Nachrichten, Hintergründe, Termine und Service aus Bergisch Gladbach

ist Fotograf, beschäfigt sich mit Stadtsoziologie, hat seine Doktorarbeit über die Urbanisierung in Südafrika geschrieben und gerade das Projekt „Gronauer Campus” in GL umgesetzt.

9 Kommentare zu “„Möglichkeitsraum” Zanders macht FNP hinfällig”

  1. Vera Düsing

    Sehr geehrter Herr Cramer,
    vielen Dank für diesen ausführlichen Bericht, der konkrete Vorschläge enthält, die durchaus umsetzbar sind. Das Durchforsten der vielen Unterlagen zum FNP ist äußerst zeitraubend wie ich weiß – dann aber auch noch nicht nur Kritik, sondern gute durchdachte Vorschläge zu bringen – Chapeau!
    Zum Thema Schlafstadt:
    Die Umwandlung ehemaliger Industrieareale in der Innenstadt in Wohngebiete ist nach meiner Meinung der einzig vernünftige Ansatz. Nach meinen Erfahrungen sind Randlagen in Bergisch Gladbach nur für die Pendler geeignet, die ihren Arbeitsplatz im rechtsrheinischen Köln haben, da der zeitliche Aufwand sowohl mit dem PKW als auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln über eine der Brücken zu hoch ist. Das Problem der Leverkusener Autobahnbrücke wird uns noch jahrzehntelang beschäftigen. Hier mit Gewalt und unvertretbarem Aufwand eine Verlängerung der Strassenbahn Linie 1 zu planen erinnert an ein Monopoly Spiel. 400 Millionen sind aber eben kein Spielgeld, sondern müssen letztlich von uns, den Bürgern, mittelbar aufgebracht werden.

    Für im linksrheinischen Köln beschäftigte Bürger sind Wohngebiete im Erftkreis deutlich attraktiver, da per guter Zugverbindung schnell erreichbar – im übrigen findet man dort eine ganz andere, erschwingliche Preisgestaltung als hier bei uns.
    Würde im Innenstadtbereich Wohnraum geschaffen, könnte Bergisch Gladbach sehr wohl in realistische Konkurrenz zum Erftkreis treten, da ( und wenn weiter ausgebaut ) von dort auch der Kölner Innenstadtbereich mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar ist.

  2. U. Kleinert

    Vielen Dank für diese fundierte Kritik am rückwärtsgewandten derzeitigen FNP – ich kann nur hoffen, dass die politisch Verantwortlichen sie gründlich lesen!

    Gerade im Verkehrsbereich wird der anstehende fundamentale Wandel immer deutlicher sichtbar: Immer weniger Menschen können und wollen so leben, dass sie zwingend auf den (Privat-)PKW angewiesen sind. Die im FNP-Entwurf ausgewiesenen neuen Flächen liegen jedoch größtenteils so weit außerhalb des Zentrums, dass auf absehbare Zeit kein Bahnanschluss realisierbar ist (außer hftl. in Herkenrath). Auch das Fahrrad dürfte angesichts der Topographie nicht für Alle als Hauptverkehrsmittel in Frage kommen. Wozu also auf einen Siedlungstyp setzen, der in Zukunft immer unattraktiver wird?

    Der Kauf der Zanders-Flächen ist eine riesige Chance, vergangene Fehler zumindest teilweise zu korrigieren. Aber dafür muss sich Bergisch Gladbach trauen, sich als ‘Stadt’ zu begreifen, wozu eben auch ein ‘richtiges’, relativ dicht bebautes und zu Fuß erschließbares Zentrum gehört.

  3. Gyula Meleghy

    Lieber Josef Cramer,

    Ich bin richtig begeistert, endlich mal einen vernünftigen Ansatz für eine langfristige Städteplanung unserer über die letzten Jahrzehnte doch stark geschädigten Stadt zu lesen.
    Unsere Innenstadt ist abends und am Wochenende mehr oder weniger tot. Wer geht schon abends in Bergisch Gladbach aus? Wir brauchen wieder Leben in unserer Stadt und das geht nur dann, wenn die Menschen wieder in die Stadt ziehen und nicht in den ländlichen Gebieten um die Stadt herum wohnen. Das Zanders Gelände teilweise als Wohnraum zu nutzen ist genial….. und gibt der Firma Zanders die Möglickeit weiter sich zu entwickeln. Der einfache Ansatz der Verlängerung der Straßenbahn von Thielenbruch macht verdammt viel Sinn. Das ist eine einmalige Chance für unsere Stadt und hat meine volle Unterstützung.

  4. Ulrich Müller-Frank

    Ihre fundierte Arbeit, lieber Herr Josef Cramer, weist genau in die Richtung, welche die Bürger dieser Stadt für deren künftige Entwicklung erhoffen sollten. Herzlichen Dank dafür! Dass unsere Chef- und Service- FNP-Planer in eine andere Richtung drängen, die sie mit großer Beharrlichkeit, auch auf der Basis von strapazierten Postfakten wie Bedarfsermittlung, Bahndammbewertung und der Verlängerung der KVB-Linie 1 durchzutricksen versuchen, ist aber leider eine Tatsache.
    Ich hoffe sehr, dass Ihre Gedanken noch rechtzeitig in die jetzt startenden Klausurtagungen der Fraktionen zum Thema FNP Eingang und intensive Berücksichtigung finden. Für eine grundlegende Kurskorrektur ist es nie zu spät!

  5. Marc Schneider

    Vielen Dank, Herr Cramer, für diese genialen Visionen!

    Bitte, bitte, liebe Politiker, macht Euch die Mühe und lest diesen langen, lesenswerten Artikel durch. Das sind die zukunftsweisenden Ideen, die wir in Bergisch Gladbach brauchen!

    Auf keinen Fall darf der FNP, auch nicht ein reduzierter, jetzt durchgezogen werden. Der Zeitplan muss aufgegeben um ganz neu auf der Grundlage der hinzugekommenen Möglichkeiten und Ideen zur Innenentwicklung neu nachzudenken. Die Verwaltung wird dies nicht von sich aus tun. Da muss die Politik schon entsprechend Druck machen!

    Ich weiß, das erfordert viel ehrenamtliche Arbeit. Aber dafür brauchen wir Sie, die Politiker!

  6. Rolf Havermann

    Im Namen des Bündnisses der Bürgerinitiativen Bergisch Gladbach gegen den FNP möchte ich mich bei Herrn Cramer herzlich bedanken. Eindrucksvoller kann man nicht belegen, wie sehr sich die Verwaltung am FNP-E. verstiegen, an Gesetzen und Tatsachen vorbei geplant und zugunsten einer bestimmten Klientel gearbeitet hat. Ist das Unkenntnis, Unvermögen, Ignoranz oder auch Vorsatz? Man darf gespannt sein, wie die Fraktionen mit ihren Stellungnahmen am 26.09. in der Ausschusssitzung von FNP- und Stadtplanung auf die Arbeit der Verwaltung reagieren. Die Bürgerinnen und Bürger hoffen, dass die von Ihnen gewählten “Volks”vertreter im Sinne des Volkes entscheiden, und dem FNP-E. die rote Karte zeigen.

  7. EM

    Vielen Dank für die Arbeit, die Sie sich gemacht haben!

    Aber leider sind Sie in den Augen der Stadtverwaltung wahrscheinlich auch nur ein Bürger der keine Ahnung hat. Warum das Bergisch Gladbacher Bürgerpotenzial nicht genutzt wird (denn diese müssen die nächsten Jahrzehnte ja auch damit leben; anders als Planungsbüros aus Dortmund) kann ich bei besten Willen nicht verstehen!

  8. Familie

    Vielen Dank für Ihre genialen Überlegungen von uns als Familie mit einem Zuhause neben dem Königsforst mit bereits genug Flug- und Autobahnlärm.

  9. Lothar Eschbach

    Ganz großartig, was Josef Cramer hier seiner Heimatstadt nachdrücklich präsentiert. Die Innenentwicklung ist es, die zusätzlich auch noch durch die mehr zufällig in Bewegung geratenen neuen Optionen völlig neue Möglichkeiten in Bergisch Gladbach eröffnet. Es wäre leichtfertig und fatal für die weitere Entwicklung der Stadt, wenn diese Chancen nicht jetzt mit Priorität den Stellenwert erhalten würden, den sie verdienen. FNP-E zur Seite legen und volle Konzentration auf die Gladbacher Mitte.

    Da haben alle Verantwortlichen alle Hände voll zu tun für die nächsten Jahre das zum Erfolg zu führen und das einschließlich der Beschäftigung von Beratern und Subunternehmern. Diese Perspektive lohnt sich in jedem Fall für die Stadt. Vor allen Dingen unter Beachtung von Revitalisierung, Verdichtung aber auch stadtgestalterischen Aspekten haben diese Vorschläge mehr Substanz als viele Diskussionen und Vorschläge des FNP-E zusammen, ganz abgesehen von der Reduktion des Flächenverbrauchs und dem Schutz unserer Bergischen Heimat, ein Stück mehr nachhaltiges Handeln.

    Wenn man sich die ausgewiesenen Gewerbeflächen einmal genau ansieht, dann fragt man sich, wie ein Planer dieser Stadt bei seiner Arbeit für und nicht gegen die Bürger, die vielen Bürgerinitiativen weisen deutlich darauf hin, wie ein Planer auf solche Ideen kommen kann. Das kann noch nicht einmal daran liegen, dass wir kein Leitbild dafür haben, wie wir in Bergisch Gladbach leben, arbeiten und wohnen wollen. Da fehlt es ganz offensichtlich an Fachkompetenz, was ich an anderer Stelle schon einmal detaillierter ausgeführt habe.

    Den Vorschlag von Herrn Josef Cramer zum ÖPNV, der Weiterführung von KVB Linie 3 und 18 von Thielenbruch bis zur Innenstadt, der ist so offensichtlich, überfällig und einfach, zumal es auch noch in Teilen die Trasse für diese Strecke gibt, das er wahrscheinlich alleine deshalb bislang nicht thematisiert worden ist. Einfach zu einfach, stattdessen lieber eine Dekade länger auf ein zweites S-Bahngleis warten (auch wichtig). Damit es keine leichten und einfachen Lösungen gibt, eine Straßenbahn in Herkenrath planen. Wenn mein Beitrag nicht ernst genommen werden sollte, dann hätte ich jetzt gefragt, was haben die genommen, die so etwas planen? Das ist 70iger Jahre Approach, Flächenverbrauch.

    Den Vorschlag zum ÖPNV möchte ich noch ergänzen und dahingehend erweitern, dass der Bahndamm nach Bensberg wieder seiner alten Verwendung zugeführt wird, allerdings diesmal in der Verantwortung der KVB. Nach Weiterführung der Strecke von Thielenbruch nach Gladbach sollte eine weitere Verbindung von Gladbach nach Bensberg verlaufen. Am Neuenweg könnte diese Verbindung dann auf der Trasse der heutigen 1 in Richtung Bensberg geführt werden.

    Wobei eine Weiterführung der 1 bzw. der Verbindung nach Gladbach bis zur Nähe Technologiepark mit Verkehrsbauwerk für Umsteiger erstrebenswert wäre. Es würde bedeuten, dass ich vom Technologiepark kommend entweder mit der Straßenbahn (1) direkt nach Köln fahre oder aber nach/über Gladbach (3/18) nach Köln, alternativ mit der S-Bahn weiter. Für einen parallel verlaufenden Fahrradweg wäre da sicher auch noch Platz und der könnte sogar bis Rösrath gehen.

    Das wäre ein signifikanter Beitrag zum modalen Shift, weil viel innerstädtischer Verkehr aufgenommen werden könnte. Damit wäre auch für die verbleibenden Autoverkehrsteilnehmer wieder mehr Platz. Die breite Zustimmung in der Bevölkerung dürfte auch erreicht werden können – Betrieb Bahndamm als Bahndamm – vor allem aber hätte endlich die unsägliche und blockierende Diskussion um eine „Straße über den Bahndamm“ die keine wirkliche Alternative ist, ein produktives Ende gefunden und die Menschen eine wirkliche verkehrliche Perspektive.

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