Mobilitätsmanager Daniel Euler und Verkehrsdezernent sowie Baurat Harald Flügge

Mitte Juni hatte Daniel Euler seinen ersten Arbeitstag als Mobilitätsmanager. Der studierte Geograf mit dem Schwerpunktthema Mobilität folgt auf Franziska Wilbert, die im Rahmen des befristeten Projektes „Mobilitätskonzept“ die übergreifende Fachaufgabe in der Stadtverwaltung federführend betreut hatte. Das MobiK wurde im Sommer 2016 von den politischen Gremien verabschiedet und erste Maßnahmen wurden umgesetzt.

Harald Flügge als zuständiger Dezernent und Erster Beigeordneter für strategische Verkehrsentwicklung stellte im Rathaus Bensberg Daniel Euler als Mobilitätsmanager vor. „Das Thema Mobilität bestimmt die Stadtentwicklung in einem hohen Maße, daher freue ich mich, dass wir erneut einen kompetenten Experten für diese Aufgabe gewinnen konnten“, betont Harald Flügge.

Daniel Euler, der aus Bonn stammt und noch in Bonn lebt, nahm trotz der kurzen Einarbeitungszeit zur aktuellen Situation in Bergisch Gladbach bereits zu einigen Themen Stellung. „Wenn wir Radverkehr und ÖPNV-Angebote erweitern, kann das Ziel, in der Stadt den motorisierten Individualverkehr auf andere Verkehrsmittel umzuverteilen, erreicht werden“, erläutert der 36-Jährige. Bis 2030 sollen acht Prozent Menschen weniger im PKW alleine auf den Straßen unterwegs sein.

Für Daniel Euler stellt vor allem die Topographie sowie die großflächige Verteilung der einzelnen Stadtteile eine Herausforderung dar. Der passionierte Radfahrer sieht aber nicht nur die Verwaltung und die Bürgerschaft in der Pflicht.

„Aus meiner Sicht sind auch die Arbeitgeber aufgefordert, das Thema Mobilität mit zu gestalten.“ So gilt es, laut Euler, die in Bergisch Gladbach ansässigen Unternehmen in die Planungen zu integrieren und Pendlerverkehre zwischen den umliegenden Großstädten zu optimieren.

Das Fachwort dafür ist das „Betriebliches Mobilitätsmanagement“. Hier sind auch gemeinsame Projekte der Bergisch Gladbacher Betriebe denkbar. Pedelecs und Fahrgemeinschaften könnten von den Betrieben mehr gefördert werden.

Ein Wunsch wäre zudem, dass der ÖPNV im Ganzen attraktiver werden soll. Aber auch ganz einfache Dinge, wie Duschen und Umkleideräume am Arbeitsplatz, sind erste notwendige Schritte, die Mitarbeiter auf Fahrräder zu bringen. Subventionierungsprogramme wie JobRad erleichtern den Mitarbeitern die Hürde beim Kauf eines Pedelecs, mit denen die Berge besser zu meistern sind.

Einen Wunsch formuliert der Radfahrer Euler auch ganz deutlich: Als passionierter Fahrradfahrer wünscht man sich überall gute und sichere Radwege und ein gut ausgebautes und zusammenhängendes Radverkehrsnetz

Die Schwerpunkte seiner Arbeit benennt der Mobilitätsmanager wie folgt: Die Umsetzung des MobiK mit weiteren Maßnahmen. Ein Beispiel wäre der Anschluss des Radweges auf der Kölner Straße an das bestehende Radverkehrsnetz.

Zudem der Anstoß von Maßnahmen aus dem Bereich des betrieblichen Mobilitätsmanagements (Fahrgemeinschaftsbörse, etc.) damit die Stadtverwaltung mit gutem Beispiel voran gehen kann.

Auch die konkrete Ausarbeitung weiterer Radverkehrsprojekte steht an. Gemeint sind beispielsweise der Ausbau des Radwegenetzes, die Öffnung der Fußgängerzone für Radfahrer sowie die Prüfung eines E-Lastenradverleihs an der Radstation.

Zum Werdegang von Daniel Euler: Erste Berührungspunkte mit dem Thema Mobilität erhielt Daniel Euler während seiner Studienzeit bei einem ökologischen Verkehrsclub. Nach der Diplomarbeit zum Thema „Studierenden- und Mitarbeitermobilität an der Bonner Universität“ suchte er erste Arbeitserfahrung in einem Kölner Start-Up im Bereich nachhaltiger Fahrradtourismus.

Seit 2015 arbeitete Daniel Euler als Juniorberater und Analyst bei der EcoLibro GmbH und erarbeitete unter anderem Potentialanalysen zur Förderung von Zweirad- und Mitarbeitermobilität.

Hier werden offizielle Pressemitteilungen der Stadtverwaltung veröffentlicht. Sie geben nicht die Meinung des unabhängigen Bürgerportals iGL wieder.

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