Das Rathaus wird umgebaut. Die Front wird aber nicht angetastet. Foto: Marcus Ruhkiek

Voraussichtlich im Herbst 2018 werden Menschen, die auf einen Rollstuhl oder Rollator angewiesen sind, nicht mehr auf fremde Hilfe beim Besuch des Ratssaales oder des Bürgermeisterbüros im Rathaus Stadtmitte angewiesen sein. Denn das altehrwürdige historische Rathaus erhält einen barrierefreien Zugang in Form eines Aufzugs.

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Um das Rathaus allen Bürgerinnen und Bürgern barrierefrei zugänglich zu machen, wird an dieser Stelle jetzt Abhilfe geschaffen: Ein Aufzug soll helfen, verschiedene Ebenen und Etagen zu überwinden.

Der Ausschuss für Umwelt, Klimaschutz, Infrastruktur und Verkehr hatte sich im Herbst 2016 grundsätzlich dafür ausgesprochen, einen behindertengerechten Aufzug einzubauen und entsprechende Umbauarbeiten durchzuführen.

Die Idee geht auf einen Antrag der CDU und des Inklusionsbeirates zurück, der bereits im Frühjahr 2016 gestellt wurde.

Seitdem wurden durch den zuständigen Immobilienbetrieb verschiedene Varianten in Betracht gezogen: So wurde ein gläserner Aufzug im Treppenhaus genauso bedacht, wie ein Anbau an der Rückseite des Gebäudes.

In die engere Auswahl schafften es vor allem zwei Varianten, die sich nur durch den Standort des Aufzugs unterscheiden: Die eine Variante sah den Aufzug rechts im Foyer vor. Für diese Lösung hätte das Besprechungszimmer der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen und im Obergeschoss ein Raum des Schiedsmanns weichen müssen.

In der Version, die schlussendlich beschlossen wurde, wird der Lift auf der linken Seite des Foyers geplant. Auch hier müssen Räume weichen: Die Damentoilette im Erdgeschoss und die Küche in der ersten Etage werden nicht mehr nutzbar sein.

Diese Treppen im Foyer machen den Umbau so kompliziert

Der Zugang muss von der Rückseite des Gebäudes erfolgen, da auch die Treppe auf der Vorderseite eine Barriere darstellt, die aus Gründen des Denkmalschutzes nicht umgebaut werden kann.

Ab dem 8. Januar 2018 ist im Rathaus Stadtmitte mit erheblichen Einschränkungen zu rechnen. Bereits in den Herbstferien haben die vorbereitenden Baumaßnahmen für den späteren Einbau des Aufzuges begonnen. Im Erdgeschoss wurde ein Technikraum zu einer behindertengerechten Toilette umgebaut.

Der eigentliche Einbau des Aufzuges beginnt dann unmittelbar nach den Weihnachtsferien. Im Bereich der CDU-Geschäftsstelle im Erdgeschoss und der bisherigen Herrentoilette und Teeküche im 1. Obergeschoss wird der Schacht eingezogen. Die aktuell vorhandene Treppe wird zurückverlagert. Diese Verlagerung ermöglicht die direkte Anbindung des Aufzuges an die Eingangshalle im Erdgeschoss.

Beschäftigte müssen in andere Gebäude ausweichen

Die Kolleginnen und Kollegen, die aktuell im Rathaus ihre Büros haben, werden auf unterschiedliche Art und Weise auf die Lärmbelästigung reagieren. So werden die Abteilung Stadtmarketing und Öffentlichkeitsarbeit sowie das Bürgermeisterbüro – zumindest zeitweise – ins Gustav-Lübbe-Haus umziehen.

Da Telearbeit möglich ist, werden einige Stadtbediensteten ebenfalls zeitweise von Zuhause aus arbeiten. Die Kolleginnen und Kollegen des Ratsbüros im obersten Stockwerk hoffen, dass sie vor Ort relativ ungestört ihre Aufgaben erledigen können.

Barrierefreier Zugang für Hochzeitsgäste – ab dem Herbst

Bürgermeister Lutz Urbach ist schon ganz gespannt auf das Ergebnis und die barrierefreie Nutzungsmöglichkeit des Gebäudes: „Auch wenn es jetzt einige Monate zusätzliche Lärmbelastungen hier im Rathaus gibt, freue ich mich vor allem, dass die Zeiten, in denen gehbehinderte Hochzeitsgäste die Rathaustreppen hoch zum Ratssaal getragen werden mussten, bald der Vergangenheit angehören.”

Ebenfalls stark eingeschränkt werden die Nutzungsmöglichkeiten der beiden Ratssäle, da während der Bauarbeiten mit starken Lärmimmissionen zu rechnen ist. Auch das kleine Trauzimmer im Erdgeschoss ist nicht nutzbar. Dafür können ab dem 20. Dezember 2017 Räume in der Papierfabrik Zanders für Trauungen gebucht werden.

Pressestelle Stadt BGL

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