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Journalist, Volkswirt und Gründer des Bürgerportals. Mail: gwatzlawek@in-gl.de. Twitter: @gwatzlawek

10 Kommentare zu “Harte Debatte über Parkplätze in der Schlossstraße”

  1. Auch ich bin Geschäftsinhaberin auf der Schlossstraße und sehe den Wegfall von so vielen Parkplätzen als weitere Belastung für die Bensberger Innenstadt an.
    Das Konzept ist nicht zuende gedacht.
    Wie Herr Zeuge es bereits formulierte: die Parkplätze auf der Schlossstraße sind von morgens bis spät abends belegt und heiß begehrt.

    Wir verfügen über ein wunderbares Kino. Wo sollen die Besucher zukünftig parken?
    Demnächst kommt ein Fitnesstudio dazu. Neue Parkplätze? Fehlanzeige!
    Bei mangelnden Alternativen in der näheren Umgebung können nicht einfach Parkplätze gestrichen werden. Die Möglichkeit auf der Steinstraße parken zu können sind ungelegte Eier und nur in der Fantasie der Planer vorhanden, von der Realität weit entfernt.

    Eine Reduzierung der Parkplätze als Erziehungsmaßnahme zu mehr Umweltbewusstsein wird in Bensberg nicht funktionieren. Kunden von außerhalb werden die Innenstadt eher meiden. Und ob der Bensberger an sich plötzlich seine Einkäufe zu Fuß erledigt ist eher unwahrscheinlich.

    Viele Einzelhändler halten sich in den letzten Jahren wacker trotz der immer peinlicher werdenden Geschichte mit der Marktgalerie.

    So wie die Schlossstraße sich derzeit darstellt ist sie wenig ansprechend. Es besteht also dringend Handlungsbedarf. Aber deshalb sollte nicht auf Teufel komm raus ein Entwurf durchgesetzt werden.
    Positiv an dem Entwurf ist die Begrünung und die Barrierefreiheit.

    Online-Händler werden möglicherweise künftig einen weiteren Zuwachs erfahren. Wer in Einkaufsstraßen nicht mehr parken kann, wird gerne bequem nach Hause bestellen.
    Beim Discounter direkt vor der Tür parken und die Kiste Wein mal eben ins Auto tragen ohne weite Fußwege ist doch deutlich angenehmer.
    Dies gilt es zu vermeiden!

    Ich kann den Wunsch nachvollziehen, in grünen Alleen zu flanieren, Kinder können ohne Gefahr herumlaufen und die Schlossstraße wird zum Ort der vielen Begegnungen. So etwas funktioniert in Großstädten, aber doch nicht in kleinen Ortschaften.
    Für die Einzelhändler geht es um ihre Existenz.

  2. Für die Debatte um das neue Bensberger Innenstadtkonzept ist es sehr wichtig, dass die IBH (Interessengemeinschaft Bensberger Handel) und Herr Zeuge, als Weinhändler auf der Schloßstrasse sich energisch und mit Sachargumenten zu Wort melden!
    Die Bensberger Innenstadt ist noch nicht verödet und es gibt bislang “nur” 2 Billigläden.

    Erwiesen hat sich für aufmerksame Langzeit-Beobachter, dass Fußgängerzonen, sofern keine überregional interessierenden Angebote bestehen (wie z.B. Hohe Straße in Köln), nach Geschäftsschluss veröden. Ein negatives Beispiel scheint mir durch Beobachtung die Hauptstrasse im Alt-Gladbacher Zentrum zu sein. Im Gegensatz dazu, hatte die Öffnung des Fußgängerbereichs der unteren Schloßstrasse zu einer deutlichen Belebung geführt und die oft prekäre Parkplatzsuche entspannt.

    Was sollte getan werden, um die Interessengegensätze um weniger oder mehr Parkplätze zu verstehen und zu bewerten:
    1. die anliegenden Bewohner befragen
    2. Geschäftsinhaber befragen
    3. Endlich einmal die tatsächlichen Nutzer der Schloßstrasse um iher Ansprüche/Meinungen zu bitten, denn diese bestimmen, ob das Angebot in Bensberg angenommen wird und welche Randbedingungen für die Nutzung unabdingbar und welche hinnehmbar sind.
    Warum geschieht das bei den 3 “Stakeholder-Cluster” nicht?

    Was man nicht tun sollte: Auf solche Stimmen zu hören, die von “außen” Stimmung gegen das Auto machen und Parkplatzmangel als Mittel nutzen, “grüne” Vorbehalte gegen individuelle Mobilität in Stadtentwicklungskonzepte umzusetzen.
    Solche – für ein lebendiges Bensberg – unbrauchbaren Ansichten und Vorschläge muss man sicherlich tolerierend zur Kenntnis nehmen. Die CDU hat die Verantwortung offensichtlich verstanden. Nur diese Partei ist an der Meinung der direkt Betroffenen (s.o) interessiert?

    Schon bei der Diskussion des FNP zeigte sich, dass die CDU mit Herrn Dr. Metten sich an den für die Stadt relevanten Bürgerinteressen orientiert!

  3. 165 Parkplätze sind von 08:30 – 22:00 Uhr täglich komplett besetzt!!!

    Und wir brauchen mehr – und nicht weniger!!!

    Als Inhaber unseres Weinfachgeschäfts machen wir nun seit vielen Jahren diese schmerzliche Erfahrung.

    Eine Verschönerung der “Schloss – Einkaufs – Straße” – ist sicherlich notwendig – ja!

    Aber wollen Sie wirklich den Verkehrsinfarkt nun auch hier etablieren?

    Wenn Sie uns nicht konkrete Alternativen mit fußläufigen Parkhäusern anbieten, werden Sie die Zunahme der Leerstände, Billigläden und Ladenketten unweigerlich fördern.

    Das “Bummeln”, die Begegnung, zahlreiche Bäume – alles schön im Sommer bei blauem Himmel.

    Die Realität sieht anders aus:

    Paketdienste, LKW’s für die Anlieferung in 2. Reihe, und das mittlerweile zu jeder Uhrzeit.

    Morgens sind es die zahlreichen Patienten, tagsüber natürlich die Kunden und abends die Kinobesucher die mehrfach die Schlossstraße auf- und abfahren – und wieder wegfahren und später ausbleiben werden. Von den vielen Beschäftigten ganz zu schweigen.

    Das “Bummeln” findet heute entweder im Internet statt (Parkplatz nicht nötig) oder im Discounter (Parkplätze vor der Tür)!!!

    Schlossstadt Bensberg – Schlossstraße – Bezeichnungen, die eine hohe Erwartung wecken – auch überregional. Die Kundenfrequenz – auch überregional – lässt sich nur steigern, wenn ein ausreichendes und übersichtliches Parkplatzangebot geschaffen wird.

    Im Bergischen sind Kunden ohnehin überwiegend mit dem Fahrzeug unterwegs. Das Laufen mit prallgefüllten Einkaufstaschen ist hier schon mal beschwerlicher – denn es geht immer wieder auf und ab.

  4. Immerhin, die SPD-Fraktion hat inzwischen klar gestellt, dass sie für die Umgestaltung und gegen den „Drive-In”-Zustand ist: https://in-gl.de/2017/12/08/spd-fraktion-befuerwortet-neugestaltung-der-schlossstrasse/

  5. Cui Bono = wem zum Vorteil?

    Natürlich kann die Schloßstrasse auch weiterhin und noch verbessert als „Drive-in“ betrieben werden. Man könnte z.B. mit den Angeboten noch etwas näher an die Straße rücken, damit die Kunden ihre Einkäufe im Vorbeifahren erledigen können und wenn man dann noch die Geschwindigkeitsbeschränkung aufhebt, dann kann man zusätzlich auch noch die Kundenfrequenz erhöhen. Schöne Einkaufswelt….

    Die Politik wäre gut beraten gewesen, bevor sie sich in dieser Art und Weise lautstark mit roten Linien und ohne Vorankündigung in der Tagesordnung äußert, wenn sie sich zunächst noch einmal mit etwas mehr Gelassenheit die Gesamtsituation vergegenwärtigt hätte. Es geht hier schließlich um ein Ergebnis eines seit fast zwei Jahren laufenden Projektes unter Führung der Verwaltung zusammen u.a mit Vertretern der IBH (Interessengemeinschaft Bensberger Handel) und der ISG (Immobilien Standortgemeinschaft Schloßstrasse) aber auch mit vielen Bürgern von Bensberg, mit einer großen Investition von Seiten der Stadt in die öffentliche Infrastruktur des Stadtteils.

    Wenn Händler Klagen, dann muss das nicht zwingend ein schlechtes Zeichen sein. Eine reine Fußgängerzone sehe ich jedenfalls nicht.

  6. Die Neugestaltung der Schlossstr. steht unter dem Motto „Boulevard der Begegnungen“. Das Bummeln über die Straße soll zu einem Einkaufserlebnis führen.

    Eine Blechlawine, wo man sich nicht traut, die Straße zu überqueren hat da keinen Platz. Da kann man doch besser und bequemer im Internet schoppen. Die Händlerschaft scheint diesbezüglich sehr kleingeistig zu sein. Wenn man einen Kunden als Autofahrer verliert und stattdessen fünf Neukunden als Fußgänger gewinnt, so ist dies kein Ruin für die Händlerschaft sondern ein wirtschaftlicher Segen.

  7. Um ein “Bummeln” durch die Füßgängerzone attraktiv zu machen, wünsche ich mir in der Schlossstraße eine Fläche, die weitgehend von Parkplätzen und damit von Autos befreit ist. Ich möchte nicht auf einem großen Parkplatz spazieren – und evtl. einkaufen- gehen. Insofern fand ich den Vorschlag der Stadt Parkplätze weitgehend zu reduzieren zukunftsweisend und richtig.
    Wenn ich jetzt höre, dass Herr Flügge -wie schon beim FNP- grundlegend zurückrudern muss und die Parkplätze bestehen bleiben müssen, dann frage ich mich, was ich von der Qualität der Planung der Stadt halten soll, wenn deren hoch gelobter “Siegerentwurf” keine 2 Wochen Diskussion übersteht.
    Ich wünschte manchmal, man könnte der Stadt helfen…Vielleicht wäre es schon hilfreich, wenn alternative Parkmöglichkeiten konkret und verbindlich angeboten würden und Lösungen speziell für nicht mobile Bürger.

  8. Mal sehen welche Lobby größer ist…Die der Einzelhändler, welche um Parkplätze kämpfen oder die der Bürger, welche die Natur, die Im Rahmen des FNP zerstört wird.

  9. Das Leben ist kein Ponyhof. So wie sich nicht die Idealvorstellungen der Betroffenen und derer, die meinen, dass sie es sind, realisieren lassen, so trickreich geht die Verwaltung mal wieder das Problem an. Man hat ein Büro zum Sieger des Wettbewerbs ernannt und das mit großer Zufriedenheit ob des Entwurfes in der Zeitung demonstriert. Im Vorfeld war ganz klar von den Einzelhändlern formuliert und im entsprechenden Ausschuss im Stadtrat beschlossen, dass höchstens bis zu 32 Parkplätze wegfallen dürfen. Nun aber wedelt mal wieder in Bergisch Gladbach der Schwanz mit dem Hund. Herr Flügge meint, sich über das Votum der Politiker, die das aber zu entscheiden haben, hinwegzusetzen und lässt mal eben 100 Parkplätze wegfallen. Nun rudert er zurück, weil ihm der Wind gar zu sehr ins Gesicht bläst und schwadroniert, es wäre nicht alles in Stein gemeißelt.

    Diese Episode erinnert an sein Vorgehen im FNP-E., wo auch riesige Potentialflächen ausgewiesen wurden, die nun in der 2. Änderung fast halbiert sind. Hier wie da wurde die Leidensfähigkeit der Betroffenen getestet, zurück rudern kann man immer noch, ist sein Credo. Auf diese Art wird Herr Flügge niemals Vertrauen in der Bevölkerung finden, von Verlässlichkeit und Berechenbarkeit ganz zu schweigen. In Bergisch Gladbach möchte man wissen, wohin uns die Stadtväter führen wollen. Das aber scheinen sie selbst nicht zu wissen, wie das Fehlen von Leitbildern und Verkehrskonzepten zeigen.

    Rolf Havermann

  10. Die Aufenthaltsqualität in Bensberg verbessern? Ja, das wollen wir alle! Aber bitte mit dem Auto bis in die ruhige, gepflegte Grünanlage mit Außengastronomie …
    Einen kleinen Vorgeschmack zur geplanten Schloss- Einbahnstraße haben wir ja im Moment. Die Situation ist nicht besser dadurch. Weiterhin parken bis zu 3 Paketdienste gleichzeitig in zweiter Reihe und einzelne Autofahrer warten auf der Straße dass evtl. ein Parkplatz frei wird. Wenn das dann nicht klappt mit erhöhtem Tempo durch die “Fußgängerzone”.

    Was wir dringend brauchen sind Lieferzeiten mit Liefer-Stellmöglichkeiten für die Schloßstrasse. Viel Parkplatz für den Individualverkehr in der Nähe der Innenstadt mit einer kostenlosen Anbindung in die Innnenstadt. Ähnlich dem Stadthüfer, aber höher getaktet und höchstens für einen symbolischen Euro.
    Dadurch könnten die Menschen bis vor’s Geschäft fahren, müssten aber nicht Parkplätze suchen. Die Regeln in der Fußgängerzone werden von Profis sicher auch besser eingehalten (Tempo 20!)

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