Der Verkehrsausschuss spricht sich für den Einstieg in Wasserstofftechnologie aus  und plant die  Anschaffung von 15 Bussen mit umweltfreundlichem Antrieb.

Die ersten Wasserstoffbusse sollen ab Anfang des Jahres 2020 durch den Rheinisch-Bergischen Kreis rollen und Menschen umweltfreundlich durch die Region bringen. Damit soll der Ausstoß von Schadstoffen im Linienverkehr reduziert werden und der Rheinisch-Bergische Kreis trägt einen Teil dazu bei, mögliche Fahrverbote in den Ballungsgebieten zu verhindern.

Der Ausschuss für Verkehr und Bauen gab auf seiner Sitzung am Mittwochabend daher ein klares Votum dafür ab, 15 Wasserstoffbusse durch die kreiseigene Gesellschaft Regionalverkehr Köln (RVK) anschaffen zu lassen und eine Wasserstofftankstelle zu errichten. Diese soll nach den derzeitigen Plänen in Wermelskirchen entstehen. Zehn Busse werden im Nordkreis verkehren, die anderen fünf sollen im Bereich Rösrath und Bergisch Gladbach zum Einsatz kommen. Den Wasserstoff erhalten die Busse am Flughafen Köln/Bonn.

Auf seiner Sitzung am 30. November trifft der Kreisausschuss eine Dringlichkeitsentscheidung zu diesen Themen, damit auf der Gesellschafterversammlung der RVK am 12. Dezember das Vorhaben in die Wege geleitet werden kann.

„Es ist wichtig zu zeigen, dass es auch ohne Diesel geht“, hielt RVK-Geschäftsführer Eugen Puderbach ein Plädoyer für die umweltfreundliche Technologie. „Wir sollten hier Vorreiter sein und den Mut zum Einstieg in diese Technologie haben“, sagte Ausschuss-Mitglied Uwe Pakendorf von der CDU während der Sitzung. Diesen Aspekt betonte auch Gerhard Zorn (SPD) und machte deutlich, dass der Einstieg der richtige Weg und sei und das „Vorhaben durch Fördermittelmittel umsetzbar ist.“ Auch DIE GRÜNEN stehen hinter dem Vorhaben. Hans-Jürgen Klein sieht die Investitionen als lohnend an: „Neue Technologien sind anfänglich immer etwas teurer.“

Für die Anschaffung von Bussen und dem Bau der Tankstelle stehen Fördermittel zur Verfügung, die die Verkehrsgesellschaft beantragt. Diese betragen knapp 6,4 Millionen Euro. Über einen Zeitraum von zehn Jahren fallen für das Projekt jährliche Kosten von circa 600.000 Euro an, die der Rheinisch-Bergische Kreis übernehmen wird. Darin sind auch Wartungskosten für die Busse und die Tankstelle enthalten.

Die Beschaffung der Busse ist Teil einer langfristigen Strategie. Bis zum Jahr 2020 sollen die ersten mit Wasserstoff betriebenen Fahrzeuge durch den Kreis rollen. Die Flotte soll bis 2030 kontinuierlich ausgebaut werden.

Rheinisch-Bergischer Kreis

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2 Kommentare

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  1. @NichtSeneca

    Die heutigen Wassserstofffahrzeuge sind mindestens genauso sicher, wie handelsübliche Benziner. Laut Aussage von Toyota, in deren Fahrzeugen der H2 bei 700 Bar gespeichert wird (bei Bussen normalerweise 350Bar), sind die Tanks bei einem Crash der sicherste Ort in einem KFZ. Darüber hinaus ist H2 als leichtestes Element sehr flüchtig – es muss also viel passieren, damit überhaupt ein explosionsfähiges Gemisch zustande kommt.
    Bei den o.g. Bussen befinden sich die Tanks auf den Fahrzeug-Dächern – da passiert gerade bei einem Auffahrunfall also gar nichts und sollte es dennoch zu einem Feuer kommen, gehen Schmelzsicherungen an den Tanks auf und der Wasserstoff wird kontrolliert abgelassen.

  2. * Wasserstoff ist hoch explosiv – vgl. Lakehurst. Wie soll gewährleistet werden, z.B. beim Auffahrunfall (Lkw rast auf Bus), daß nicht die Fahrzeuge und eine halbe Straße mitsamt Anwohner in die Luft fliegen?
    * Über welchen Antrieb reden wir: Brennstoffzelle oder Verbrennungsmotor?