Seit Monaten sind Betrüger mit dem sogenannten Polizisten-Trick im Kreis unterwegs, malträtieren ihre Opfer mit Telefonanrufen und hatten einige Male Erfolg. Jetzt gelang der echten Polizei ein erster Gegenschlag.

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft Köln und der Kreispolizei Rhein-Berg wurden bei einer Geldübergabe ein  28-Jähriger und 29-Jähriger festgenommen worden. Zuvor sei Opfer zwei Tage lang durch Anrufe vermeintlicher Polizisten regelrecht malträtiert worden.

Nach dem bisherigen Ermittlungsstand erhielt die 82-jährige Wermelskirchenerin seit Sonntag teilweise stündlich Anrufe von falschen Polizeibeamten. Die verängstigte Frau wurde überzeugt, dass die Nummer -110 auf ihrem Display auf die echte Polizei hindeute.

Einbrecher seien auf dem Weg zu ihr nach Wermelskirchen. Selbst Bankmitarbeiter seien nicht vertrauenswürdig und stünden im Visier der Polizei. So wurde der Eindruck vermittelt, dass ihr
Vermögen auch auf dem Bankkonto nicht sicher sei. Daher wurde sie  angewiesen, ihr gesamtes Geld und Schmuck zu übergeben.

Doch am späten Nachmittag bekamen Ermittler der Kreispolizei einen entscheidenden Hinweis auf die bevorstehende Geld-/Schmuckübergabe. Zivilfahndern und einem Hundeführer gelang es, ein
verdächtiges Fahrzeug mit zwei Insassen zu identifizieren.

Bei der Übergabe an der Wohnanschrift des Opfers wurden die beiden Verdächtigen festgenommen, heute sollen sie einem Haftrichter vorgeführt werden. Weitere Angaben zu den Verdächtigen macht die Polizei nicht. 

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Redaktion

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