Die Schlossstraße heute. Nicht nur bei Regenwetter grau, chaotisch, zugeparkt.

Die Rettung der Schlossstraße nimmt konkrete Formen an: Ein Kölner Büro hat einen Plan für einen „Boulevard der Begegnungen” vorgelegt, der die zuständige Jury begeistert und jetzt Basis für eine radikale Neugestaltung der Bensberger Einkaufsmeile wird. Egal, ob und wann sich etwas bei der Marktgalerie tut. 

Auf Straßenniveau herrscht in der Schlossstraße Tristesse: ein unansehnliches Durcheinander, dominiert von geparkten Autos und viel Beton, gekrönt von der Ruine des alten Löwencenters. Doch oben im Rathaus herrscht Aufbruchstimmung. „Egal wann es mit Bau der Marktgalerie los geht, wir gestalten Bensberg”, betonen Stadtbaurat Harald Flügge und Planungschef Wolfgang Honecker unisono. 

Tatsächlich sind dafür viele Voraussetzungen erfüllt: Die Stadtverwaltung hat mit Bürgern und Händlern ein Leitbild für die künftige Schlossstraße entwickelt, über das Integrierte Handlungskonzept  (InHK) Bensberg Fördermittel in Höhe von rund sechs Millionen Euro besorgt und ein externes Büro mit der Projektsteuerung beauftragt.

Stadtplaner polieren „die Krone der Stadt”

Hintergrund: Integriertes Handlungskonzept (InHK) Bensberg
33 konkrete Maßnahmen für die Stadtteile Bockenberg und Bensberg sollen im Rahmen der Städtebauförderung unter dem Oberbegriff Integriertes Handlungskonzept (InHK) in den nächsten Jahren umgesetzt werden. Die Projekte befinden sich zwischen Nikolauskirche und ProGymnasium, vom Deutschen Platz bis zum Schloss sowie im Wohnpark Bockenberg als auch am Quartierstandort Eichelstraße/Schloßstraße.

Das Land NRW fördert die öffentlichen Projekte mit bis zu 90 Prozent, die Förderzusage für das komplette InHK Bensberg wurde im Sommer 2017 erteilt. Insgesamt stehen 15 Millionen Euro für die öffentlichen Ausgaben zur Verfügung, die Umgestaltung der Schloßstraße wurde mit rund 6 Millionen Euro angesetzt.

Seit vergangenen Donnerstag liegt jetzt auch ein konkreter Architektenentwurf vor, wie die Schlossstraße der Zukunft aussehen soll. Wann diese neue „erste Adresse der Stadt” fertig sein wird, ist noch offen. Aber der erste von vier Abschnitten soll 2018 begonnen werden. So oder so.

Am Donnerstag hatte eine Jury, besetzt mit Architekten und Vertretern der Stadt, im „Realisierungswettbewerb zur Umgestaltung der Schlossstraße” eine Entscheidung getroffen. Vier Entwürfe lagen auf dem Tisch, einstimmig entschied sich die Jury für das Kölner Büro „club L94″ als Sieger, das ein „zeitloses und zukunftsfähiges Freiraumkonzept” vorlegte (siehe Dokumentation unten). 

Friedhelm Terfrüchte, Landschaftsarchitekt aus Essen, Mitglied der Jury und Mitglied des Gestaltungsbeirates, lobt den Siegerentwurf in höchsten Tönen. „Dieses Entwurf schafft sehr ruhige, zurückhaltende Rahmenbedingungen und damit eine Bühne für die Menschen und ihre Begegnungen.” Die Umsetzung werde die Atmosphäre der Straße völlig verändern und für das Umfeld wichtige Impulse ausgeben. 

Dabei zeichnet sich der Entwurf durch folgende Punkte aus:

Er umfasst die komplette Schlossstraße, von der Ecke Gladbacher/Kölner Straße bis rauf zum Schloss sowie von der Nikolaus-Kirche bis hinunter am Stockbrunnen und macht ihn zu einem einheitlich gestalteten Straßenzug. 

Das gesamte Areal soll mit einem einheitlichen Belag (graubeige, Beton- oder Natursteinplatten) gepflastert werden. Die  Farbe lehnt sich an das Bleiglanzerz an, das einst in Bensberg gefördert wurde.

Auf der eigentlichen Schlossstraße (von der Nikolausstraße bis zum Stockbrunnen) wird es keine Asphaltfahrbahn geben, die Funktionen „Straße” und „Gehweg” nur durch Rillen abgegrenzt und damit barrierearm. 

Parkplätze wird es nur noch auf der Schattenseite der Schlossstraße, der südlichen Seite, geben. In Längsrichtung, unter einer Reihe blühender Bäume

Oben führt der mit Kopfsteinen geplasterte Teil der Schlossstraße zum Schloss hinauf, unten die Einkaufsstraße mit einer Baumreihe

Insgesamt sollen auf der Schlossstraße 65 Parkplätze erhalten bleiben; wegfallende Plätze sollen möglichst im Umfeld kompensiert werden (mehr dazu weiter unten). 

Der Fußgängerbereich auf der Bergseite wird deutlich breiter, mit viel Platz für Fußgänger, Straßencafés und anderen Nutzungen – wovon vor allem die Geschäfte mit Fronten nach Westen und Süden profitieren.

Die Schlossstraße wird von der Nikolausstraße bis Einfahrt in die Tiefgarage unter dem Franzen-Riegel zur Einbahnstraße, Fahrtrichtung Stockbrunnen.

In der Mitte der Kubus der künftigen, abgespeckten Marktgalerie, direkt oben angrenzend die neue Freitreppe. Oben rechts Beispiele für eine mögliche Möblierung der Straße

Die große Freitreppe an der geplante Marktgalerie wird noch weiter in die Straße hinein gezogen.

Vor der Nikolauskirche ist eine weitere Freitreppe angedacht, um die Kirche noch stärker in das Stadtleben einzubeziehen – und den Beginn der „neuen Schlossstraße” zu markieren.

Die Nikolauskirche (oben) und die Nikolausstraße sollen mit einbezogen werden.

Und auch ganz unten soll die steile Rampe am Irish Pub zu einer „Rathaustreppe” umgestaltet werden. Hier würde die Schlossstraße ein standesgemäßes Ende finden. 

Der gesamte Boulevard soll mit einheitlichen, schlichten Lampen, Bänken, Papierkörben und anderen „Straßenmöbeln” ergänzt werden. 

Die vorhandenen Sichtachsen bleiben erhalten, werden zum Teil wieder freigelegt, durch den Blick auf die Nikolauskirche ergänzt.

Die steile Rampe am Irish Pub zum Burggraben soll zur „Rathaustreppe” werden, der Biergarten womöglich ein „Balkon”

Auch die Verbindungswege von der Steinstraße über die Schlossstraße hinauf zum Rathaus und Schloss werden gestärkt.

Der Bereich vor der künftigen Marktgalerie wird vor allem durch die große Freitreppe strukturiert, für die unterschiedlichsten Funktionen. Unter anderem soll der Platz gut für einen Wochenmarkt geeignet sein. 

Basis für ein „völlig neues Stadtgefühl”

Damit, so schwärmt Architekt Terfrüchte, bekomme die Schlossstraße einen „einheitlichen Teppich von hoher Qualität”, der ein völlig neues Stadtgefühlt mit hoher Aufenthaltsqualität ermöglicht. 

Wolfgang Honecker, Christine Sick-Adenauer, Lutz Urbach, Harald Flügge und Friedhelm Terfrüchte sind vom Entwurf begeistert.

Dem positiven Urteil schließen sich Baurat Flügge, Planer Honecker und auch Stadtplanerin Christine Sick-Adenauer voll und ganz an. Der Entwurf habe alle Anforderungen aufgegriffen, zum Teil sogar übererfüllt. „Was wir hier machen ist kein Straßenbauprojekt, sondern deutlich mehr: mehr schaffen einen langgezogenen Stadtplatz mit hoher Aufenthaltsqualität”, sagt Flügge. 

Natürlich gibt es einige wichtige Punkte und viele Details, die noch offen sind. Diese sollen nun zwischen Stadtplanung und Architektenbüro besprochen und in den üblichen Planungsprozess von Verwaltung und Stadtrat einfließen. Im Stadtplanungsausschuss wird der Entwurf bei der nächsten Sitzung am 12. Dezember vorgestellt. 

Zielkonflikt zwischen Parkplätzen und Aufenthaltsqualität

Auf Nachfrage räumt Honecker ein, dass ein beträchtlicher Teil der Parkplätze auf der Schlossstraße wegfallen werden. Das sei aber erstens die logische Folge der Leitbilddiskussion, bei der die Straße im Einvernehmen mit den Händlern als „Straße der vielfältigen Begegnungen” definiert worden war.

Und zweitens sollen die wegfallenden durch neue Parkplätze im weiteren Umfeld ersetzt werden. Zum Beispiel an der Steinstraße. Oder durch die Aktivierung ungenutzter Potenziale in der Schlossberggarage und am Rathaus. Und nicht zuletzt durch die 100 Parkplätze der Marktgalerie. Die sind zwar nicht neu, sollen im Zuge des Umbaus aber künftig wieder per Aufzug erreichbar sein. 

Diese Teile des alten Löwencenters verschwinden und machen Platz für eine Freitreppe – und den Blick auf das Schloss

Damit liegt der heikle Punkt Marktgalerie auf dem Tisch. Das unendlich oft verzögerte Projekt des Investors Centerscape, über das die Stadtplaner im Zusammenhang mit der Schlossstraße am liebsten gar nicht reden möchten. 

Aber die Marktgalerie ist zentraler Bestandteil der „neuen Schlossstraße”, gerade bei der großen Treppenanlage geht ohne die Marktgalerie gar nichts. Die privaten und öffentlichen Flächen am Berg direkt neben dem alten Löwencenter sind so eng miteinander verbunden, dass die Stadt sogar Centerscape Architekt Friedhelm Groefke beauftragt hat, diese Treppe nach den Vorgaben der Stadt mit zu bauen. 

Die Ansage von Centerscape, mit dem Bauprojekt in 2017 zu beginnen hatte die Stadtverwaltung daher unter Zeitdruck gesetzt, gerade deshalb hat sie den jetzt abgeschlossenen Wettbewerb so schnell durchgezogen. Mit der weiteren Verschiebung der Markt-Galerie hängt dieses Projekt jedoch wieder in der Luft.

Die Abbruchgenehmigungen liegen zwar inzwischen vor, aber  Centerscape nennt im Moment gar keinen Termin und ist offenbar immer noch auf der Suche nach einem Generalunternehmer. Einzelhandelsexperten bezweifeln ganz grundsätzlich, ob Centerscape überhaupt die Mieter findet, die die Marktgalerie wirtschaftlich machen würden.

Bis hierhin soll die Schlossstraße künftig eine echte Einbahnstraße sein

Davon will sich die Stadt aber nicht abhängig machen – sondern so oder so in 2018 mit der Neugestaltung der Schlossstraße beginnen. Sollte es bis dahin mit der Marktgalerie nicht losgehen – wovon die Stadt offiziell aber immer noch ausgeht -, wird einer der drei anderen Bauabschnitte vorgezogen. 

Die Verwaltung hatte das gesamte Areal in vier Abschnitte eingeteilt. Für das gesamte InHK liegt eine grundsätzlich Förderzusage in Höhe von 15,4 Millionen Euro vor, davon sind rund sechs Millionen für die Schlossstraße vorgesehen. Für den Bau der Freitreppe gibt es sogar schon einen konkreten Förderbescheid; sollte die Stadt einen anderen Abschnitt vorziehen, müsste der zunächst eingeholt werden. 

„Die neue Marktgalerie und die neue Schlossstraße mit der Freitreppe ergänzen sich wunderbar”, sagt Flügge. Aber auch ohne die Marktgalerie habe die Stadt „tragfähige Handlungsoptionen”. Egal was passiert, so der Baurat, „wir machen uns nicht von Einzelbauprojekten abhängig, wir gestalten”.

Dokumentation: Begründung des Preisgerichts über den Siegerentwurf der club L94
Der Arbeit gelingt es, für den heterogenen Raum der Schlossstraße eine einheitliche ruhige Gestaltung zu formulieren und die verschiedenen Orte zu einer erkennbaren Einheit zu verbinden.

Beginnend an einer neuen Freitreppe an der Kirche St. Nikolaus spannt sich der Straßenraum in durchgängigem Profil, mit gleicher Materialität und besonderer Möblierung bis zur neuen Rathaustreppe auf. Mit der Maßgabe ‚Treppen als Motiv’ werden Treppenanlagen so gestaltet und positioniert, dass sie als Freiraumelement die Abfolge der unterschiedlichen Platzräume bespielen und Aufenthaltsmöglichkeiten schaffen.

Die Verfasser reagieren dabei sinnvoll auf die Erfordernisse der notwendigen Verbindungen. Sie schaffen darüber hinaus erkennbare Eingangssituationen in die Schlossstraße. Die Schnittstellen und Übergänge zu den angrenzenden Quartieren werden dabei mit betrachtet und wertvolle Lösungen dazu angeboten.

Das Profil der Schlossstraße wird im Süden mit einer durchgängigen, gleichmäßig gesetzten Baumreihe betont. Diese erlaubt Stellplätze als Längsparker anzuordnen, begleitet die zurückhaltend markierte Fahrspur und schafft im Norden viel Platz für eine multifunktionale Nutzung. Insbesondere die Erdgeschosse der nach Westen und Süden exponierten Gebäude lassen sich so gut bespielen. Gleichzeitig bleiben die vorhandenen Blickachsen erlebbar.

Ob diese strenge Baumreihe kontextbedingt durch Ausnahmen modifiziert werden sollte, wird intensiv diskutiert. Auch sind klimatische Aspekte zu berücksichtigen, wie der Schattenwurf lediglich auf einer Straßenseite.

Die Platzaufweitung an der Marktgalerie entwickelt sich schlüssig aus dem angrenzenden Straßenräumen. Die komplizierte Topographie an dieser Stelle und die erforderliche Umlenkung werden zurückhaltend und selbstverständlich gelöst.

Gemäß des Konzeptes ‚Treppen als Motiv’ gliedert und zoniert eine Treppenanlage diesen Platzraum und schafft einen neuen funktionalen Schwerpunkt. Die Verbindung Richtung Schloss wird im Bestand belassen. Ob dies eine angemessene Antwort ist, wird kritisch gesehen. Auch eine etwas stärkere Akzentuierung des Platzes und der Sichtbeziehung scheint denkbar. Dabei ist jedoch die nötige Offenheit für die Marktnutzung zu berücksichtigen.

Zu überdenken ist auch die Treppenanbindung südlich der Marktgalerie. Sie schränkt in der vorgeschlagen Lage die Ladennutzung ein.

Insgesamt bietet die Arbeit ein robustes, zurückhaltendes und in den vorgeschlagenen Kosten umsetzbares Gestaltungskonzept. Die schlüssig gegliederten Straßen- und Platzräume schaffen qualitätsvolle öffentliche Freiräume, die sich multifunktional und mit hoher Flexibilität für künftige Raumansprüche nutzen lassen.

Dokumentation: Erläuterungen des Büros „club L94″ zum Siegerentwurf:

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G. Watzlawek

Journalist, Volkswirt und Gründer des Bürgerportals. Mail: gwatzlawek@in-gl.de.

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5 Kommentare

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  1. Das hört sich ja auf den 1. Blick alles sehr positiv für Bensberg an, jedoch wird von baulichen Veränderungen (Abriss) nicht gesprochen. Das der Emilien-Brunnen auf der rechten Seite/Ecke zum Schloß der Freitreppe weichen muß oder aber die schöne Eiche und die kleine Wiese im unteren Bereich der Schloßstrasse, vor der Gaststätte Daubenbüchel, neben dem ehemaligen Restaurant Fachwerkhaus, der dortigen Freitreppe weichen soll wird nicht gesagt. Beide Bereiche in Bensberg sorgen bisher für etwas „Grün“ und würde dann durch Beton ersetzt, ist das wirklich nötig?
    Weiterhin fällt mir auf, dass den Plänen nach, bestehender Baumbestand gefällt und durch kleine, neue Setzlinge ausgetauscht werden sollen, dient das wirklich der Aufwertung der Fussgängerzone, ich sehe in Zukunft also eine Noch grauere Innenstadt mit noch wenigen frischem Grün.

  2. Die Schlossstrasse komplett als Einbahnstrasse ( zur Zeit ja provisorisch ) bedeutet für die Anwohner eine ununterbrochene Lärmbelästigung. Vor allem die An- und Abfahrten aller möglichen Fahrzeuge, Geschwindigkeitsüberschreitungen, nächtliche Fahrten entgegen der Einbahnrichtung etc. lassen keinen Ruhezeitraum mehr. Wenn die Durchfahrt- und Parkmöglichkeiten so sehr im Interesse der Geschäftsleute liegen, sollte bei der Neuplanung doch im Interesse der ( derzeit extrem durch permanenten Autoverkehr -Lärm und Abgase – belasteten )
    Anwohner der Schlossstrasse auf jeden Fall eine Durchfahrt- und Parksperre ( Automatikpoller o.ä.) nach Geschäftssschluss ( z.B. 20 bis 6 Uhr ) und an Sonn- und Feiertagen eingeplant werden um die Schlossstrasse auch als Wohngebiet und Aufenthaltsort ( zumindest teilweise ) noch annehmbar zu gestalten.

  3. Nicht schlecht, mal abgesehen vom unförmigen Klotz namens ‚Marktgalerie‘ – hier sollte die gladbacher Innenstadt doch eigentlich mahnendes Beispiel sein.

    Woran mal wieder niemand gedacht hat, ist der Fahrradverkehr. Laut aktuellen Entwurf sollen systematisch alle heute noch mit dem Rad nutzbaren Verbindungen zugebaut werden. Damit zehn Jahre später dann für viel Geld nachgebessert werden kann, nehme ich an…

  4. Nun steht im Tag in BGL, dass die Interessengemeinschaft Bensberger Handel (IBH) und der Immobilien- und Standortgemeinschaft (ISG) den Wegfall der Parkplätze als „nicht tragbar“ ablehnt.
    Ich bin klar der Meinung, dass GL im Ganzen eine deutliche Abkehr von der Automobilität braucht ABER ich sehe auch, dass der Einzelhandel es schwer hat und wir alle keine Innenstädte wollen, in denen nur noch Ramschläden und Ketten Platz haben.
    Das ist kein Plädoyer, den Parkplatzabbau in Frage zu stellen aber dafür das Mobilitätskonzept konsequenter und mit Esprit umzusetzen und weiterzuentwickeln. Denn nur daraus erwächst die Chance lebenswerte Innenstädte, funktionierenden EInzelhandel und Ökologie zusammen zu bringen. Das wollen wir doch alles, oder? Dazu muss die Politik mutig und kosequent bleiben und nicht bei den ersten hundert Metern Fahrradstreifen das Zittern bekommen aber auch wir, die Bürger müssen mitmachen!

  5. Klingt alles nicht schlecht, es wird aber darauf ankommen, die Parkplätze an der Steinstraße auch wirklich anzubieten. Ob die Eigentümer da alle mitspielen?

    „Das gesamte Areal soll mit einem einheitlichen Belag (graubeige, Beton- oder Natursteinplatten) gepflastert werden.“

    Da bin ich ja mal gespannt, ob der Lieferant auch dieses Mal aus den Reihen der CDU-Ratsfraktion kommt. Die Steine der Gladbacher Innenstadt mögen jedenfalls bitte nicht als Vorlage dienen (auch nicht in einem anderen Farbton).