betrieben und zusätzlichem Verkehr opfern, um das Stadtsäckel zu sanieren, der örtlichen Wirtschaft zu gefallen und einem sehr großen Nachbarn zu helfen, seine Probleme zu beseitigen, ohne allerdings eine zukunftsorientierte Gesamtidee zu haben. Den ersten Planungs-Entwurf hatten die Bürger schon heftig kritisiert, worauf die Verwaltung diesen im Wohnbereich abänderte in der Hoffnung, einige Bürgergruppen beruhigen zu können und so einen Keil zwischen die einheitliche Front der Bürger zu treiben. Aber wie so oft in der Geschichte, wurde mal wieder die Rechnung ohne den Wirt gemacht. Ungeschickterweise hat die Verwaltung in der Planung neuer Gewerbegebiete heftigst überzogen und gegen einen großen Teil Ihres Stadtrates, der später entscheiden muss, gehandelt.

    So ist mal wieder viel Zeit vergangen und Geld vernichtet worden, um einer ersten Fehlplanung ein erneut falsches Konzept aufzusetzen. Man erstaunt sich über die Dreistigkeit der Verwaltung, in solch erheblichen Maße immer noch gegen die Bürger zu agieren und verwundert sich, dass die Verwaltung hofft, mit dieser neuen Fehlplanung die Einwohner unserer Stadt zu überzeugen.

  4. Prof. Dr. Dirk-Carsten Günther

    Respekt: Die Verwaltung will es durchziehen und auf dem Höhenrücken Asselborn-Spitze an dem dortigen Naturdenkmal Deutsche Alleenstrasse das mit Abstand größte Gewerbe-/industriegebiet mit 11,2 Hektar + P-R-Parkplatz + 15 Hektor Kürten, also insg deutlich mehr als 25 h (=, 250.000 qm) auseisen. Ein Bundesliagfußballfeld hat im Durchschnitt ca 7.000 qm. Dieses Gewerbegebiet entspricht also einer Größe von 21 Fußballfeldern. Gut, daß es aufgrund der Lage genügend potentielle Klagebefugte gibt.

  5. Heribert Thimme

    das Verkehrsaufkommen in Bergisch Gladbach ist signifikant zu hoch. Lösung kann nicht sein, die Anzahl der Straßen immer weiter zu erhöhen. Neue Straßen ziehen bekanntlich nur noch mehr Verkehr an. Das Nadelöhr Zoobrücke ist bereits jetzt zur RushHour völlig überlastet. Neue Verkehrsströme führen zu einem Verkehrsinfarkt. Der Antrag der Grünen weist in die richtige Richtung. Eine Straßenbahn und ein Radfahrweg sollte auf dem Bahndamm gebaut werden, wenn möglich mit der Untertunnelung von Transportcontainern. Nicht rückwärtsgewandte Politik wird benötigt, sondern ökologische Ansätze, welche die Umwelt schonen und Umstiegsanreize zugunsten einer verstärkten Fahrradnutzung und des ÖPNV schaffen.

  6. Hans-Eckhard Schulz

    Ich halte den Vorschlag mit der Anbindung an die Autobahn für nicht durchführbar und kann nicht verstehen das dies Thema immer weider hochgekocht wird. Wenn der Bahndamm denn wirklich umgebaut werden würde und eine Anbindung bis zur Autobahn erfolgen soll. Dann müssten doch etliche Häuser an der Bensberger Straße abgerissen werden. Es wurde aber gerade wieder heftig Neu gebaut. das gesamte Gieraths Gelände müsste weg. Vor kurzem Stand auch ein Artikel in der Presse das an der Tannenbergstraße eine Unterführung gebaut werden müsste. Kosten dafür völlig offen. Die DB würde es nicht bezahlen. Im Grunde wird hier durch den FNP nur ein Potemkinsches Dorf aufgebaut. Realisiert wird das niemals und wäre für die Stadt auch vermutlich unbezahlbar.

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