Im Verkehrsausschuss hatten sich Vertreter der SPD der harschen CDU-Kritik am Wegfall von Parkplätzen in der Bensberger Einkaufsstraße angeschlossen. Die Linie der Fraktion ist aber eine andere, sie befürwortet die Umgestaltung der Schlossstraße zu einer „Straße der vielfältigen Begegnungen”. 

Seine Fraktion begrüße ausdrücklich den Siegerentwurf des Gestaltungswettbewerbs für die Schlossstraße, sagte SPD-Fraktionschef Klaus Waldschmidt dem Bürgerportal. „Wir stehen voll und ganz hinter dem Entwurf und sehen ihn als ganz große Chance für die Umgestaltung Bensbergs”, sagte Waldschmidt. 

Zwar müsse der Plan des Kölner Architektenbüros konkretisiert werden. Dabei könne noch „der eine oder andere Parkplatz” zusätzlich herauskommen – aber das stehe nicht im Vordergrund. Ein Minimum von 130 Stellplätzen zu fordern sei mit dem Entwurf nicht vereinbar. 

Die Stadtverwaltung hatte einen Gestaltungswettbewerb ausgeschrieben, der Siegerentwurf sieht eine sehr grundlegende Aufwertung und Umgestaltung der Schlossstraße zum „Boulevard der Begegnungen” vor. Richtschnur war dabei das Ergebnis der Bürgergespräche im Rahmen des Integrierten Handlungskonzeptes Bensberg (InHK), die genau dieses „Straße der Begegnungen” als Ergebnis hatten. Der Entwurf sieht vor, dass etwa 100 der 160 Stellplätze direkt in der Schlossstraße wegfallen. Dafür sollen aber Parkplätze im Umfeld reaktiviert oder neu geschaffen werden. 

Die CDU hatte in der Ausschusssitzung angeführt, es geben einen politischen Beschluss, das höchstens 15 bis 20 Prozent der Parkplätze wegfallen dürften. Bislang konnte aber noch niemand sagen, wann und wer das beschlossen hatte. 

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G. Watzlawek

Journalist, Volkswirt und Gründer des Bürgerportals. Mail: gwatzlawek@in-gl.de.

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1 Kommentar

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  1. Es muss ja in Bensberg einen enormen Unterschied zwischen SPD nahen und CDU nahen Bürgern geben. Mein Eindruck, seit seid 30 Jahren in Bensberg wohnend, ist, dass mit Wegfall von über 80 Parkplätzen noch weniger Menschen in Bensbergs City kommen. Es mag sein, dass der Entwurf von vielen Seiten gelobt wird. Sich jedoch so gegen die verbliebenen Einzelhändler zu stellen, zeugt von wenig Kenntnis der Gegebenheiten. Statt die Meinung der Geschäftsleute zu negieren, sollte sich Herr Waldschmidt mal mit bemühen, neue Parkplätze an der Steinstraße zu schaffen.

    Dass das Brachstück Marktgalerie ein Krebsgeschwür in einer neuen Schlossstraße bleiben würde, kann man sich vorstellen. Hier hätte nicht nur die SPD schon vor Jahren eingreifen müssen, um wenigstens das jährliche “Ich bin guten Mutes” o.ä. vom Bürgermeister zu verhindern. Die frühe Wahrheit darüber, dass sich die Verwaltung in Abhängigkeit von Immobilienentwicklern gebracht hat und jetzt den Status quo nicht ändern kann, also sich weiter ohnmächtig an der Nase herumführen lassen muss, wäre m.E. ehrlicher gewesen.